Aktionsbündnis gegen Fluglärm München West  -  Bürgerinitiative  -  Bürgervereinigung  -  allgemeine Luftfahrt  - Flugplätze

Aktionsbündnis gegen Fluglärm - Bürgerinitiative Bürgervereinigung - Oberpfaffenhofen Fürstenfeldbruck Weßling Gilching Jesenwang Maisach München West Kein Ausbau der Flugplätze - Sonderlandeplätze - Sonderlandeplatz - Flugplatz - Sonderflughafen im Westen von München - Fluglärm Lärmbelästigung Arbeitsplätze Tourismus allgemeine Luftfahrt Luftverkehr

 



 

 
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15. September 2008: Umweltminister Dr. Bernhard: "Oberpfaffenhofen die Flügel gestutzt"

Der München-Aubinger Landtagsabgeordnete und Umweltminister Dr. Otmar Bernhard versendete kürzlich ein Rundschreiben an die Bürger von München-Aubing-Lochhausen-Langwied. In diesem Schreiben stehen falsche Fakten, die wir in einem Schreiben an den Umweltminister vom 15.9.2008 aufgegriffen haben.

Pikant ist, dass dieses Schreiben von Herrn Dr. Bernhard aus dem Umweltministerium stammt und der Steuerzahler für diese Desinformationsaktion wohl auch noch aufkommen muss.

Rundbrief des Dr. Bernhard - hier -                       Unser Antwortschreiben - hier - 

14. September 2008: Demonstration in München-Aubing - Sonderflughafens Oberpfaffenhofen 

Der SPD-Ortsverein München-Aubing veranstaltet parallel zur Wahlveranstaltung der CSU mit Besuch des Ministerpräsidenten Beckstein und Umweltminister Ottmar Bernhard im Aubinger Festzelt. 

An dieser Demonstration nahmen über 200 Bürgerinnen und Bürger aus dem Münchner Westen und den Fünfseenland teil.

Bilder dieser Demonstration gibt es - hier - 

6. September 2008: Großdemonstration gegen den Ausbau des Münchner Flughafens

Rechtzeitig vor der bayerischen Landtagswahl trafen sich am 6. September 2008 bei bestem Herbstwetter in München über 10.000 Demonstranten gegen den Ausbau des Münchner Flughafens, den Bau der 3. Startbahn und viele Verkehrsprojekte in Bayern, die Lärm und Schadstoffe verursachen sowie die bayerische Natur zerstören.

Zum Protest haben das Aktionsbündnis gegen den Bau der  3.Startbahn "aufgeMUCkt" und der Bund Naturschutz Bayern aufgerufen. Trotz der noch andauernden Ferien in Bayern kamen 10.000 zur Demonstration und den Kundgebungen. Neben den 62 im Aktionsbündnis "aufgeMUCkt" zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen kamen viele Gruppen aus dem Münchner Westen, Fünfseeland, von Niederbayern bis zum Bayerischen Wald und Unterfranken.

Die Presse berichtet, dass der CSU-Parteivorsitzende Huber am gleichen Tag nochmals die Pläne zum Ausbau des Flughafens in München verteidigte: "Der Flughafen ist von zentraler Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Bayern und den Erhalt und Sicherung von Arbeitsplätzen in Bayern".

Nachdem Baden-Württemberg in fast allen Disziplinen die "Nummer 1" in Deutschland ist, hat die dortige Landesregierung beschlossen, keine 2. Startbahn zu bauen. Dies wird den Schwaben bestimmt nicht schaden. Dort wird nämlich das Geld in Schulen und die Bildung gesteckt. Die Schwaben sind die ungeschlagene "Nummer 1" in der Pisa-Studie, während Bayern in den vergangenen Jahren auf Platz 4 abstieg. 

Um die Zukunft in Bayern zu sichern, muss die 3. Startbahn in München da enden, wo sich der Transrapid befindet - nämlich in der Tonne.  

