| 15. September
2008: Umweltminister Dr. Bernhard:
"Oberpfaffenhofen die Flügel gestutzt" |
Der München-Aubinger
Landtagsabgeordnete und Umweltminister Dr. Otmar Bernhard
versendete kürzlich ein Rundschreiben an die Bürger von
München-Aubing-Lochhausen-Langwied. In diesem Schreiben
stehen falsche Fakten, die wir in einem Schreiben an den
Umweltminister vom 15.9.2008 aufgegriffen haben.
Pikant ist, dass dieses
Schreiben von Herrn Dr. Bernhard aus dem Umweltministerium
stammt und der Steuerzahler für diese Desinformationsaktion
wohl auch noch aufkommen muss.
Rundbrief des Dr. Bernhard -
hier -
Unser Antwortschreiben -
hier -
| 14.
September 2008: Demonstration in München-Aubing -
Sonderflughafens Oberpfaffenhofen |
Der SPD-Ortsverein
München-Aubing veranstaltet parallel zur Wahlveranstaltung
der CSU mit Besuch des Ministerpräsidenten Beckstein und
Umweltminister Ottmar Bernhard im Aubinger Festzelt.
An dieser Demonstration nahmen über 200
Bürgerinnen und Bürger aus dem Münchner Westen und den
Fünfseenland teil.
Bilder dieser Demonstration gibt es -
hier -
| 6.
September 2008: Großdemonstration gegen den Ausbau des
Münchner Flughafens |
Rechtzeitig vor der
bayerischen Landtagswahl trafen sich am 6. September 2008 bei
bestem Herbstwetter in München über 10.000
Demonstranten gegen den Ausbau des Münchner Flughafens, den
Bau der 3. Startbahn und viele Verkehrsprojekte in Bayern, die
Lärm und Schadstoffe verursachen sowie die bayerische Natur
zerstören.
Zum Protest haben das Aktionsbündnis gegen
den Bau der 3.Startbahn "aufgeMUCkt" und der
Bund Naturschutz Bayern aufgerufen. Trotz der noch andauernden
Ferien in Bayern kamen 10.000 zur Demonstration und den
Kundgebungen. Neben den 62 im Aktionsbündnis "aufgeMUCkt"
zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen kamen viele Gruppen
aus dem Münchner Westen, Fünfseeland, von Niederbayern bis zum
Bayerischen Wald und Unterfranken.
Die Presse berichtet, dass der
CSU-Parteivorsitzende Huber am gleichen Tag nochmals die
Pläne zum Ausbau des Flughafens in München verteidigte:
"Der Flughafen ist von zentraler Bedeutung für den
Wirtschaftsstandort Bayern und den Erhalt und Sicherung von
Arbeitsplätzen in Bayern".
Nachdem
Baden-Württemberg in fast allen Disziplinen die "Nummer
1" in Deutschland ist, hat die dortige Landesregierung
beschlossen, keine
2. Startbahn
zu bauen. Dies wird den Schwaben bestimmt nicht schaden. Dort
wird nämlich das Geld in Schulen und die Bildung gesteckt.
Die Schwaben sind die ungeschlagene "Nummer 1" in
der Pisa-Studie, während Bayern in den vergangenen Jahren auf
Platz 4 abstieg.
Um die Zukunft in Bayern
zu sichern, muss die 3. Startbahn in München da enden, wo
sich der Transrapid befindet - nämlich in der
Tonne.
Bilder von der Großdemonstration - hier -
| 25. Januar 2008:
Landtag entscheidet über die Nachfolgenutzung des
Fliegerhorstes FFB |
Der Bayerische Landtag
entscheidet am 30, Januar 2008, spätestens Mitte Februar 2008,
über die Nachfolgenutzung der von der Bundeswehr aufgegebenen
Flächen des Fliegerhorstes. Nachdem der Wirtschaftsausschuss
im Bayerischen Landtag bereits den Beschluss gefasst für das
Maisacher Konzept zur Nachfolgenutuzung gefasst hat, ist damit
zu rechnen, dass sich die anderen mit dieser Entscheidung
betroffenen Landtagsausschüsse diesem Beschluss anschließen
werden. In diesem Fall kann von einem Beschluss für das
Maisacher Nutzungskonzept ausgegangen werden.
Das Maisacher Nutzungskonzept sieht die
Ansiedelung des BMW Fahrertrainingszentrums, der Trabrennbahn,
das Fahrtraining für die Polizeischule und eine
Umgehungsstraße von Gerlinden / Maisach vor. Eine
fliegerische Nutzung des frei gewordenen Flugplatzgeländes
ist nicht vorgesehen.
Stimmen aus Abgeordnetenkreisen deuten auf
einen Beschluss der Mischnutzung - Flugplatz und Nutzung durch
die Unternehmen, die sich auf diesem Gelände ansiedeln wollen
hin. Eine solche Lösung würde bedeuten, dass diese
Unternehmen sich nicht mehr ansiedeln würden. Nach dem
Vorschlag des Flugplatzbetreibers und der Fliegerlobby müsste
auch noch zusätzliches Gelände vom Fliegerhorst für diesen
Zweck abgegeben werden. Hierzu hat sich die Bundeswehr noch
nicht öffentlich geäußert.
Ein Beschluss, die
Flieger an Flugplatz anzusiedeln wäre ein Schlag ins Gesicht
der vom Fluglärm betroffenen Bürgerinnen und Bürger. Sie
würden nicht nur mit dem Fluglärm und den Abgasen belastet,
sondern auch damit, dass die Flieger subventioniert werden.
Anstatt einen zweistelligen Millionenbetrag für das Gelände
von den Investoren für die nicht-fliegerische Nutzung zu
bekommen, würden die Flieger lediglich für ein Drittel der
Fläche eine Pacht bezahlen. Nach den Plänen der Flieger soll
das Gelände nach ca. 10 Jahren zu einen niedrigen
einstelligen Millionenbetrag gekauft werden, sofern dies die
Gewinne des Flugplatzbetreibers zulassen. Dies brauchen wir
nicht zu hoffen. Die meisten deutschen Verkehrslandeplätze
arbeiten defizitär.
| 24. Januar 2008:
Businessjet legt in München Notlandung hin |
Die Presse berichtet
über eine Notlandung eines Geschäftsreiseflugzeugs auf dem
Münchner Flughafen. Die Notlandung wurde durch ein
verklemmtes Fahrwerk verursacht. Es entstand Sachschaden.
Die Piloten hatten Glück: Es verklemmte
sich das Bugfahrwerk und nicht ein Fahrwerk unter einer
Tragfläche. Letzteres hätte in einer Katastrophe enden
können. Zur Vermeidung waren zum Zeitpunkt der Notlandung
mehrere Feuerwehrzüge auf der Rollbahn in Bereitschaft.
Dieser glimpflich verlaufene Unfall zeigt
das Risiko, das Businessjets bei Notlandungen und Unfällen
z.B. auf dem Sonderflughafen Oberpfaffenhofen auslösen
können:
- Wo sind denn in Oberpfaffenhofen
mehrere Feuerwehrzüge mit Löscheinrichtung für schwere
Flugzeuge?
- Was passiert mit dem Kerosin, das in
die auf dem Flughafengelände befindlichen
Grundwasserbrunnen eindringt?
Wenn Sie diese Fragen
positiv beantworten können, dann scheint de Sonderflughafen
sicher zu sein. Wenn nein, dann ist eine Katastrophe bereits
vorprogrammiert.
| 24. Januar 2008:
Seefeld reicht Normenkontrollklage gegen das LEP ein |
Die Presse berichtet
über die Einleitung eines Normenkontrollverfahrens gegen das
LEP (Landesentwicklungs-Programm) durch die Gemeinde Seefeld.
Die Klage richtet sich gegen den Plan für die Erweiterung des
Flugbetriebs auf dem Sonderflughafen in Oberpfaffenhofen.
| 23. Januar 2008:
Krisengebiet der CSU - Flughafenerweiterung
München |
Die Presse berichtet
über Problem der CSU im Landkreis Freising. In Freising für
die CSU Wahlkampf zu betreiben ist kein Vergnügen. Das Thema
"Flughafenerweiterung" beschäftigt die Bürger im
Landkreis besonders. Sie wird in der Hauptsache von der
CSU-Staatsregierung vorangetrieben. Die Bürger und die CSU in
Freising leidet schließlich in der Flughafen-Debatte unter
der Arroganz der Staatsminister Faltlhauser und Huber. Deren
"großspurigen Sprüche haben das Klima vergiftet"
heißt es in diesem Bericht.
| 22. Januar 2008:
Änderungsantrag der EDMO für Oberpfaffenhofen ist eine
Mogelpackung |
Die Presse berichte über
den Änderungsantrag der EDMO zum Antrag auf die Zulassung des
Geschäftsreiseflugverkehrs auf dem Sonderflughafen
Oberpfaffenhofen. Der Flugplatzbetreiber hat überraschend das
Gewicht der zugelassenen Flugzeuge von 50 auf 25 Tonnen
reduziert.
"Dies ist eine Mogelpackung" -
sagt Dieter Belschner, Vorsitzender der Bürgerinitiative
"Germeringer gegen Fluglärm e.V.". Die EDMO hat
gleichzeitig die Ausnahme von dieser Regelung für die meisten
im Verkehr befindlichen schweren Businessjets bis 50 Tonnen
maximalem Abfluggewicht ausgenommen. Hierdurch ändert sich
die Lärmbelastung der Bürger nicht. Dies stellt der TÜV in
seiner Stellungnahme fest.
Eine weitere Täuschung sei die
Rücknahme der Hubschrauberflüge an Sonn- und Feiertagen, die
im Segment "Geschäftsreiseflugverkehr" gelten soll.
Hubschrauber werden für diese Flüge in der Regel nicht
genutzt. Sie dienen dem Taxiluftverkehr, der nicht
eingeschränkt ist. Auch hier ändert sich an der
Lärmbelastung nichts.
Wir sehen in diesem
Änderungsantrag lediglich eine Mogelpackung, die dazu dienen
soll, die CSU im Wahlkampf durch "positive
Meldungen" zu unterstützen und das Thema
"Oberpfaffenhofen" positiver zu belegen. In
Wirklichkeit zeigt dies wieder einmal die unseriöse
Kommunikation des Flughafenbetreibers.
| 21. Januar 2008:
Flugplatz FFB sieht sich als Natur- und Tierschützer |
Die Presse berichtet,
dass die fliegerische Nutzung des Flugplatzes in FFB ein
Beitrag zum Schutz der Natur und der Tiere ist, so der
Geschäftsführer der Flugplatz Betriebsgesellschaft - Andreas
Boehl. 225 ha des Flugfeldes ist nun bei der EU als
FFH-Gelände (Fauna-Flora-Habitat) eingetragen. Nach Aussagen
von Herrn Boehl wurde im Rahmen Prüfung des Antrags auf
Zulassung des Flugverkehrs nach einer möglichen Konvertierung
des Fliegerhorstgeländes durch das Luftamt Südbayern
durchgeführt.
Herr Boehl spielt sich wiederholt als Natur-
und Tierschützer auf und erweckt den Eindruck, als hätte der
Luftverkehr etwas mit Natur- und Umweltschutz zu tun. Gerade
die Luftfahrt gehört zu den am meisten kritisierten
Umweltverschmutzern aus folgenden Gründen:
- Propellerflugzeuge verbrennen immer
noch stark bleihaltigen Flugbenzin, das im sonstigen
Verkehr seit fast 20 Jahre verbannt ist.
- Propellerflugzeuge haben keinen
Katalysator. Dadurch wird die Umwelt besonders stark
belastet. Beim Start wird das Gemisch zur Kühlung des
Motors angereichert. Es kommt zum Aussstoß des
hochgiftigen CO-Gases
- Der CO2-Verbrauch
pro Personenkilometer ist mit keinem Verkehrsmittel so
hoch, wie bei Flugzeugen.
