| Landes-Entwicklungsprogramm
(LEP 2005) |
Die Bayerische Staatsregierung plant die
Konzentration der gesamten allgemeinen Luftfahrt in der
"Region 14" auf die im Westen von München gelegenen
Flugplätze Oberfaffenhofen, Fürstenfeldbruck und Jesenwang.
Außerdem soll der Werks- und Sonderflughafen Oberpfaffenhofen
den internationalen Flughafen München II entlasten.
Damit steht in
Oberpfaffenhofen Tür und Tor offen für die Abwicklung von
Flügen der Billig-Airlines, Charter- und
Luftfracht-Unternehmen. Mehr
- hier
| Fluglärm
mindert den Wert Ihres Eigenheims |
Fluglärm schadet nicht nur der
Gesundheit - er mindert auch den Wert Ihres Eigenheims (bereits
ein Anstieg der Lärmbelastung eines Eigenheims um 10 dB
führt zu einem Wertverlust von fast 10%). Die
geplante Ansiedelung der allgemeinen Luftfahrt in München's
Westen führt zu einer
Verdreifachung der dort stationierten Flugzeuge und Zahl der
Flugbewegungen. Die Lärmbelästigung vervielfacht sich durch
die große Anzahl großer und lauter Flugzeuge.
| Allgemeine
Luftfahrt schafft keine zusätzlichen Arbeitsplätze |
Im Gegensatz zur Flugzeugindustrie schafft
die allgemeine Luftfahrt keine zusätzlichen Arbeitsplätze.
Für die Abfertigung von Passagieren und Luftfracht wird nur
wenig und gering qualifiziertes Personal benötigt, das von München II
nach Oberpfaffenhofen verlagert
würde.
Jesenwang ist mit fast 40.000
Flugbewegungen pro Jahr der meist frequentierte Sonderlandeplatz in Deutschland. Trotz
dieser hohen Zahl der
Flugbewegungen gibt es in Jesenwang kein Gewerbegebiet. Dies
zeigt, dass eindeutig, dass die allgemeine
Luftfahrt keine oder allenfalls nur eine geringe Zahl an Arbeitsplätzen
in der Nähe von Flugplätzen schafft.
| Bürgerinitiativen
sind nicht schuld an .... |
den wirtschaftlichen Problemen und dem
Abbau von Arbeitsplätzen der mittelständischen Unternehmen
der Luftfahrtindustrie in Bayern. Sie basieren z.T. auf Änderungen am
Weltmarkt und der Entwicklung von Produkten, die vom
Wettbewerb im Ausland billiger hergestellt werden oder für es keine
Nachfrage von Kunden gibt.
| Arbeitsplatzabbau
durch Subventionen |
Nach Aussagen der Bundeskanzlerin Angela
Merkel gehen in Deutschland pro Tag 1000 Arbeitsplätze
verloren. Ein großer Teil dieser Arbeitsplätze geht durch
die Verlagerung von deutscher Produktionsstätten in
Billiglohnländer verloren. Durch hohe Subventionen der
Luftfahrt wird der Verlust deutscher Arbeitsplätze auch noch
aus öffentlichen Mitteln mitfinanziert. Die
internationale Luftfahrt trägt durch niedrige Transportkosten
wesentlich zu diesem Problem bei. Billige Löhne im Ausland
werden erst in Verbindung mit niedrigen Transportkosten zum
Problem. Niedrige Kosten für die Luftfracht und Flugreisen
werden im Gegensatz zu anderen Verkehrsträgern mehrfach aus
öffentlichen Mitteln subventioniert:
- Steuerfreies Kerosin für Auslandsflüge
- Keine Mehrwertsteuer für Flüge
innerhalb der EU
- Hohe Zuschüsse für den Bau und Betrieb
von Flugplätzen
| Wir
kämpfen für Lebensqualität und gegen Fluglärm |
Das
Aktionsbündnis gegen Fluglärm wurde von fünf Bürgerinitiativen
gegen Fluglärm in den Landkreisen FFB und STA gegründet und arbeitet mit
2 weiteren Bürgerinitiativen im Landkreis STA zusammen, um gemeinsam gegen die Pläne der Staatsregierung für Ausbau
der Flugplätze vorzugehen. |
| Oberpfaffenhofen
als wichtiger Standort für die Luft- und
Raumfahrtindustrie |
Oberpfaffenhofen ist ein wichtiger Standort für
die Flugzeugindustrie mit Tradition. Er bietet viele
qualifizierte Arbeitsplätze im Bereich Flugzeugbau,
Flugzeugwartung, Fertigung von Flugzeugteilen und ist ein
wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region.