Bilder von der Großdemonstration - hier - 

25. Januar 2008: Landtag entscheidet über die Nachfolgenutzung des Fliegerhorstes FFB

Der Bayerische Landtag entscheidet am 30, Januar 2008, spätestens Mitte Februar 2008, über die Nachfolgenutzung der von der Bundeswehr aufgegebenen Flächen des Fliegerhorstes. Nachdem der Wirtschaftsausschuss im Bayerischen Landtag bereits den Beschluss gefasst für das Maisacher Konzept zur Nachfolgenutuzung gefasst hat, ist damit zu rechnen, dass sich die anderen mit dieser Entscheidung betroffenen Landtagsausschüsse diesem Beschluss anschließen werden. In diesem Fall kann von einem Beschluss für das Maisacher Nutzungskonzept ausgegangen werden.

Das Maisacher Nutzungskonzept sieht die Ansiedelung des BMW Fahrertrainingszentrums, der Trabrennbahn, das Fahrtraining für die Polizeischule und eine Umgehungsstraße von Gerlinden / Maisach vor. Eine fliegerische Nutzung des frei gewordenen Flugplatzgeländes ist nicht vorgesehen.

Stimmen aus Abgeordnetenkreisen deuten auf einen Beschluss der Mischnutzung - Flugplatz und Nutzung durch die Unternehmen, die sich auf diesem Gelände ansiedeln wollen hin. Eine solche Lösung würde bedeuten, dass diese Unternehmen sich nicht mehr ansiedeln würden. Nach dem Vorschlag des Flugplatzbetreibers und der Fliegerlobby müsste auch noch zusätzliches Gelände vom Fliegerhorst für diesen Zweck abgegeben werden. Hierzu hat sich die Bundeswehr noch nicht öffentlich geäußert.

Ein Beschluss, die Flieger an Flugplatz anzusiedeln wäre ein Schlag ins Gesicht der vom Fluglärm betroffenen Bürgerinnen und Bürger. Sie würden nicht nur mit dem Fluglärm und den Abgasen belastet, sondern auch damit, dass die Flieger subventioniert werden. Anstatt einen zweistelligen Millionenbetrag für das Gelände von den Investoren für die nicht-fliegerische Nutzung zu bekommen, würden die Flieger lediglich für ein Drittel der Fläche eine Pacht bezahlen. Nach den Plänen der Flieger soll das Gelände nach ca. 10 Jahren zu einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag gekauft werden, sofern dies die Gewinne des Flugplatzbetreibers zulassen. Dies brauchen wir nicht zu hoffen. Die meisten deutschen Verkehrslandeplätze arbeiten defizitär.  
 

24. Januar 2008: Businessjet legt in München Notlandung hin

Die Presse berichtet über eine Notlandung eines Geschäftsreiseflugzeugs auf dem Münchner Flughafen. Die Notlandung wurde durch ein verklemmtes Fahrwerk verursacht. Es entstand Sachschaden.

Die Piloten hatten Glück: Es verklemmte sich das Bugfahrwerk und nicht ein Fahrwerk unter einer Tragfläche. Letzteres hätte in einer Katastrophe enden können. Zur Vermeidung waren zum Zeitpunkt der Notlandung mehrere Feuerwehrzüge auf der Rollbahn in Bereitschaft.

Dieser glimpflich verlaufene Unfall zeigt das Risiko, das Businessjets bei Notlandungen und Unfällen z.B. auf dem Sonderflughafen Oberpfaffenhofen auslösen können:

  • Wo sind denn in Oberpfaffenhofen mehrere Feuerwehrzüge mit Löscheinrichtung für schwere Flugzeuge?
  • Was passiert mit dem Kerosin, das in die auf dem Flughafengelände befindlichen Grundwasserbrunnen eindringt?   

Wenn Sie diese Fragen positiv beantworten können, dann scheint de Sonderflughafen sicher zu sein. Wenn nein, dann ist eine Katastrophe bereits vorprogrammiert.