- Über die Lärmbelastung durch den
Flugverkehr brauchen wir den Bürgern im Westen von
München nichts mehr zu erklären.
Wir erwarten von Herrn
Boehl nicht, dass er zum Umweltschützer mutiert. Seine
wiederholt vorgetragenen Sprüche zum Thema "Flieger sind
Umweltschützer" liegen einfach neben der Spur. Er sollte
sich einmal etwas besseres einfallen lassen.
| 19. Januar 2008:
Zivilflieger wollen Abgeordnete im Bayerischen Landtag
umstimmen |
Die Presse berichtet
über eine erneute Anstrengung des Geschäftsführers der FFB
Flugplatz Betriebsgesellschaft - Andreas Boehl - die
Abgeordneten dazu zu bringen, der fliegerischen
Nachfolgenutzung des Fliegerhorstes zuzustimmen. Er versendete
Briefe an alle Landtagsabgeordnete.
Nachdem der Wirtschaftsausschuss in
Bayerischen Landtag dem Nutzungskonzept der Gemeinde Maisach
(nicht-fliegerische Nutzung des Geländes) zustimmte, ist es
fraglich, ob sich der Landtag Ende Januar 2008 anders
entscheiden wird. Der Berichterstatter des
Wirtschaftausschusses und CSU-Abgeordnete des Wahlkreises FFB
- Reinhold Bocklet - kündigte an, dass bei der Abstimmung im
Landtag beim Vorrang des Maisacher Konzepts bleiben wird.
Wir hoffen, dass der
Bayerische Landtag für das Maisacher Konzept stimmt, damit
dem Fluglärm in FFB und Maisach endlich ein Ende gesetzt
wird.
| 17. Januar 2008:
Nach Memmingen erhält auch der Flughafen Augburg
Subventionen |
Die Bayerische Staatsregierung hat
wohl zuviel Geld. Zunächst hatte sie für den
Flughafenausbau in Memmingen 7,3 Millionen EUR in Aussicht
gestellt, die Zusage für die Fördermittel aber von einer
rechtskräftigen Genehmigung des Regional-Airports abhängig
gemacht. Der Memminger Flughafen dient der Abwicklung von Ferien-,
Geschäfts- und Linienflügen.
Jetzt ist wohl Augburg dran. Das
Bayerische Verkehrsministerium stellt dem Flughafen Augsburg
gut 4 Millionen EUR für den Ausbau zur Verfügung. Es soll vor
allem der Geschäftsreiseflug entwickelt werden. Mitte 2005
stellte Augsburg den Linienverkehr mangels Verkehrsaufkommen
ein. Das Terminal ist so gut wie immer leer. Es fragt sich,
was man am Flughafen Augsburg für 4 Millionen EUR anschaffen
muss, um Businessjets abzuwickeln.
Neben den beiden Flughäfen Augsburg und
Memmingen wickelt auch der Flughafen München eine seit Jahren
konstante, leicht rückgängige Zahl an Geschäftsreiseflügen
ab. Auch der Flughafen München erhält regelmäßig Zuschüsse
aus den öffentlichen Kassen.
So bleibt
Oberpfaffenhofen als Privatflughafen der EADS / EDMO vorerst
ohne Subventionen auf der Strecke. Die Staatsregierung fördert
überall kräftig die Entwicklung des Geschäftsreiseflugverkehrs
im Wettbewerb zu Oberpfaffenhofen. Ist dies gerecht?
Erinnern wir uns an die Reden des Geschäftsführers
der EDMO Edwin Grabherr, in den er zu Tränen rührige 4 - 5
Millionen EUR pro Jahr Verlust der EDMO verkündete (in
Wirklichkeit machte sie ca. 50.000 EUR pro Jahr Gewinn). Der
Geschäftsreiseflugverkehr war damals die einzige Lösung zur
Behebung der angeblichen Betriebsverlusten. Das
Jammern des Herrn Grabherr hatte wohl den Zweck, sich nämlich
nach der Eröffnung des qualifizierten Geschäftsreiseflugverkehrs
für Subventionen aus der bayerischen Staatskasse zu
qualifizieren.
Hier kann doch nur eines
gelten: "Gleichheit für alle, denn nur mit Hilfe von
Subventionen kann der Geschäftsreiseflugverkehr entwickelt
werden" - in Bayern jedenfalls.
| 15. Januar 2008:
Streit um Subventionen für Langstreckenflüge in
München |
Die Flughafen München (FMG)
hält weiter an der Subventionierung von Langstreckenflüge ab
dem Münchner Flughafen fest. Nach Ansicht der FMG ist das
Ziel der "Etablierung einer interkontinentalen
Drehscheibe für den Luftverkehr" in München noch nicht
erreicht. Deshalb muss durch entsprechende
"Marketingmaßnahmen" versucht werden, diese Rolle
zu festigen.
Diese Praxis zeigt, dass der Zuwachs des
Flugverkehrs in München nicht aufgrund einer erhöhten
Nachfrage aus der Region erfolgt, sondern überwiegend durch
unternehmerische Strategien zur Konzentration des Luftverkehr
(hauptsächlich Umsteigeverkehr) in München. Dies sind rein
unternehmerische Gründe, die mit der Verssorgung an
Luftverkehrsverbindungen für die Bürger in Oberbayern nichts
zu tun haben.
Der Flughafen München
hat genug freie Kapazitäten für ein "organisches
Wachstum", wie bereits berichtet. Der Bau einer 3.
Startbahn und eines 3. Terminals sind nicht notwendig. Warum
soll der Stauerzahler für Investitionen aufkommen, die der
Flughafen aus unternehmerischen, nicht gemeinnützigen
Gründen verlangt. Wie in anderen Branchen auch, soll er solch
Investitionen selbst finanzieren. Wenn er, wie die FMG über
Jahre Betriebsverluste produziert und Darlehen aus
öffentlichen Kassen nicht zurückbezahlt, dann soll die FMG
Pläne für die Flugplatzerweiterung auf Kosten des
Steuerzahlers in die Tonne treten.
| 15. Januar 2008:
Kreistag STA gegen längere Betriebszeiten in
Oberpfaffenhofen |
Der Starnberger Kreistag
sieht im jüngst modifizierten Antrag der EDMO ein
Schritt in die richtige Richtung. Zugleich wird das Luftamt
Südbayern aufgefordert, die Anzahl der Flugbewegungen auf
23.000 pro Jahr zu begrenzen. Die EDMO habe kürzlich das
maximale Abfluggewicht von 50 auf 25 Tonnen zurückgenommen
und will keinen Hubschrauberbetrieb für Geschäftsflüge an
Sonn- und Feiertagen zulassen.
Starnberger Politiker haben folgendes
noch nicht begriffen:
- Es lassen sich per Anordnung des Luftamts
keine maximal zulässige Zahl an Flugbewegungen
festschreiben. Selbst wenn das Luftamt Beschränkungen der
Zahl der Flugbewegungen festlegt, genügt ein Antrag der
EDMO auf Erhöhung dieser Zahl eine Anschlussgenehmigung
mit einer höheren Zahl, sofern ein gewisser Zuwachs an
Lärmbelästigung nicht überschritten wird. Es wird der
Flughafenbetreiber nicht daran gehindert, immer wieder
Anträge auf Erhöhung de Zahl der Flugbewegungen zu
stellen.
- Die EDMO hat zwar die Rückstufung der
Tonnage beantragt, gleichzeitig jedoch
Ausnahmegenehmigungen für die am meisten verbreiteten
schweren Businessjets mit bis zu 50 Tonnen beantragt. Rein
faktisch hat sich nichts geändert.
- Hubschrauber werden für
Geschäftsreiseflüge i.A. nicht eingesetzt. Insoweit ist
die Rücknahme im Antrag wirkungslos. Der Taxiluftverkehr,
der Fluggäste im Nahbereich befördert (z.B. Luftbrücke
zum Flughafen München) ist von dieser Rücknahme nicht
betroffen. Folglich tut sich auch in Bezug auf
Lärmminderung nichts.
- Es zeigt sich wieder einmal, dass
Politiker in Starnberg auf Finten des Flugplatzbetreibers
immer wieder reinfallen und grottenfalsche Entscheidungen
treffen (oder verdeckt den Flughafenbetreiber
unterstützen wollen).
| 14. Januar 2008:
Zulassung der Geschäftsflieger schadet dem Tourismus im
Fünfseeland |
Die Presse berichtet
über den Widerstand des Verkehrsvereins Herrsching gegen die
Zulassung des Geschäftsreiseflugverkehrs am Sonderflughafen
in Oberpfaffenhofen. Bisher sei die Stimme des Ammersees noch
nicht gehört worden. Die Ammerseeanrainer bereiten einen
Resolutionsentwurf vor, in dem sie die Staatsregierung
auffordern werden, den Antrag des Flughafenbetreibers
abzulehnen.
| 11.
Januar 2008: Luftverkehrs-Branche ist keine Jobmaschine
!!! |
Nach den Daten des
Statistischen Bundsamtes ist die Luftfahrtverkehrs-Branche keine
"Jobmaschine". So blieben im Zeitraum von 1991 bis
2006 (über 15 Jahre) die Zahl der in der Luftverkehrs-Branche
Arbeitsplätze fast konstant, während sich die Zahl der
beförderten Passagiere und der Umsatz mehr als verdoppelten.
Flughafenbetreiber und
Luftverkehrsgesellschaften begründen Ihre Forderung nach dem
Ausbau von Flughäfen mit der Schaffung zusätzlicher
Arbeitsplätze unter dem Motto "Jobmaschine". In
Wirklichkeit werden keine Arbeitsplätze bei den Arbeitgebern
der Luftverkehrs-Branche geschaffen. Die Luftverkehrs-Branche schafft
es offensichtlich das Wachstum bei der Zahl der beförderten
Passagiere und Umsatz durch die Steigerung der Produktivität
auszugleichen.
Mehr Informationen
und Zahlen (Sonderseite) gibt es -
hier -
| 11. Januar 2008: Zivilflieger
starten neue Kampagne um den Flugplatz in Fürstenfeldbruck |
Die Presse berichtet, dass der
Geschäftsführer des Flugplatzbetreibers in Fürstenfeldbruck - Andreas Boehl
- wiederholt die Genehmigung Genehmigung zur Konvertierung des des
früher militärisch genutzten Fliegerhorstes fordert. In Schreiben an die
Abgeordneten des Bayerischen Landtags will den Poker um die Nachfolgenutzung
des ehemaligen Fliegerhorstgeländes auf seine Seite bringen.
Boehl begründet seinen Anspruch auf die fliegerische
Nutzung des Fliegerhorstgeländes damit, dass die Region München / Oberbayern
einen Verkehrslandeplatz für Flugzeuge bis zu einem Maximalgewicht von 5,7 t
benötigt und kein alternativer Flugplatz zur Verfügung steht. Der Flugplatz
Jesenwang habe mit 408 m eine viel zu kurze Landebahn. Der Sonderflughafen
Oberpfaffenhofen sei ein Werksflughafen und nicht für den öffentlichen
Flugverkehr zugelassen.
Es scheint so, als ist das Leben an Herrn
Boehl vorbei gezogen. Der Flugplatz in Jesenwang ist für Flugzeuge mit einem
maximalen Abfluggewicht von 3 Tonnen zugelassen. Hierfür ist demnach auch die
Startbahnlänge von 408 m ausreichend. Der Sonderflughafen in Oberpfaffenhofen
hat die Zulassung des Geschäftsreiseflugverkehrs für Flugzeuge von 2 bis 25
Tonnen beantragt. Auch Herr Boehl sollte als Luftverkehrs-Profi wissen, dass
der Flugzeuge der Gewichtsklasse über und bis 5,7 Tonnen nur von
Geschäftsfliegern genutzt werden. Nachdem der Antrag auf die Zulassung des
Geschäftsreiseflugverkehr für Oberpfaffenhofen gestellt wurde, worin liegt
das Problem?