| Sicherung des
Standorts Oberpfaffenhofen |
Ziel unserer Forderungen ist die
Sicherung des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen als
Werksflughafen und Standort für zahlreiche qualifizierte
Arbeitsplätze.
Eine wirkungsvolle Sicherung der Arbeitsplätze
in Oberpfaffenhofen setzt den Betrieb des Werksflugverkehrs voraus.
Nachdem (nach Angaben der Betreibergesellschaft EDMO) die
Kosten für den Betrieb des Sonderflughafens die Einnahmen bei
Weitem übersteigen, wird von der Eigentümerin des
Flugplatzes der der Betrieb des Flugplatzes von der
Finanzierung der Betriebsverluste abhängig gemacht.
Sollten Betriebsverluste andauern, hat
die Flugplatzeigentümerin nach Angaben des
Wirtschaftsministers Huber angedroht, den Flugbetrieb
eizustellen. Dies ist eine ernsthafte Bedrohung der
Arbeitsplätze in Oberpfaffenhofen.
| Verkehrsflughafen
gefährdet Arbeitsplätze |
Die Entwicklung des Standorts
Oberpfaffenhofen ist von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung
für diese Region. Der Ausbau des Flughafens und der
umliegenden Gewerbegebiete mit Ansiedelung von
Hightech-Unternehmen (z.B. Galileo) hängt auch davon ab, dass
diese Unternehmen sich aufgrund der Standortbedingungen
positiv entwickeln können. Diese Unternehmen suchen Standorte, die nicht in einer Lärmschutzzone
liegen. Hightech-Produkte beinhalten einen hohen Anteil an
Entwicklungsleistungen (geistige Arbeit). Voraussetzung
hierfür ist eine ruhige (lärmfreie) Umgebung.
Selbst die Entwicklung von
Luftfahrtunternehmen am Flughafen Oberpfaffenhofen ist durch den
Verkehr der allgemeinen Luftfahrt gefährdet. Bei anderen
Flughäfen mit Flugzeugwerften, wie Finkenwerder (EADS / Airbus),
Seatlle, Edmonds und Renton (Boeing / USA) ist der Linien-, Fracht- und
Charterluftverkehr aus gutem Grund ausgeschlossen.
Die Aufwertung des
Sonderflughafens Oberpfaffenhofen zum Verkehrsflughafen würde
die am Standort angesiedelten Luftfahrtbetriebe in ihrem
Bestand und damit deren Arbeitsplätze ernsthaft gefährden.
| Allgemeine
Luftfahrt gefährdet Arbeitsplätze |
Die allgemeine Luftfahrt schafft eine
attraktive Plattform für Unternehmen, ihre Arbeitsplätze und
Fertigungskapazitäten ins Ausland (Niedriglohn-Länder) zu
verlagern. Sie trägt somit maßgeblich zur Arbeitsplatzverlusten
und damit zur Arbeitslosigkeit in Deutschland
bei.
Die jüngsten Vorschläge, den
Sonderflughafen Oberpfaffenhofen für Unternehmer zu öffnen,
damit sie ihre Auslandsproduktionsstätten schnell erreichen
können, sprechen eine deutliche Sprache. Auch Billig-Airlines tragen zu dieser
Entwicklung bei. Mit billigen Flugreisen wird es Urlaubern leicht gemacht, ihr Geld im
Ausland, anstatt in Deutschland auszugeben. Auch dies
führt zum Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland.
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