24. Januar 2008: Seefeld reicht Normenkontrollklage gegen das LEP ein

Die Presse berichtet über die Einleitung eines Normenkontrollverfahrens gegen das LEP (Landesentwicklungs-Programm) durch die Gemeinde Seefeld. Die Klage richtet sich gegen den Plan für die Erweiterung des Flugbetriebs auf dem Sonderflughafen in Oberpfaffenhofen.

23. Januar 2008: Krisengebiet der CSU - Flughafenerweiterung München 

Die Presse berichtet über Problem der CSU im Landkreis Freising. In Freising für die CSU Wahlkampf zu betreiben ist kein Vergnügen. Das Thema "Flughafenerweiterung" beschäftigt die Bürger im Landkreis besonders. Sie wird in der Hauptsache von der CSU-Staatsregierung vorangetrieben. Die Bürger und die CSU in Freising leidet schließlich in der Flughafen-Debatte unter der Arroganz der Staatsminister Faltlhauser und Huber. Deren "großspurigen Sprüche haben das Klima vergiftet" heißt es in diesem Bericht.
 

22. Januar 2008: Änderungsantrag der EDMO für Oberpfaffenhofen ist eine Mogelpackung

Die Presse berichte über den Änderungsantrag der EDMO zum Antrag auf die Zulassung des Geschäftsreiseflugverkehrs auf dem Sonderflughafen Oberpfaffenhofen. Der Flugplatzbetreiber hat überraschend das Gewicht der zugelassenen Flugzeuge von 50 auf 25 Tonnen reduziert.

"Dies ist eine Mogelpackung" - sagt Dieter Belschner, Vorsitzender der Bürgerinitiative "Germeringer gegen Fluglärm e.V.". Die EDMO hat gleichzeitig die Ausnahme von dieser Regelung für die meisten im Verkehr befindlichen schweren Businessjets bis 50 Tonnen maximalem Abfluggewicht ausgenommen. Hierdurch ändert sich die Lärmbelastung der Bürger nicht. Dies stellt der TÜV in seiner Stellungnahme fest.

Eine weitere Täuschung  sei die Rücknahme der Hubschrauberflüge an Sonn- und Feiertagen, die im Segment "Geschäftsreiseflugverkehr" gelten soll. Hubschrauber werden für diese Flüge in der Regel nicht genutzt. Sie dienen dem Taxiluftverkehr, der nicht eingeschränkt ist. Auch hier ändert sich an der Lärmbelastung nichts.

Wir sehen in diesem Änderungsantrag lediglich eine Mogelpackung, die dazu dienen soll, die CSU im Wahlkampf durch "positive Meldungen" zu unterstützen und das Thema "Oberpfaffenhofen" positiver zu belegen. In Wirklichkeit zeigt dies wieder einmal die unseriöse Kommunikation des Flughafenbetreibers.
 

21. Januar 2008: Flugplatz FFB sieht sich als Natur- und Tierschützer

Die Presse berichtet, dass die fliegerische Nutzung des Flugplatzes in FFB ein Beitrag zum Schutz der Natur und der Tiere ist, so der Geschäftsführer der Flugplatz Betriebsgesellschaft - Andreas Boehl. 225 ha des Flugfeldes ist nun bei der EU als FFH-Gelände (Fauna-Flora-Habitat) eingetragen. Nach Aussagen von Herrn Boehl wurde im Rahmen Prüfung des Antrags auf Zulassung des Flugverkehrs nach einer möglichen Konvertierung des Fliegerhorstgeländes durch das Luftamt Südbayern durchgeführt.