Die von Herrn Boehl zitierte Marketing-Analyse durch das
Institut für Verkehrswesen der Bundeswehr-Universität in München soll ein
großes Wachstumspotenzial für den Luftverkehrsmarkt ausweisen. Die Nachfrage
nach Flugzeugen soll sich in den nächsten 20 Jahren verdoppeln. Dies mag
vielleicht für die Verkehrsluftfahrt und Charterflüge richtig sein, betrifft
aber nicht den Flugverkehr mit kleinen Flugzeugen. Hier sei die Kompetenz
einer Bundeswehr-Universität angezweifelt, die sich normalerweise mit anderen
Themen beschäftigt, als Marktforschung zu betreiben. Herrn Boehl ist wohl der
Rückgang der Zahl der zugelassenen Motorflugzeuge in der Gewichtsklasse bis
14 Tonnen noch nicht aufgefallen. Das gleiche gilt für die Zahl der
Flugbewegungen dieser Klassen in Deutschland. Selbst wenn sich die Zahl der
neu zugelassenen Flugzeuge in den nächsten Jahren verdoppelt, überwiegen
Ausmusterungen die Zahl der Neuzulassungen. Der Bestand an Flugzeugen bis 5,7
Tonnen ist bereits hoffnungslos überaltert. Die meisten Flugzeuge könnten
dem Alter nach sich eine "H-Nummer" beantragen, die es für über 30
Jahre alte Autos gibt.
Für den gesunden Menschenverstand ist es
leicht nachvollziehbar, dass in Anbetracht stark steigender Treibstoffkosten
sich der bereits eingeschwungene Abwärtstrend der Luftfahrt in diesem Segment
fortsetzen wird. Dies zeigt sich auch bei rückläufigen Zahlen der Inhaber
von Pilotenscheinen.
Nur in einem Segment nimmt der Luftverkehr der kleinen
Flugzeugen zu: Ultraleichtflugzeuge als Flugsportgeräte, die zum
Personentransport und bestimmt für Geschäftsflieger ungeeignet sind. Für
Flugsportgeräte, die innerhalb einer Rollstrecke von 100 m starten und landen
können wird bestimmt keine Start- und Landebahn von 1.100 m benötigt, schon
gar nicht von Steuerzahler subventioniert.
Herr Boehl, wann fallen Ihnen ein paar
vernünftige, nachvollziehbare Argumente ein?
| 9.
Januar 2008: Mindestens 55.000 Einwendungen gegen den Bau
der 3. Startbahn in München |
Die
Presse berichtet über den Eingang von mindestens 55.000
schriftlichen Einwendungen gegen den Bau der 3. Startbahn
am Münchner Flughafen. 42.00 Einwendungen sind bereits im
Luftamt Südbayern (Regierung von Oberbayern) eingegangen.
13.000 weitere Einwendungen befinden sind noch in der
Freisinger Stadtverwaltung. Es wird viele Wochen
benötigen, um die Einwendungen auszuwerten und sie dann
der Flughafengesellschaft zur Stellungnahme zur Verfügung
gestellt werden.
| 8. Januar 2008:
Innenminister Herrmann stoppt das Volksbegehren gegen
den Transrapid |
Die Presse berichtet,
dass der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) den
Antrag für ein Volksbegehren für unzulässig hält. Damit
kann der Volksentscheid gegen den Bau des Transrapids vom
Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen vorerst nicht
durchgeführt werden. Die Entscheidung fällt durch den
Bayerischen Verwaltungsgerichtshof.
Als Begründung für die Ablehnung des
Volksentscheids führt der Minister an, dass nach der
bayerischen Verfassung das Budgetrecht ausschließlich beim
Landtag liegt. Eingeführt wurde dieses Gesetz, damit über
Volksentscheide der Haushalt nicht gestört wird und
ungeplante Verschuldung des Freistaats verhindert wird.
Unter der Flagge
"wie das Geld der Steuerzahler bestimmt die Bayerische
Staatsregierung" fühlen sich unsere Politiker bei
der Finanzierung völlig unsinniger Investitionen, wie den
Transrapid oder die 3. Startbahn am Münchner Flughafen wohl
völlig ungestört. Aus der Sicht der Politiker ist die
Beteiligung der Bürger allerdings nicht ausgeschlossen: Sie
dürfen die Lasten der unsinnigen Projekte durch hohe Steuern
tragen.
| 5. Januar
2008: Auswirkungen der 3. Startbahn in München
auf Dachau nicht bekannt |
Die Presse berichtet
über ein Urteil des Dachauer Landratsamt zum geplanten Ausbau
des Münchner Flughafen mit der 3. Startbahn. Aus den
Unterlagen des Planfeststellungsverfahrens sind die
Auswirkungen auf den Landkreis Dachau nicht zu erkennen. Das
Vorhaben ist aus der Sicht der Dachauer Bürger abzulehnen.
Der bedarfsgerechte Ausbau des Flughafens
wird vom Dachauer Landkreis abgelehnt. Der Bedarf sei
ergebnisoffen zu prüfen. Die Bedarfsplanung der
Flughafengesellschaft ist nicht plausibel. Hieraus kann der
Zwang zum Bau der 3. Startbahn nicht abgeleitet werden.
| 4. Januar 2008:
Oberpfaffenhofen muss Forschungsflughafen bleiben |
Ein Mitarbeit der DLR
meldet sich per Leserbrief und fordert: "Oberpfaffenhofen
ist ein Forschungsflugplatz und hat es zu bleiben".
Besser kann man es nicht ausdrücken.
Der Mitarbeiter der DLR führt eine lange
Liste an technischen Entwicklungen an, die der Allgemeinheit
zugute kommen und ohne die Forschungsarbeiten der DLR nicht
vorhanden wären. Störungen durch Flugzeuge, die den
Sonderflughafen zum Transport von Personen nutzen würden den
Forschungsbetrieb in unverantwortlicher Weise stören.
"Da wird immer über über Arbeitsplätze argumentiert,
die ohne das verloren gingen"
(Geschäftsreiseflugverkehr).
Vor einigen Jahren wurde der militärische
Flugverkehr im Sommer auf den Sonderflughafen verlegt. Dem
diplomierten Ingenieur wird noch heute beim Nachdenkern über
den damaligen Umgebungslärm und Gestank übel. Man konnte
stundenlang nicht konzentriert arbeiten. Es ist nicht
auszudenken, welch ein wirtschaftlicher Schaden für den
Forschungs- und Entwicklungsstandort Oberpfaffenhofen, wenn
Forschungsarbeiten in der Zukunft nicht oder nur verzögert
wegen der Lärmbelästigung des Personals durchgeführt werden
können. Im Anbetracht des bestehenden Wettbewerbs ist damit
zu rechnen, dass Forschungsabteilungen an Orte umziehen, die
bessere Voraussetzungen bieten.
Wir fordern den Erhalt
des Forschungsflughafens und der Infrastruktur, die den in
Oberpfaffenhofen weiterhin die Möglichkeit bieten, ihre
Arbeiten fortzusetzen.
Die Zulassung der
Geschäftsflieger schafft keine zusätzlichen Arbeitsplätze,
es werden wertvolle Arbeitsplätze für hoch qualifizierte
Spezialisten zerstört. Verantwortlich hierfür sind nicht nur
die EDMO und EADS, sondern auch Politiker, die mit der Losung:
"Mehr Arbeitsplätze durch Geschäftsflieger" im
Land umherziehen.
| 17. Dezember
2007: Neuer Brief an Ministerpräsident Beckstein |
Die Weßlinger
Bürgermeisterin Monika Meyer-Brühl hat in einem weiten Brief
an Günther Beckstein den Vorschlag gemacht, das
technologische und wissenschaftliche Potenzial zu nutzen und
zu fördern. Statt das Flughafenareal für Geschäftsflieger
zu öffnen, soll das Gelände den Staus "Werks- und
Forschungsflughafen" erhalten.
Meyer-Brühl weist auf die vielen
Aktivitäten der DLR einschließlich des
Galileo-Kontrollzentrum hin. Diese Aktivitäten würden durch
den zusätzlichen Geschäftsreiseflugverkehr behindert.
"Eine Verträglichkeit der ständig startenden und landen
Geschäftsflugzeugen mit den Forschungsarbeiten, ist schwer
vorstellbar.
| 17. Dezember
2007: EDMO "warnt" das Luftamt und fordert
länger Öffnungszeiten |
Die Presse berichtet,
fordert der Betreiber des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen
längere Betriebszeiten, um den Bestand des Flughafens zu
sichern. Diese Forderung ist nicht neu. Die Verlängerung der
Öffnungszeiten wurde im Zusammenhang mit dem Antrag auf
Erweiterung des Flughafenbetriebes auf die Stationierung der
Geschäftsflieger beim Luftamt Südbayern beantragt.
Neu ist diese Forderung für die am
Flughafen angesiedelten Unternehmen, wie die RUAG und das DLR.
Diese Firmen arbeiten wochentags und nur ausnahmsweise an den
Wochenenden. Im übrigen hat das Luftamt Südbayern
großzügig Ausnahmegenehmigungen für Flüge außerhalb der
regulären Flughafen-Betriebszeiten erteilt. Damit ist der
Flughafen auch am Wochenende anfliegbar.
Die EDMO drückt wieder einmal auf die
Tränendrüse, und behauptet, dass lufttechnische Betriebe
Abwanderungsgedanken pflegen, weil sie in Oberpfaffenhofen
keine ausreichende Gelegenheit zum Fliegen haben.
Die Bürgerinitiativen,
die SPD und die Grünen haben bereits mehrfach die Sicherung
des Standorts als Forschungs- und Technologie-Flughafen
gefordert. Der Forschung und Entwicklung steht ein hoher
Umgebungslärm der Produktivität und Kreativität entgegen.
Deshalb gilt:
Kein
Ausbau des Sonderflughafens zum Verkehrsflughafen für
Geschäftsflieger !
| 14. Dezember
2007: EDMO will ehrliche Diskussion zu Immobilienwerten |
Die Presse berichtet: Der
Pressesprecher der EDMO Flughafen-Betriebsgesellschaft in
Oberpfaffenhofen fordert alle Beteiligten auf, bei der
Diskussion ehrlich zu bleiben. Es würden Zahlern und Pläne
genannt, die nie angestrebt wurden.
Nach der Ansicht des Pressesprechers
liegen fallende Immobilienpreise in der Region um den
Sonderflughafen Oberpfaffenhofen nicht in der Verantwortung
der Flughafen-Betreibergesellschaft, sondern in
"Horrorzahlen", wie 99.000 Flugbewegungen pro Jahr.
Die EDMO gehe von 33.000 im Jahr 2016 aus. Im übrigen sei
Oberpfaffenhofen auf Flugzeuge bis 25 Tonnen Gewicht
beschränkt. Linein-, Charter- und Nachtflüge seien
ausgeschlossen. "Außerdem soll der Status
"Sonderflughafen" erhalten bleiben und kein
Verkehrsflughafen werden. "Dies sei auch der feste Wille
der EDMO", so Warg.
Wir begrüßen den Willen des
Pressesprechers nach einer ehrlichen Diskussion über die
Auswirkungen des Geschäftsreiseflugverkehrs in
Oberpfaffenhofen. Zunächst richten wir die gleiche Forderung
an die EDMO, endlich mit ehrlichen Zahlen zu operieren und
kein Versteckspiel mit Daten und Fakten zu spielen. In einem
offenen Brie an Herrn Warg nehmen wir zu diesem Thema Stellung
-
siehe unseren Brief an die EDMO -
| 8. Dezember
2007: Gilching zeigt Flagge - Ausweisung einer
Wasserschutzzone |
Die Presse berichtet: In
einer Sondersitzung des Gilchinger Gemeinderates wurde
beschlossen, den Erfolg einer Klage gegen das
Landesentwicklungsprogramm (LEP 2006) prüfen zu lassen.
Weiter wurde die Regierung von Oberbayern aufgefordert, einen
Sachstandsbericht zum Antrag des Flughafen-Betreibers EDMO
abzugeben.
Der wichtigste Antrag - Festsetzung eines
Trinkwasserschutzgebietes - wurde mit großer Mehrheit
beschlossen. Dieser Beschluss hat Auswirkungen auf den Ausbau
des Sondeflughafen, der teilweise auf dem Gebiet des
Trinkwassereinzugsgebiets liegt. Gefahren für die
Trinkwasserbrunnen liegt in der Gebrauch von Enteisungsmitteln
an Flugzeugen und der Start- und Landebahn.
Merkwürdig ist die Gegenstimme des
Gilchinger Bürgermeisters Reich. Er stimmte angeblich gegen
den Antrag, um Nachteile für die Bauern, die das Land im
Trinkwasserschutzgebiet bestellen, zu vermeiden. In
Wirklichkeit stimmte er gegen den Antrag, um Nachteile des
Flughafenbetreibers zu verhindern. Reich ist selbst Pilot und
fliegt am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen.
| 6. Dezember
2007: Kritik am Vorstoß der EDMO - Regionalflughafen
droht |
Die Presse berichtet: Die
SPD Landtagsabgeordnete Kathrin Sonnenholzner hält den
jüngsten Schritt des Flughafenbetreibers in Oberpfaffenhofen
für reine Augenwischerei. Dies betrifft die
"freiwillige" Reduzierung des Maximalgewichts der
Flugzeuge von 50 auf 25 Tonnen, die nach der Genehmigung des
Antrags der EDMO auf Zulassung des Geschäftsreiseflugverkehrs
anfliegen dürfen.
Es spielt keine Rolle, wie schwer die
Flugzeuge sein dürfen, diec in Oberpfaffenhofen landen, so
Frau Sonenholzner. Wenn die Genehmigung auf Zulassung des
öffentlichen Geschäftsreiseflugverkehrs erteilt wird, dann
ändert der Flughafen sein Gesicht. Es erfolgt dem Wesen nach
der Schritt zum Verkehrsflughafen. Die Prognose von 33.000
Flugbewegungen pro Jahr ist kein dauerhafter Schutz der
Bürger vor den Auswirkungen des Fluglärms.
| 5. Dezember
2007: Attacke gegen den Geschäftsführer der EDMO -
Ewin Grabherr |
Die Presse berichtet
über Spannungen der Gautinger Bürgermeisterin Brigitte
Servalus mit dem Geschäftsführer der EDMO - Edwin Grabherr.
Er sei vollkommen unglaubwürdig.
In einer Unterbrunner Bürgerversammlung
sagte sie, Grabherr habe ihr gesagt, dass das
Luftfahrtbundesamt in Frankfurt die Routen an Flughahäfen
vorgebe und nicht die EDMO. "Grabherr habe mir glatt ins
Gesicht gelogen. Er sagte, für die Route könne die EDMO
nichts" sagte Frau Servatius. Sie habe die
Geschäftsleitung der EDMO zu einem Gespräch geladen. Als sie
feststellte, dass die anvisierte neue Flugroute quer über
Gauting verlaufen sollte, habe sie sofort protestiert.
Schließlich ist Gauting mit 20.000 Einwohnern ein großes
Gebiet. Frau Servatius befürchtet zu Recht, dass die Ruhe in
Gauting mit der Aufnahme des Geschäftsreiseflugverkehrs
vorbei ist und dass weder die Sonn- und Feiertagsruhe und die
Zahl der Flugbewegungen eingehalten werden.
In diesem Zusammenhang verweisen wir auf
unsere frühere Stellungnahme zu Änderungen der Flugrouten,
die Herr Grabherr aufgrund von Protesten gemacht hat -
hier -. Hier ging es um eine marginale Verlegung
der Flugrouten an Seefeld vorbei. Die Karte zeigt eindeutig,
dass ein erheblicher Teil des Luftverkehrs direkt über
Starnberg und nicht Gilching führen wird.
Es ist auch merkwürdig,
dass Herr Grabherr als einer der erfahrensten
Luftfahr-Juristen in Deutschland (er schrieb Luftfahrtgesetze
und einen Rechtskommentar zum deutschen Luftrecht) eine derart
falsche Auskunft geben kann. Flugrouten werden von der
Deutschen Flugsicherung (DFS) festgelegt und nicht vom
Luftfahrtbundesamt (LBA). Das LBA ist lediglich die
Aufsichtsbehörde der DFS. Im übrigen ist das LBA in
Braunschweig stationiert und nicht in Frankfurt. Die DFS ist
in Langen (Hessen) beheimatet. Kein feiner Zug des Fachmanns
für Luftrecht. Hat Herr Grabherr Frau Servatius mit dieser
Desinformation davon abhalten wollen, sich bei der DFS zu
melden?
| 5. Dezember
2007: Flughafenbetreiber EDMO rudert zurück - nur noch
Flugzeuge bis 25 Tonnen |
Die Presse berichtet,
dass die EDMO den Betrieb von Geschäftsreiseflugzeugen nur
noch bis zu einem Maximalgewicht von 25 Tonnen abfertigen
will. Der Antrag auf die Zulassung von Flugzeugen bis 50
Tonnen soll entsprechend beim Luftamt Südbayern geändert
werden. Der Geschäftsführer der EDMO - Edwin Grabherr -
begründet die Reduzierung mit dem Hinweis, dass "man
keinen Frachtflug oder Linienflug in Oberpfaffenhofen
anstrebe".
Die Reduzierung des maximalen
Flugzeuggewichts von 50 auf 25 Tonnen bei gleicher Zahl der
Flugbewegungen hat keinen positiven Einfluss auf die
Lärmbelastung im Einzugsbereich des Flughafens. Flugzeuge mit
einem Maximalgewicht von 25 bis 50 Tonnen sind in Prinzip
genauso laut, wie Flugzeuge der 25 Tonnen-Klasse. Der
Schritt der EDMO ist der Versuch, den vom Fluglärm
betroffenen Bürgern ein Beruhigungspille zu geben.
Die Beschränkung der Hubschrauberflüge an
Sonn- und Feuertagen ist ein kleiner Schritt in die richtige
Richtung. Sie steht allerdings im Widerspruch zu früheren
Aussagen der EDMO, nachdem die Hubschrauberflüge als
Lufttaxiflüge dienen. Damit ist natürlich die Verbindung zum
Flughafen München gemeint. Die Öffnung des Sonderflughafens
für Geschäftsreiseflüge an Sonn- und Feiertagen ist nach
Aussagen der EDMO nachfragebedingt notwendig. Die
Beschränkung des Hubschrauberverkehrs auf Werktage ist dann
nicht mehr schlüssig.
| 4. Dezember
2007: Verunsicherung über Flugrouten am Sonderflughafen
Oberpfaffenhofen |
Die Presse berichtet,
dass es eine Grundsatzentscheidung des Luftfahrt-Bundesamtes
gibt, nachdem die betroffenen Bürger gehört werden sollen.
Hiermit wird nun ein politischer Nebenkriegschauplatz
eröffnet. Anstatt die Erweiterung des Flugbetriebs zu
verweigern, haben sie den Streit über die An- und
Abflugrouten an die Kommunen verlagert. Das Thema ist jetzt
nicht "für oder gegen die Erweiterung des
Flugbetriebs", sondern wer bekommt den Flugverkehr
aufgebrummt. Der Gewinner ist die EDMO. Die Verlierer sind die
vom Fluglärm betroffenen Bürger der
"Verlierergemeinden".
Die Diskussion mit der deutschen
Flugsicherung über die Betriebszeiten ist ein weiteres Indiz,
für ein intelligent eingeleitetes Störmanöver. Die DFS hat
mit der Genehmigung von Betriebszeiten gar nichts zu tun. Ihre
Aufgabe ist den Luftverkehr zu steuern und nicht
Betriebszeiten fest zu legen.
Es sieht fast so aus, als hätte der
Geschäftsführer der EDMO Edwin Grabherr diesen Plan
ausgeheckt. Als einer der bekanntesten Luftrecht-Juristen in
Deutschland (er schrieb Luftrecht und einen
Luftrecht-Kommentar, war maßgeblich an der Planfeststellung
des Münchner Flughafen beteiligt) weiss er ganz genau, wie
man von den wichtigen Themen ablenken und die Beteiligten mit
unwichtigen Themen beschäftigen kann.
Unser Thema ist: Kein
Geschäftsreiseflugverkehr in Oberpfaffenhofen.
| 4. Dezember
2007: RUAG plant den Bau der Do 228 - Standort im
Aufwind |
Die Presse berichtet,
dass die am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen ansässige
Niederlassung des schweizer Unternehmens RUAG den Bau der
2-motorigen Do 228 plant. Die Do 228 wurde von 1981 bis 1998
in Oberpfaffenhofen gebaut. Nach der Insolvenz der
Fairchild-Dornier erhielt das indische Unternehmen Hindustan
Aeronautics (HAL) die Rechte zum Bau dieses Flugzeugs.
Die RAUG wird die Flugzeuge auf der Basis
der von HAL gefertigten Flugzeugrümpfe herstellen. Dies
betrifft insbesondere Flugzeuge für spezielle Einsätze, wie
bei der niederländischen Küstenwache.
Wir begrüßen dieses Programm der RUAG.
Damit wird wird der Sonderflughafen in seiner ursprünglichen
Widmung als Werftflughafen zunehmend besser genutzt. "Es
ist gut, dass am Flughafen Oberpfaffenhofen ansässige
Unternehmen erfolgreich sind" sagte die Bürgermeisterin
von Weßling - Frau Meyer-Brühl.
|
30. November
2007: BI'en übergeben Protestnote an Ministerpräsident
Beckstein |
|
Die Presse berichtet.
Fluglärmgegner empfangen Ministerpräsident Beckstein
in Herrsching mit einer Protestdemonstration und
übergeben ein Protestschreiben. Beckstein sichert den
Bürgerinitiativen eine genaue Prüfung zu. Beckstein
verwies jedoch auf das Antragsverfahren des Betreibers
des Sondeflughafens EDMO, in das er nicht eingreifen
könne.
In
diesem Protestschreiben fordern die Bürgerinitiativen
wird Beckstein aufgefordert, die Öffnung des
Sonderflughafen Oberpfaffenhofen für den
Geschäftsreiseflugverkehr zu stoppen.
Der Auftritt des
Ministerpräsidenten beim seinem Antrittsbesuch im Haus
der Bayerischen Landwirtschaft wurde von über 20
Vertreten der Bürgerinitiativen mit gemischten
Gefühlen aufgenommen. Er war nicht "so kalt",
wie der ehemalige Wirtschaftsminister Huber in Weßling
und Germering gewesen. Die Herrschinger Bürgermeisterin
Christine Hollacher (Freie Wähler) empfand den Auftritt
des Ministerpräsidenten dennoch bemerkenswert,
insbesondere seine Zusage der Prüfung der
Angelegenheit. Die Bürgermeister aus den
Nachbargemeinden standen ebenfalls in Beckstein's Nähe.
|

Ministerpräsident
Beckstein in Herrsching
|
Die angestrebte
Normenkontrollklage gegen das
Landesentwicklungsprogramm (LEP 2006) wegen der
geplanten Stationierung des
Geschäftsreiseflugverkehrs, sprachen die
Bürgermeister nicht an. |
|
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30. November
2007: Über 77% der Germeringer sind gegen
Geschäftsflieger in Oberpfaffenhofen |
Der
Germeringer Bürgermeisterkandidat Andreas Haas führte vor
ein paar Wochen in Germering "die größte
Bürgerbefragung aller Zeiten" durch. Das Ergebnis zur
Stationierung der Geschäftsflieger und des
Geschäftsreiseflugverkehrs auf dem Sonderflughafen in
Oberpfaffenhofen fiel klar aus
77,47% der Bürger in Germering sind gegen
die Stationierung der Geschäftsflieger
|
30. November
2007: Wirtschaftsausschuss im Landtag billigt das
Maisacher Konzept |
Am 29.