Herr Boehl spielt sich wiederholt als Natur- und Tierschützer auf und erweckt den Eindruck, als hätte der Luftverkehr etwas mit Natur- und Umweltschutz zu tun. Gerade die Luftfahrt gehört zu den am meisten kritisierten Umweltverschmutzern aus folgenden Gründen:

  • Propellerflugzeuge verbrennen immer noch stark bleihaltigen Flugbenzin, das im sonstigen Verkehr seit fast 20 Jahre verbannt ist.
  • Propellerflugzeuge haben keinen Katalysator. Dadurch wird die Umwelt besonders stark belastet. Beim Start wird das Gemisch zur Kühlung des Motors angereichert. Es kommt zum Aussstoß des hochgiftigen CO-Gases
  • Der CO2-Verbrauch pro Personenkilometer ist mit keinem Verkehrsmittel so hoch, wie bei Flugzeugen.
  • Über die Lärmbelastung durch den Flugverkehr brauchen wir den Bürgern im Westen von München nichts mehr zu erklären.

Wir erwarten von Herrn Boehl nicht, dass er zum Umweltschützer mutiert. Seine wiederholt vorgetragenen Sprüche zum Thema "Flieger sind Umweltschützer" liegen einfach neben der Spur. Er sollte sich einmal etwas besseres einfallen lassen.   
  

19. Januar 2008: Zivilflieger wollen Abgeordnete im Bayerischen Landtag umstimmen

Die Presse berichtet über eine erneute Anstrengung des Geschäftsführers der FFB Flugplatz Betriebsgesellschaft - Andreas Boehl - die Abgeordneten dazu zu bringen, der fliegerischen Nachfolgenutzung des Fliegerhorstes zuzustimmen. Er versendete Briefe an alle Landtagsabgeordnete.

Nachdem der Wirtschaftsausschuss in Bayerischen Landtag dem Nutzungskonzept der Gemeinde Maisach (nicht-fliegerische Nutzung des Geländes) zustimmte, ist es fraglich, ob sich der Landtag Ende Januar 2008 anders entscheiden wird. Der Berichterstatter des Wirtschaftausschusses und CSU-Abgeordnete des Wahlkreises FFB - Reinhold Bocklet - kündigte an, dass bei der Abstimmung im Landtag beim Vorrang des Maisacher Konzepts bleiben wird.

Wir hoffen, dass der Bayerische Landtag für das Maisacher Konzept stimmt, damit dem Fluglärm in FFB und Maisach endlich ein Ende gesetzt wird.

17. Januar 2008: Nach Memmingen erhält auch der Flughafen Augburg Subventionen
 
Die Bayerische Staatsregierung hat wohl zuviel Geld. Zunächst hatte sie für den Flughafenausbau in Memmingen 7,3 Millionen EUR in Aussicht gestellt, die Zusage für die Fördermittel aber von einer rechtskräftigen Genehmigung des Regional-Airports abhängig gemacht. Der Memminger Flughafen dient der Abwicklung von Ferien-, Geschäfts- und Linienflügen. 

Jetzt ist wohl Augburg dran. Das Bayerische Verkehrsministerium stellt dem Flughafen Augsburg gut 4 Millionen EUR für den Ausbau zur Verfügung. Es soll vor allem der Geschäftsreiseflug entwickelt werden. Mitte 2005 stellte Augsburg den Linienverkehr mangels Verkehrsaufkommen ein. Das Terminal ist so gut wie immer leer. Es fragt sich, was man am Flughafen Augsburg für 4 Millionen EUR anschaffen muss, um Businessjets abzuwickeln. 

Neben den beiden Flughäfen Augsburg und Memmingen wickelt auch der Flughafen München eine seit Jahren konstante, leicht rückgängige Zahl an Geschäftsreiseflügen ab. Auch der Flughafen München erhält regelmäßig Zuschüsse aus den öffentlichen Kassen. 

So bleibt Oberpfaffenhofen als Privatflughafen der EADS / EDMO vorerst ohne Subventionen auf der Strecke. Die Staatsregierung fördert überall kräftig die Entwicklung des Geschäftsreiseflugverkehrs im Wettbewerb zu Oberpfaffenhofen. Ist dies gerecht?