November 2007 hat sich der Wirtschaftsausschuss im Bayerischen
Landtag auf Antrag des Gröbenzeller Abgeordneten Reinhold
Bocklet (CSU) für das Maisacher Konzept entschieden. Das
Maisacher Konzept sieht die Nachfolgenutzung des aufgelassenen
Fliegerhorstgeländes ohne Flugbetrieb vor. Auf diesem
Gelände soll ein Fahrertrainingszentrum von BMW, die
Traberrennbahn und ein Trainingszentrum die die Polizeischule
in Fürstenfeldbruck angesiedelt werden.
Nach Ansiecht des
Landtangsabgeordneten Reinhold Bocklet ist das Ende des
Flugbetriebs abzusehen. Ganz sicher stehe es noch nicht. Im
Landesentwicklungsprogramm (LEP 2006) wurde die Option
festgelegt, das aufgelassene Gelände des Fliegerhorstes
weiterhin für die Stationierung der allgemeinen Luftfahrt
vorzusehen.
Mit dem Beschluss des
Wirtschaftsausschusses wird die Staatsregierung aufgefordert
den Vorbehalt für die Nutzung des Fliegerhorstgeländes für
die Stationierung der allgemeinen Luftfahrt aufzuheben. Damit
wären auch die Hürden zum Verkauf des Fliegerhorstgeländes
an die Investoren für die Nachfolgenutzung geebnet.
Es hat über
15 Jahre gebraucht, um diesen Stand zu erreichen. Wir hoffen,
dass die nächsten Entscheidungen innerhalb relativ kurzer
Zeit getroffen werden, um den Weg zu einer sinnvollen und vor
allem lärmschonenden Nutzung des Fliegehorstgeländes zu
kommen.
| 23. November
2007: Neue Planungshürde für Nacholgenutzung des
Fliegerhorstes in FFB |
Die Presse berichtet,
dass für die Planung der Traberrennbahn ein zusätzliches
Raumordnungsverfahren eingeleitet werden muss. Dies ist das
Ergebnis zu einer Änderung des Flächennutzungsplanes für
die Nachfolgenutzung des nicht mehr von der Bundeswehr
benötigten Flugplatzgeländes.
Die Regierung von Oberbayern hat die
Gemeinde Maisach darauf hingewiesen, dass das Vorhaben einer
landesplanerischen Überprüfung des Verfahrens bedürfe. Der
Landtagsabgeordnete Reinhold Bocklet (CSU) hält dieses
Verfahren für ein "reines Routineverfahren".
Wir stehen dieser Entwicklung aus
folgenden Gründen sehr skeptisch gegenüber:
- Es fällt auf, dass nur der Bereich
der Trabrennbahn vom Raumordnungsverfahren betroffen
ist.
Warum sind die Bereiche des Fahrertrainingszentrums von
BMW und das Trainingszentrum der Polizei nicht betroffen?
- Wird ein Raumordnungsverfahren für
diese Bereiche zu einem späteren Zeitpunkt gefordert, um
die Investoren zu verärgern und sie zur Aufgabe der
Pläne zwingen?
- Verzögerungen bei den Raumordnungs-
und Planfeststellungsplänen nutzen nur den Fliegern. Nach
unserer Erfahrung ist die Regierung von Oberbayern Flieger
freundlich.
|
19. November
2007: Fluglärm dämpft Kaufinteresse an Immobilien und
gefährdet deren Preise |
Die Presse
berichtet über eine sinkende Nachfrage an Immobilien in
Gemeinden, die zunehmend vom Fluglärm betroffen sind. Nach
Informationen des Maklerverbands IVD werden von Interessenten
für Immobilien in den Landkreisen Starnberg,
Fürstenfeldbruck und Dachau zunehmend Fragen nach den
Auswirkungen des Fluglärms gestellt.
Die Bürgerinitiative
"Germeringer gegen Fluglärm e.V." sehen die
Befürchtung bestätigt, das die Öffnung des Sondeflughafens
Oberpfaffenhofen für den Geschäftsreiseflugverkehr zum
Wertverlust von Immobilien im Einzugsbereich des Flughafen
führt. Bereits im Vorfeld der Genehmigung des
Geschäftsreiseflugverkehrs meiden Käufer und Mieter die
Region.
Bürger im Umfeld des
Sonderflughafen müssen Wertverluste hinnehmen, während die
EDMO Gewinne einstreicht. Das Versprechen der EDMO, dass die
Immobilienwerte in Anbetracht des Geschäftsreiseflugverkehrs
steigen, entlarvt sich nun als "Täuschung".
An dieser Situation ändert sich auch nichts durch die
Stellungnahme des Sprecher der EDMO Thomas Warg, nachdem die
Immobilienwerte bei Einhaltung der im Lärmgutachten
festgestellten Lärmpegel nicht beeinflusst werden. Die
Interessenten für Immobilien und der Markt sehen dies anders.
Hier kann man nur fragen, wo der
Sprecher der EDMO seine Unkenntnis über den Immobilienmarkt
erworben hat.
| 15. November
2007: Talk-Fernsehsendung von München tv - Sprüche zum
Fluglärm |
Am 15. November fand eine
Fernseh-Talkshow der privaten Fernsehsenders München tv zum
Thema Sonderflughafen Oberpfaffenhofen statt. Bemerkenswert
sind folgende Sprüche des ehemaligen Dornier Testpiloten
Dieter Thomas:
-
“
… zum Wort Fluglärm: Inzwischen machen Flugzeuge nur
noch Geräusche. Moderne Flugzeuge sind so leise
geworden, dass man das nicht mehr als Lärm bezeichnen
kann .“
-
“
… wir werden in Zukunft nichts mehr hören – wir
werden in Zukunft, schon in 20 bis 30 Jahren nur noch den aerodynamischen
Lärm hören .“
-
“
Eine Region wie München braucht nicht nur einen
Flughafen im Erdinger Moos und Oberpfaffenhofen als
zweiten, man braucht einen dritten in Fürstenfeldbruck,
einen vierten in Oberschleissheim und dann wo Neubiberg
war, braucht man auch einen - das braucht man ! “
-
“
… die Ruhe um uns, die Idylle, die macht das
Problem, dass jedes Geräusch was ungewöhnlich ist und
mich ablenkt .“
Kurz gesagt, der Fliegerexperte
meint, dass Flugzeuge keinen Lärm mehr verursachen, Flugzeuge
in 20 Jahren fast geräuschlos schweben werden und München 4
Flughäfen braucht, um weiterhin für die Bürger attraktiv zu
sein.
Es sieht eher so aus, als leide
Herr Thomas unter Lärmentzugserscheinungen, als dass seine
Sprüche die reale Situation beschreiben.
|
14. November
2007: Privatjets - Boom der Luxusklasse -
ein Geschäft für die EDMO ? |
Die Presse
berichtet über den Flugbetrieb am Privatflugterminal
("General Aviation") am Münchner Flughafen.
Bemerkenswert ist, dass das Terminal so gut wie menschenleer
ist. Vor der Tür stehen dunkle Limousinen, Männer in
Anzügen huschen über die Gänge und sprechen hastig in ihre
Handys. So könnte es nach der Vorstellung des
Flughafenbetreibers EDMO in Oberpfaffenhofen bald zugehen,
denn die EDMO will den Geschäftsreiseflugverkehr mit Privat-
und Chartermaschinen vom Münchner Flughafen abwerben.
In München starteten von
Januar bis Oktober 2007 etwa 3000 Privatflieger, die von ca.
10 Firmen vermittelt werden. Dies ergibt auf das Jahr
hochgerechnet 3600 Flüge und entspricht weniger als 1% der am
Flughafen München abgewickelten Flüge.
Die Flugzeugindustrie spricht
von einem Boom bei den Privatjets. 2007 sei das vierte
Wachstumsjahr in Folge. In diesem Jahr werden voraussichtlich
1000 Privatjets ausgeliefert. Dieser angeblich seit Jahren
anhaltende Boom kommt in Deutschland wohl nicht an. In
München ist die Anzahl der Flüge der allgemeinen Luftfahrt
stabil mit leichter Tendenz nach unten. Wo
ist da der Boom?
Wir glauben nicht, dass die
EDMO und/oder die EADS (Eigentümerin des Sonderflughafens
Oberpfaffenhofen) in ein Terminal für Geschäftsreiseflieger
investieren, dass den ganzen Tag fast leer steht. Wir sehen im
Antrag auf die Zulassung des Geschäftsreiseflugverkehrs den
Ansatz, den öffentlichen Flugverkehr nach Oberpfaffenhofen zu
bringen, ohne zunächst den Status des Sonderflughafens zu
gefährden. Einer der Vorteile liegt in der zulässigen
Lärmbelastung der umliegenden Wohnsiedlungen, weil das neue
Fluglärmgesetz nicht für Sonderflughäfen ohne einen Linien-
oder Charterflugverkehr gilt. Die zulässigen Lärmgrenzwerte,
insbesondere nachts, sind für Lärmschutzzonen gem.
Fluglärmgesetz niedriger, als an Flughäfen ohne
Lärmschutzzone.
Ein weiterer Grund für die
Abwicklung des Geschäftsreiseflugverkehrs ist die Genehmigung
von größeren Flugzeugen zur Abwicklung von Charter- und
Frachtflügen zu einem späteren Zeitpunkt. Nachdem große
Flugzeuge mit 2 Strahltriebwerken nur wenig lauter sind, als
Geschäftsflugzeuge bis 50 Tonnen Abfluggewicht, kann die
Genehmigung ohne Planfeststellungsverfahren über die Bühne
gehen. Natürlich ohne Mitwirkung der betroffenen Bürger.
|
13. November
2007: Airline wirbt für Personal am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen |
Die Airline
der Haffa Brüder - Air Independence - plant die Stationierung
ihrer Flugzeuge auf dem Sonderflughafen Oberpfaffenhofen. In
einer Stellenanzeige wirbt sie für Personal für die
Standorte München und Oberpfaffenhofen. Die Air Independence
rechnet mit der Genehmigung des Antrags des
Flugplatzbetreibers EDMO im Frühjahr 2008.
Der Sprecher der Air
Independence macht deutlich, dass seine Airline kein
Lufttaxi-Unternehmen ist. Die Flugzeuge werden vielmehr an
exklusive Kunden verchartert. Damit wird auch deutlich, dass
das vom Landtagsabgeordneten Reinhold Bocklet so hoch gelobte
Verbot der Charterluftverkehrs im LEP 2006
(Landesentwicklungsprogramm) für Oberpfaffenhofen bereits vor
der Erteilung der Genehmigung für die Betriebserweiterung
unterlaufen wird.
Die Business-Airline Air
Independence sieht in München nur noch begrenzte
Zukunftschancen. Dies zeigt, dass die Flughafen München im
Grunde nicht an der Abwicklung des Charterluftverkehrs für
Geschäftsreisende und Geschäftsflugzeuge ist.
| 10. November
2007: Mehr niedrig fliegende Flugzeuge |
Die Presse berichtet,
dass der Deutschen Flugsicherung zufolge mit mehr Lärm durch
tief fliegende Flugzeuge zu rechnen ist. Bürger im Landkreis
Dachau müssen sich bei Inbetriebnahme der 3. Startbahn in
München auf mehr und niedriger fliegende Flugzeuge
einstellen. Nach Aussage der DFS (Deutsche Flugsicherung) kann
es jede Gemeinde treffen. Unter dem Fluglärm der Flugzeuge,
die am Flughafen München landen leiden auch Bürger des
Landkreises Fürstenfeldbruck.
Fest steht, dass sich der Fluglärm in
den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau spürbar erhöhen
wird. Bereits im Sommer 2007 haben sich zahlreiche Bürger
über den zunehmenden Fluglärm beschwert.
| 6. November
2007: Unterlagen zur Planfeststellung "3. Startbahn
in München" sind ausgelegt |
Seit Montag, 5. November
2007 sind die Antragsunterlagen der Flughafen München GmbH (FMG)
in den Anrainergemeinden des Flughafens ausgelegt. Insgesamt
sind dies 10.000 Seiten Papier mit 500 Plänen.
Die Regierung von
Oberbayern rechnet mit bis zu 80.000 Einwendungen gegen den
Antrag.
|
22.
Oktober 2007: Informationen über das
Planfeststellungsverfahren 3. Startbahn
|
Die Regierung von Oberbayern hat per
Pressemitteilung die Auslegung der Unterlagen für das
Planfeststellungsverfahren zum Bau der 3. Startbahn in
München (plus zusätzliche Anlagen) angekündigt. Die
Auslegung in den Anrainergemeinden des Münchner Flughafens
erfolgt in den Rathäusern
vom 5. November bis
4. Dezember 2007. Die Einwendungsfrist endet am 18. Dezember
2007.
Weitere Informationen und Links gibt es -
hier.
|
13.
Oktober 2007: Groß-Demonstration in Dachau gegen den
Bau der 3. Startbahn in München
|
Fast 5000 Menschen
protestierten am 13. Oktober 2007 in Dachau gegen den Bau der
3. Startbahn auf dem Flughafen in München. Bereits in der
Ankündigung dieser Demo sprach der Bayerische Rundfunk vom
Protest gegen den Größenwahn. Es war die größte politische
Demonstration, die Dachau je erlebt hat.
Freisings Landrat Manfred Pointer (FW) rief
die Bürger auf, sich nicht von der massiven Propaganda der
Flughafengesellschaft, der Deutschen Lufthansa und dem
Freustaat Bayern einschüchtern zu lassen. "Wir haben
alle Chancen die anstehenden Verfahren zu gewinnen". Vom
5. November bis zum 4. Dezember 2007 werden die Unterlagen des
Planfeststellungsverfahrens für den Bau der 3. Startbahn in
den Rathäusern der Anrainergemeinden des Flughafens zur
Einsicht ausgelegt. Schriftliche Einwendungen sind dann bis
Mitte Dezember 2007 möglich.
Mehrere Redner der
Kundgebungen forderten die Teilnehmer der Demo auf, sich rege
an den Einwendungen zu beteiligen und Dritte aufzufordern,
ebenfalls Einwendungen abzusenden. Das Ziel ist die Zahl der
40.000 Einwendungen gegen das Raumordnungsverfahren deutlich
zu übertreffen.
|
4.
Oktober 2007: Stellungnahme zum Vorschlag der EDMO zu
"Lärm optimierten Abflugrouten"
|
Nach den Protesten der
Bürgerinitiativen, der Gemeinde Seefeld unter Bürgermeister
Wolfram Gum und der Demonstration in Seefeld mit 2000
Bürgerinnen und Bürgern trafen sich die Geschäftsleitung
der EDMO (Betreiberin des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen)
mit Bürgermeister Gum und dem Seefelder Gemeinderat zur
Durchsprache von Lösungsvorschlägen zur Reduzierung der
Lärmbelastung der Menschen, die im Abflugbereich des
Sonderflughafens Oberpfaffenhofen wohnen.
Der Vorschlag der EDMO ist die
Einführung "Lärm optimierter Abflugrouten". Nach
genauer Durchsicht dieses Vorschlags kommt folgendes Ergebnis
heraus:
-
Für Seefeld bringen
die modifizierten Abflugrouten nichts, weil sie sich kaum
von den bisherigen Routen unterscheiden und das Abfliegen
dieser Routen für Piloten kaum praktikabel ist.
-
Für Starnberg bringen
sie eine wesentliche Verschlechterung, weil ca. 60% des
Anflugverkehrs über Starnberg geführt wird. Dies war
bisher nicht der Fall.
-
Es fehlt ein
Lärmgutachten für diese Abflugrouten. Aus diesem Grund
können die Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger
nicht quantifiziert werden.
Wir halten diesen Vorschlag der EDMO als
ein durchsichtiges Manöver, um die Parteien, die den Ausbau
des Sonderflughafen befürworten im Wahlkamp zu unterstützen
und das Problem der Auswirkungen des Fluglärms zu vernebeln.
Unsere Stellungnahmen können Sie -
hier - ansehen und ausdrucken.
|
12.
September 2007: Presse berichtet über die Demo
anläßlich des Besuchs von Erwin Huber
|
Wirtschaftsminister Erwin
Huber hat am 11. September 2007 Befürchtungen von rund 100
Demonstranten vor der Germeringer Stadthalle als
"absurd" zurückgewiesen, der Sonderflughafen würde
ausgebaut, um Linie- und Charterflugzeuge zuzulassen. Dies
stehe im klaren Widerspruch zu den Plänen in München eine 3.
Starbahn zu bauen.
Huber konnte die Sorgen der Fluglärmgegner
nicht ausräumen. Stattdessen fragte er, welche
Fluggesellschaft denn daran interessiert wäre, in
Oberpfaffenhofen zu landen. Es ist nicht die Aufgabe eines
Wirtschaftsministers, Bürger zu fragen, welche
Fluggesellschaft Pläne zur Durchführung von Flügen von zu
nach Oberpfaffenhofen haben. Deshalb wurden Zwischenrufe laut.
Huber wies den Vorwurf der Salamitaktik der
EDMO bzw. der Bayerischen Staatsregierung zurück. Gerade hier
scheint der Wirtschaftsminister nicht richtig informiert zu
sein oder die Strategie zur Durchsetzung der Öffnung des
Sonderflughafens für die allgemeine Luftfahrt bzw. Fracht-,
Linien- und Charterflugverkehr zu verfolgen. Nachdem die EDMO
bereits vor wenigen Jahren ein Planfeststellungsverfahren mit
erheblicher Erweiterung der Betriebsflächen und
Modernisierung der Rollwege durchgezogen hat, ist die
beantragte Zulassung des öffentlichen Reiseflugverkehrs
bereits der 2. Schritt zum systematischen Ausbau des
Flugbetriebs. Hier sehen wir den Beginn einer Salamitaktik.
Ein öffentlicher Luftverkehr wird durch den
Taxiflugverkehr stattfinden, den die EDMO beantragt hat. Mit
Hubschraubern könnte ein Shuttleflugverkehr zwischen
Oberpfaffenhofen und dem Flughafen München eingerichtet
werden, um für die "qualifizierten
Geschäftsflieger" die schnelle Verbindung zu den
Auslandsflügen zu schaffen. Dies bedeutet erhebliche
Lärmbelastungen der Bürger in der Nähe des Flughafens.
Huber redete Klartext:
"Die Fluglärmgegner erwarten, dass er keinen weiteren
Flugbetrieb zulässt. Dies wäre das Ende der Werften und das
Aus der Arbeitsplätze".
Mit diesem Argument liegt
der Wirtshaftminister deutlich neben der Spur. Die im
Münchner Westen aktiven Bürgerinitiativen unterstützen
ausdrücklich den Flugbetrieb, den die an Sonderflughafen
ansässigen Firmen durchführen. Dies gilt auch für
zusätzlichen Werksflugverkehr, der aus dem Wachstum dieser
Unternehmen und neu angesiedelten Unternehmen entsteht. Mit
dieser Politik können nicht nur die Arbeitsplätze am
Standort gesichert werden; es können auch zusätzliche
Arbeitsplätze geschaffen werden.
Die Stationierung der Geschäftsfliegerei
hat mit der Arbeitsplatzentwicklung der Luftfahrtindustrie
nichts zu tun. Nachdem die EDMO plant, 50% der in München
abgewickelten Geschäftsreiseflüge nach Oberpfaffenhofen zu
verlagern, werden durch den Geschäftsreiseflugverkehr in der
Region München kaum zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.
Huber's Leistungsbilanz sieht jedoch nur die
wenigen Arbeitsplätze, die in Oberpfaffenhofen geschaffen
werden könnten. Die hohe Zahl der ins Ausland verlagerten
Arbeitsplätze, die für deutsche Unternehmer durch
Geschäftsflugzeuge schnell erreichbar sein sollen, kümmern
den Wirtschaftsminister Huber wohl nicht. Das gleiche gilt
auch für den Verlust von Arbeitsplätzen im Fünfseenland
durch einen befürchteten Rückgang in der
Tourismus-Branche.
|
5.
September 2007: Bürgerinitiativen rufen zur
Protestaktion am 11.9. in Germering auf
|
11. September 2007:
Wirtschaftsminister Erwin Huber spricht in der Stadthalle in
Germering
Bürgerinitiativen gegen Fluglärm rufen
zur genehmigten Protestaktion gegen den Ausbau des
Sonderflughafens Oberpfaffenhofen anlässlich des Besuchs des
bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber am 11. September
2007 in der Germeringer Stadthalle auf.
Die Protestaktion beginnt
an der Germeringer Stadthalle am 11.9.2007 um 18.30 Uhr.
Die Wahlveranstaltung des Germeringer CSU
Ortsverbandes beginnt im Amadeussaal um 19.30 Uhr.
Erwin Huber ist bekannt, dass er
Flughafenausbauten befürwortet. Dies zeigt sich nicht nur an
seiner Haltung zur beantragten Zulassung des
Geschäftsreiseflugverkehrs in Oberpfaffenhofen, sondern auch
in seiner kompromisslosen Haltung zum Bau der 3. Startbahn am
Flughafen München und dem Bau der Transrapidstrecke zum
Münchener Flughafen.
Die Wahlversammlung der
CSU ist eine gute Gelegenheit, dem Wirtschaftsminister Huber
unbequeme Fragen zu stellen. Weitere
Informationen:
Aufruf zur Protestaktion -
hier | Pressemitteilung zur
Protestaktion -
hier | Brief an Wirtschaftsminister
Huber -
hier
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25. Mai 2007:
Chinesen kaufen deutschen Flugplatz in Schwerin-Parchim
|
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Die Presse berichtet über den Verkauf des Flugplatzes
Schwerin-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) an den
chinesischen Investor Link-Global. Das Unternehmen hat
das Ziel, die 3.000 m lange Start- und Landebahn für
Frachtflüge zwischen China und Deutschland zu nutzen.
Die schweren und lauten Anatov Frachtflugzeuge
"seien gegrüßt".
Schwerin-Parchim ist nicht der erste
deutsche Flughafen, der sich in der Hand ausländischer
Investoren befindet. In Anbetracht der für den
internationalen Fracht- und Passagierverkehr ausreichend
langen Start- und Landebahnen in Oberpfaffenhofen und
Fürstenfeldbruck, besteht auch für diese Flugplätze
eine Attraktivität für ausländische Investoren.
Wir fordern deshalb eine schnelle
und abschließende Lösung für beide Flugplätze:
-
Erhalt des
Status und der Funktion für den Sonderfughafen
Oberpfaffenhofen als Werks- und Forschungsflughafen
und die
-
Realisierung des
Maisacher Nutzungskonzepts für den ehemaligen
Militärflugplatz Fürstenfeldbruck
|

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22.
Mai 2007:
Info-Veranstaltung des Fluglärm e.V. (Gilching) in
Seefeld gut besucht
|
Der Saal des
Bürgerstadls in Hechendorf war am Abend des 22. Mai 2007
wieder gut besucht. Über 250 interessierte Bürgerinnen und
Bürger ließen sich über die weitere Entwicklung des
Sonderflughafens Oberpfaffenhofen und der beantragten
Zulassung des Geschäftsreiseflugverkehrs informieren. Dies
war die 2. Veranstaltung des Gilchinger Fluglärm e.V. zu
diesem Thema.
Knackpunkte der beantragten Flugplatznutzung
für den öffentlichen Geschäftsreiseflugverkehr sind:
-
Die Zahl der von der
Flugplatz-Betriebsgesellschaft EDMO prognostizierten 1.810
zusätzlichen Arbeitsplätze,
die angeblich ohne die
Zulassung des Geschäftsreiseflugverkehrs nicht geschaffen
werden können, ist falsch. 1.650 dieser Arbeitsplätze
können bereits mit der derzeit güligen Genehmigung als
Sonderflughafen geschaffen werden.
-
In den 160 zusätzlichen Arbeitsplätzen
sind Arbeitsplätze zur Verwaltung und Dienstleistungen
für die am Flugplatz ansässigen Unternehmen enthalten.
Nach Angaben des Geschäftsführers der EDMO, Herr
Grabherr, will die EDMO durch den zusätzlichen
Flugbetrieb ihren Betriebsverlust verringern. In
Wirklichkeit wird der Verlust um mehrere Millionen EUR
erhöht. Der Break-Even-Punkt für 160 zusätzliche
Arbeitsplätze zur Abwicklung des
Geschäftsreiseflugverkehrs liegt bei über 120.000 Flugbewegungen pro
Jahr.
Andere Flugplätze, wie Frankfurt, Egelsbach und
Düsseldorf wickeln den Geschäftsreiseflugverkehr mit
Businessjets mit wesentlich geringerem Personal ab. Für
die EDMO ergeben sich ca. 12 - 15 zusätzlich benötigte
Arbeitsplätze. Die EDMO plant die Hälfte der
Geschäftsflüge von München II nch Oberpfaffenhofen
abzuziehen. Setzt man die bei anderen Flughäfen üblichen Betriebskosten / Zahl der
Arbeitsplätze an und berücksichtigt, dass dass in
München entsprechend Arbeitsplätze verloren gehen,
bleibt also nur eine hohe einstellige Zahl von
Arbeitsplätzen, die durch die Aufnahme des
Geschäftsreiseflugverkehrs in der Region München geschaffen werden.
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Der
Geschäftsreiseflugverkehr bringt noch keine 10
zusätzliche Arbeitsplätze
|
Mehr Informationen gibt
es hier:
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22. Mai 2007:
Bürgerinititiative befürchtet die Genehmigung des Verkehrslandplatzes
FFB
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Die Presse berichtet: Die Bürgerinitiative gegen Fluglärm
e.V. in Maisach befürchtet, dass das Luftamt Südbayern dem Antrag der
Flugplatz Betriebsgesellschaft entsprechen und den Flugbetrieb auf dem
aufgelassenen Flugplatzgelände in Fürstenfeldbruck genehmigen wird.
"Das Luftamt hat bisher noch jeden Antrag genehmigt oder nur mit geringen
Auflagen versehen" stellt Norman Dombo, Vorsitzender der BI gegen
Fluglärm Maisach (BI), fest.
Norman Dombo kündigt gerichtliche Klagen gegen eine
Genehmigung aus folgenden Gründen an:
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Der Flugplatz wird nicht entsprechend
den gesetzlichen Vorgaben konvertiert. Es handelt sich um eine
Teilkonversion, bei der ein Teil des Flugplatzgeländes nicht mehr für
die Luftfahrt genutzt werden soll. Damit ist der Sinn einer Konversion
verfehlt, nachdem das vom Steuerzahler finanzierte Eigentum der Bundeswehr
erhalten und von einem privatem Träger erhalten werden soll.
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Die Betriebsgesellschaft ist
nicht Eigentümer des Flugplatzgeländes. Sie hat auch gem. ihres eigenen
Geschäftsplans keine finanziellen Mittel, um das Gelände zu kaufen.
Damit kann sie auch keine Enteignung des Eigentums von der BIMA
anstrengen, denn bei einer Enteignung muss der Nutzer die Entschädigung
an den enteigneten Eigentümer in Geld bezahlen.
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Der Präferenzstatus für Konversionen
von Militärflugplätze in Zivilflugplätze gilt nur dann, wenn der ganze
Flugplatz von einem zivilen Träger übernommen wird. Die FFB
Betriebsgesellschaft will jedoch nur ein Drittel der Betriebsfläche und
weniger als 50% der Landebahn übernehmen. Damit entfällt bereits der
Präferenzstatus für den Entfall eines Planfeststellungsverfahrens.
Im übrigen ist die Verkleinerung des Flugplatzgeländes eine wesentliche
Änderung des Flugplatzes, die für eine Genehmigung ein
Planfeststellungsverfahren voraussetzt.
Den Ausbau des Zivilflugplatz mit der Ansiedelung "luftafiner"
Gewerbeunternehmen auf einem zukünftigen "Verkehrslandeplatz
Fürstenfeldbruck" kann sich der Geschäftsführer der FFB Flugplatz
Betriebsgesellschaft - Herr Boehl - aus dem Kopf schlagen. Die Gemeinde
müsste wohl nur Einrichtungen zur Abwicklung des Flugbetriebs dulden, nicht
jedoch Produktionsstätten für Flugzeuge, Flugzeugteile oder
Reparaturbetriebe für Flugzeuge, Motoren, usw. Damit entfällt für die
Flieger eine wichtige Voraussetzung zur Schaffung von zusätzlichen
Arbeitsplätzen, die dann woanders in der Republik entstehen werden.
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19. Mai 2007:
Zivilflieger rechnen mit der Genehmigung des
Flugbetriebs in FFB
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Die Presse berichtet über den Plan des
Luftamts Südbayern, dem Antrag der FFB Betriebsgesellschaft zu entsprechen
und die Nachfolgenutzung des aufgelassenen Militärflugplatzes als
Verkehrslandeplatz mit Sofortvollzug zu genehmigen. Der Vorsitzende des
Fliegerclubs München - Michael Jost - geht davon aus, dass die Bundesanstalt
für Immobilienangelegenheiten (Bima) der Betriebsgesellschaft das dafür
notwendige Grundstück zur Verfügung stellt. Dabei beruft er sich auf das
übliche Konversionsverfahren, nachdem die fliegerische Nutzung Vorrang vor
allen anderen Nutzungen hat.
Die Flieger bieten der
Gemeinde Maisach einen Kompromiss an, nachdem sich BMW, die
Traber, das Sportzentrum und die Umgehungsstraße auf dem von
den Flieger nicht genutztem Gelände untergebracht werden
können. Hiermit biedern sich die Flieger wiederholt mit
faulen Angeboten an. Sie versucht hiermit lediglich ihre
schwache Rechtsposition durch die Zustimmung der Gemeinde zum
Flugbetrieb aufzubessern. Ein Kompromissangebot ist dies
nicht.
Für den Verkehrslandeplatz werden nach den Plänen der
Betriebsgesellschaft nur 85 der 245 ha Gelände benötigt. Deshalb strebt die
Betriebsgesellschaft einen Kompromiss mit der Gemeinde Maisach an, um dennoch
den Bau der Trabrennanlage und die Ansiedelung von BMW mit ihrem
Fahrertrainingszentrum zu ermöglichen. BMW müsse allerdings ihre derzeitigen
Pläne "in die Tonne treten".
Die beiden Vertreter der Betriebsgesellschaft - Andreas
Böhl und Michael Jost - geben an, dass es für Konversionen eines
Flugplatzes, der von der Bundeswehr aufgegeben wird eine Vorrangposition für
dessen Nachfolgenutzung als zivilen Flugplatz gibt. Sinn dieser Regelung ist
der Erhalt der vom Steuerzahler geschaffenen Infrastruktur-Einrichtungen.
Genau dies ist in FFB nicht der Fall. Es sollen nur 1/3 des Geländes und die
Hälfte der Landebahn genutzt und im Bestand gesichert werden. Damit wird das
Ziel der Bestandssicherung der Flugplatzanlage verfehlt. Hierbei handelt es
sich allenfalls um eine Teilkonversion, die im Luftrecht nicht als
Vorrangnutzung für zivile Flugplätze ausgewiesen ist. Außerdem soll der
Flugplatz in seinem Bestand wesentlich verkleinert werden. Dies ist eine
wesentliche Änderung der Flugplatzanlage, die nach dem Luftrecht erst nach
der Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens genehmigt werden darf.
Die Flieger berufen sich auf das LEP
(Landes-Entwicklungsprogramm). Nach der im vergangenen Juli im
Bayerischen Landtag verabschiedeten Fassung des LEP soll
(es steht nicht muss drin
!!) in jeder Region ein Verkehrslandeplatz für die allgemeine
Luftfahrt zur Verfügung stehen. Die "Region 14"
(München und umliegende Landkreise) wird bereits mit
Jesenwang bedient. der Sonderflughafen Oberpfaffenhofen hat
den Geschäftsreiseflugverkehr mit Flugzeugen ab 2 t
Abfluggewicht beantragt. Damit decken die
Landeplatzkapazitäten der beiden Flugplätze die Nachfrage
ausreichend ab (es gibt auch keinen seit 1992 dauernden
Aufschrei der Flieger wegen fehlender Landeplätze). Einen
dritten Flugplatz innerhalb von weniger als 12 km zu Jesenwang
und Oberpfaffenhofen wird offensichtlich wegen der fehlenden
Nachfrage nicht benötigt. Dass der Flugplatz in der
Begründung des LEP erwähnt wird bedeutet gar nichts. Der CSU
Landtagsabgeordnete Reinhold Bocklet musste sich im Landtag
darüber belehren lassen, dass der Text in der Begründung
"Makulatur" ist. Nur der Text im "LEP-Ziel"
und nicht in der "LEP-Begründung" ist eine
verbindliche Rechtsverordnung.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht kann
der Flugplatzbetrieb über Jahre nicht wirtschaftlich geführt werden. Es
fehlt schlicht an der Nachfrage nach Flugbewegungen und Abstellmöglichkeiten
für Flugzeuge aus folgenden Gründen:
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Der Flugzeugbestand der beantragten Flugzeugklassen geht
seit Jahren zurück (ca. 10% seit 1995)
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Der Bestand der Inhaber von Fluglizenzen ging im gleichen
Zeitraum um den gleichen Faktor zurück
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Wegen der in den vergangen Jahren drastisch gestiegenen
Betriebskosten nimmt die Zahl de Flugbewegungen in der Klasse bis 5,7 t
ständig ab. Lediglich die Zahl der Starts und Landungen von
Ultraleicht-Flugsportgeräten (ungeeignet für Geschäftsreisen) nehmen
zu. Dieser Trend ist auch in Jesenwang sichtbar.
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Auch bei der Stationierung von Flugzeugen nimmt ab. Aus
diesem Grund werden in der Zukunft weniger anstatt mehr Abstellflächen
benötigt.
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Die Ausweitung des Flugbetrieb
auf einen Verkehrslandeplatz in FFB geht zu Lasten anderer Flugplätze
in der Region. Damit kommt es zur "Kannibalisierung"
bestehender Flugplatzbetriebe in der Umgebung mit der Konsequenz von
Umsatzverlusten bei den Flugplatzbetreibern, Abbau von Arbeitsplätzen
und Verlust an Steuereinnahmen.
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Völlig offen ist die Entwicklung des Flugverkehrs. Im Jahr
2006 gab es am Flugplatz FFB 9.776 Flugbewegungen, davon ca. 2.300 auf dem
Teil des Verkehrslandeplatzes (also durchschnittlich 6 Starts oder Landungen
pro Tag). Die restlichen 7.500 Flugbewegungen kommen von der
Sportfluggruppe. Bei solch niedrigem Verkehrsaufkommen ist wohl kaum mit einem
wirtschaftlichem Flugbetrieb zu rechnen. In Anbetracht der ständig
abnehmenden Flugbewegungen für Geschäftsflugzeuge bis 5,7 t fragt sich, wie
die FFB Betriebsgesellschaft die geplante 17-fache Zahl an Starts und
Landungen realisieren will. Es muss damit gerechnet werden, dass die FFB
Betriebsgesellschaft das Flugplatzgelände nicht bezahlen kann und auf
Subventionen aus Mitteln des Steuerzahlers angewiesen ist, um den öffentlichen
Flugplatzverkehr (Verkehrslandeplatz) aufrecht zu erhalten.
Die Ansiedlung von mehreren Luftfahrtbetrieben ist mehr als
fragwürdig, nachdem Herr Boehl bereits den Umzug eines Flugzeugherstellers
mit 600 Arbeitsplätzen
von Wienerneustadt nach FFB ankündigte. Recherchen der Zeitung ergaben, dass
dieser Hersteller von dieser Umsiedelung nichts wusste und auch kein Plan
besaß. Mit der Ansiedelung von weiteren Betrieben sollte Herr Boehl
vorsichtig disponieren. Die Konversion als Vorrang-Nutzung gilt nur für den
derzeitigen Bestand des Flugplatzgeländes. Die Planungshoheit für die
Ansiedelung von weiterem Gewerbe liegt bei der Gemeinde Maisach, die mit
Sicherheit kein Gewerbegebiet unter der Regie der Flieger genehmigen
wird.
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14. Mai 2007:
Bürgermeister Reich (Gilching) outet sich als DLR-Pilot
und Flug-Fan
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Die Presse berichtet
über den Empfang anlässlich des Innovationstages in
Oberpfaffenhofen mit Ministerpräsident Edmund Stoiber, an dem
der Gilchinger Bürgermeister Reich teilnahm. Gleich nach
diesem Empfang schlüpfte er in seine Fliegerkluft mit T-Shirt
der DLR-Fliegergruppe, um als Pilot über das Fünfseenland zu
fliegen. De Gilchinger Bürgermeister hat seit geraumer
Zeit einen Flugschein.
Wir respektieren die Freiheit von Bürgern,
sich für ihr Hobby und Freizeitbeschäftigung zu entscheiden.
Als Bürgermeister hat Herr Reich jedoch die Interessen seiner
Bürger zu vertreten und zu respektieren. Dieses Verhalten
konnten wir leider in der Vergangenheit nicht feststellen,
denn als Flieger-Fan bügelt er alle alternativen Vorschläge
zur Nutzung des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen nieder. Dies
können wir nicht als besondere Tugend, wie es die Gilchinger
Journalistin Uli Singer kürzlich tat, einordnen, sondern als
Ignoranz des Willens und Forderungen seiner Bürger.
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12.
Mai 2007: Großdemonstration gegen die 3. Startbahn in
München
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Gegen
die Zerstörung der Heimat. Unter diesem Motto
veranstaltete das Aktionsbündnis "aufgeMUCkt"
eine Großdemonstration am Münchner Odeonsplatz. Sie war
mit 18.000 Teilnehmern, fast 50 Organisationen,
mehreren Bürgermeistern und Landräten aus dem Münchner
Umland, sowie einer Delegation aus Frankfurt, ein großer
Erfolg.
Mehr Informationen gibt es -
hier
Die Süddeutsche
Zeitung veröffentlicht einen ausführlichen Bericht mit
Hintergrundinformationen im Internet:
http://www.sueddeutsche.de/,ra14m4/muenchen/artikel/63/113949/
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11. Mai 2007:
Presse berichtet über Info-Veranstaltung des Fluglärm
e.V. Gilching am 9.5.2007
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Die Presse berichtet über die
Informationsveranstaltung des Fluglärm e.V. (Gilching) am 9.
Mai 2007 in Gilching-Geisenbrunn und den zunehmenden
Widerstand bei den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis STA.
Mit über 300 Besucher war diese
Veranstaltung sehr gut besucht. Dies zeigt das Interesse der
Bürgerinnen und Bürger an den Planungen der EDMO für den
Ausbau des Flugbetriebs und den damit verbundenen negativen
Auswirkungen und der zusätzlichen Lärmbelastung. Der
Lärmsachverständige Dipl.-Ing. Steger führte aus, dass sich
durch den beantragten Geschäftsreiseflugverkehr die
Lärmbelastung durch strahlgetriebene Flugzeuge versechsfachen
(6x) wird. Die rechnerische Steigerung der Lärmbelastung ist
damit 8 dB(A), also weit mehr eine Verdoppelung, wie bisher
angenommen..
Die Presseberichte konzentrieren sich auf
die Aussagen der Politiker auf dem Podium. Die Argumente und
Sachthemen gegen die Zulassung des öffentlichen
Geschäftsreiseflugverkehr werden leider nur ansatzweise
erwähnt.
Am 22. Mai 2007 findet eine weitere
Informationsveranstaltung des Fluglärm e.V. in Seefeld /
Hechendorf statt.
Im übrigen berichtet die Presse darüber,
dass die Proteste bei den regionalen Politikern bereits
Wirkung zeigen. Immer mehr Christsoziale aus den westlich von
München gelegenen Landkreisen schwenken auf die Linie der
Fluglärmgegner ein. Dies ist ein Erfolg der im Westen von
München aktiven Bürgerinitiativen, die sich gegen den Ausbau
von Flugplätzen wehren. Dieses Thema wird bei den nächsten
Kommunalwahlen mit Sicherheit eine Rolle spielen. Wir bleiben
dran.
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10. Mai 2007:
BR3 berichtet über den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen
und Infoveranstaltung
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Die Bayerische Abendschau berichtete über
die Infoveranstaltung des Fluglärm e.V. (Gilching), die am
Abend des 9. Mai in Gilching/Geisenbrunn stattfand. Der
Bericht begann mit den Plänen der EDMO, den Flugbetrieb durch
die Aufnahme des öffentlichen Geschäftsreiseflugverkehrs
auszubauen.
Der Pressesprecher der EDMO - Thomas Warg -
erklärte, dass die luftrechtliche Genehmigung 800 neue
Arbeitsplätze schaffe, was von uns ernsthaft bezweifelt wird.
Nach Berichten in der Presse muss die EDMO
möglicherweise in den nächsten Monaten auf die auf dem
Flughafengelände ansässige AERO-Bildungs-GmbH verzichten.
Die AERO-Bildung wird demnächst in das Gilchinger
Gewerbegebiet umziehen. Der Geschäftsführer der
AERO-Bildungs-GmbH - Robert Voit - fiel bei der RUAG -
Demonstration und der Mahnwache vor der RUAG als besonders
aktiver Fürsprecher für den Ausbau des Flughafens auf.
Deshalb wundert es uns doch sehr, dass sein Unternehmen
plötzlich vom Flughafen desertieren will.
Demnächst gibt es halt weniger
Arbeitsplätze auf dem Flughafen, dafür mehr im benachbarten
Gewerbegebiet. Uns stört dies nicht.
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24. April 2007:
Ankündigung Info-Veranstaltung am 9. und 22. Mai 2007 -
SFH Oberpfaffenhofen
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Was wird aus dem Sonderflughafen
Oberpfaffenhofen?
Besuchen Sie die Informationsveranstaltungen
des Fluglärm e.V. - Verein Fluglärm e.V. –
Interessengemeinschaft zur Erhaltung der Lebensqualität im
Naherholungsgebiet Fünfseenland am
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9. Mai 2007 um 19.30 Uhr in Gilching -
Gaststätte Geisenbrunn, Tonwerkstraße 3 und
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22. Mai 2007 um 19.30 Uhr in
Hechendorf, Bürgerstadl, Schlagenhofener Weg
Veranstaltungsprogramm:
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Begrüßung – 1.
Vorsitzender Rudolf Ulrich
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Aktuelle Situation:
Entwicklung/Risiken/Arbeitsplätze – Dipl. Ing. Thomas
Möller
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Recht und Immobilien – RA
Andreas Burnhauser
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Lärmbelastung – Dipl.
Ing. Gerhard Steger
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Belastung für Wasser und
Luft – Prof. Dr. Hubert Miller
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Podiumsdiskussion mit Landes- und
Kommunalpolitikern
Mehr
Informationen gibt es im Flugblatt zur Einladung - hier
Mehr
Informationen zur Situation am Sonderflughafen
Oberpfaffenhofen gibt es - hier
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3.
April 2007: Umweltbundesamt verkündet "Tag gegen
Lärm" am 25.4. 2007
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Kaum ein Bürger
oder eine Bürgerin bleibt in Deutschland von Lärm
verschont. Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA)
zeigen, dass etwa 13 Millionen der Einwohnerinnen und
Einwohner mit Geräuschpegeln belastet sind, die deutliche
lärmbedingte Gesundheitsrisiken und zunehmende Schlafstörungen
verursachen.
„Es ist höchste Zeit für
eine Trendwende bei der Lärmbelastung der Bevölkerung.
Denn: Lärm ist nicht nur lästig – er kann auch krank
machen.“ Die Europäische Umgebungslärmrichtlinie ist
mit der vorgesehenen Information und Beteiligung der
Bevölkerung wichtig, um die menschliche Gesundheit besser
vor Lärm zu schützen. „Wir müssen mehr gegen die
Lärmbelastung unserer Bevölkerung tun. Noch herrscht zu
viel Ruhe um den Lärm“, so UBA-Chef Andreas Troge.
Studien für das UBA (Umweltbundesamt)
zeigen, dass Verkehrslärm zunehmend Schlafstörungen
verursacht und sich das Risiko erhöht, besonders an Störungen
des Herz-Kreislauf-Systems zu erkranken:
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So untermauert eine im UBA
erarbeitete Literaturstudie den Zusammenhang zwischen
Straßenverkehrslärm und Herzinfarkten: Das Risiko,
einen Herzinfarkt zu erleiden, steigt bei Männern um
etwa 30 Prozent, falls sie längere Zeit in
Gebieten mit hohem Verkehrslärm wohnen, deren
mittlerer Schallpegel im Außenbereich am Tag über 65 Dezibel
dB(A) liegt.
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Zwischen Fluglärm
und erhöhtem Arzneimittelverbrauch besteht
ein direkter Zusammenhang. Dies ist das Ergebnis einer
epidemiologischen Studie für das UBA, die im
Umfeld eines deutschen Flughafens mit Nachtflugbetrieb
Daten von mehr als 800.000 Personen analysierte.
Demnach führt Fluglärm dazu, dass die Betroffenen häufiger
den Arzt aufsuchen und die Ärzte diesen mehr
Medikamente verschreiben.
Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse
spiegeln sich auch in Umfragen zur erlebten Lärmbelästigung
der Bevölkerung im Wohnumfeld wider: Die Befragten stufen
den Straßenverkehrslärm regelmäßig als größte Störung
ein - vor anderen Faktoren, wie Autoabgase und Abwässer
von Fabriken. Auch die kontinuierlich durchgeführte
Online-Lärmumfrage des UBA zeigt diese Relevanz: 60 Prozent
der Teilnehmerinnen und Teilnehmer fühlen sich vom Straßenverkehrslärm
wesentlich belästigt.
Mehr Informationen im Internet: http://www.uba.de/uba-info-presse/2007/pd07-022.htm
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3.
Oktober 2006: Mahnwache am Sonderflughafen
Oberpfaffenhofen am 6. Oktober - 16.00 Uhr
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Am Freitag, 6. Oktober 2006
findet um 16.00 Uhr vor der Flughafeneinfahrt des
Sonderflughafens Oberpfaffenhofen eine Mahnwache
"mit Pauken und Trompeten" statt.
Die Mahnwache soll dem
Flugplatzbetreiber und den verantwortlichen Politikern
nochmals verdeutlichen, dass die von der EDMO beantragte
Aufnahme des öffentlichen Passagier-Luftverkehrs unter
dem Deckmantel des "qualifizierten
Geschäftsreiseflugverkehrs" nicht nur das der
Erholung und dem Fremdenverkehr gewidmete Fünf-Seenland
zerstört, sondern auch die Ansiedelung von
Hightech-Unternehmen verhindert, die auf eine ruhige
Umgebung wegen der überwiegend geistigen Arbeit
angewiesen sind.
Die Mahnwache ist als Demonstration
angemeldet. |

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