Erinnern wir uns an die Reden des Geschäftsführers der EDMO Edwin Grabherr, in den er zu Tränen rührige 4 - 5 Millionen EUR pro Jahr Verlust der EDMO verkündete (in Wirklichkeit machte sie ca. 50.000 EUR pro Jahr Gewinn). Der Geschäftsreiseflugverkehr war damals die einzige Lösung zur Behebung der angeblichen Betriebsverlusten. Das Jammern des Herrn Grabherr hatte wohl den Zweck, sich nämlich nach der Eröffnung des qualifizierten Geschäftsreiseflugverkehrs für Subventionen aus der bayerischen Staatskasse zu qualifizieren. 

Hier kann doch nur eines gelten: "Gleichheit für alle, denn nur mit Hilfe von Subventionen kann der Geschäftsreiseflugverkehr entwickelt werden" - in Bayern jedenfalls.
 

15. Januar 2008: Streit um Subventionen für Langstreckenflüge in München

Die Flughafen München (FMG) hält weiter an der Subventionierung von Langstreckenflüge ab dem Münchner Flughafen fest. Nach Ansicht der FMG ist das Ziel der "Etablierung einer interkontinentalen Drehscheibe für den Luftverkehr" in München noch nicht erreicht. Deshalb muss durch entsprechende "Marketingmaßnahmen" versucht werden, diese Rolle zu festigen.

Diese Praxis zeigt, dass der Zuwachs des Flugverkehrs in München nicht aufgrund einer erhöhten Nachfrage aus der Region erfolgt, sondern überwiegend durch unternehmerische Strategien zur Konzentration des Luftverkehr (hauptsächlich Umsteigeverkehr) in München. Dies sind rein unternehmerische Gründe, die mit der Verssorgung an Luftverkehrsverbindungen für die Bürger in Oberbayern nichts zu tun haben. 

Der Flughafen München hat genug freie Kapazitäten für ein "organisches Wachstum", wie bereits berichtet. Der Bau einer 3. Startbahn und eines 3. Terminals sind nicht notwendig. Warum soll der Stauerzahler für Investitionen aufkommen, die der Flughafen aus unternehmerischen, nicht gemeinnützigen Gründen verlangt. Wie in anderen Branchen auch, soll er solch Investitionen selbst finanzieren. Wenn er, wie die FMG über Jahre Betriebsverluste produziert und Darlehen aus öffentlichen Kassen nicht zurückbezahlt, dann soll die FMG Pläne für die Flugplatzerweiterung auf Kosten des Steuerzahlers in die Tonne treten. 

15. Januar 2008: Kreistag STA gegen längere Betriebszeiten in Oberpfaffenhofen

Der Starnberger Kreistag sieht im  jüngst modifizierten Antrag der EDMO ein Schritt in die richtige Richtung. Zugleich wird das Luftamt Südbayern aufgefordert, die Anzahl der Flugbewegungen auf 23.000 pro Jahr zu begrenzen. Die EDMO habe kürzlich das maximale Abfluggewicht von 50 auf 25 Tonnen zurückgenommen und will keinen Hubschrauberbetrieb für Geschäftsflüge an Sonn- und Feiertagen zulassen.

Starnberger Politiker haben folgendes noch nicht begriffen:

  • Es lassen sich per Anordnung des Luftamts keine maximal zulässige Zahl an Flugbewegungen festschreiben. Selbst wenn das Luftamt Beschränkungen der Zahl der Flugbewegungen festlegt, genügt ein Antrag der EDMO auf Erhöhung dieser Zahl eine Anschlussgenehmigung mit einer höheren Zahl, sofern ein gewisser Zuwachs an Lärmbelästigung nicht überschritten wird. Es wird der Flughafenbetreiber nicht daran gehindert, immer wieder Anträge auf Erhöhung de Zahl der Flugbewegungen zu stellen.
  • Die EDMO hat zwar die Rückstufung der Tonnage beantragt, gleichzeitig jedoch Ausnahmegenehmigungen für die am meisten verbreiteten schweren Businessjets mit bis zu 50 Tonnen beantragt. Rein faktisch hat sich nichts geändert.
  • Hubschrauber werden für Geschäftsreiseflüge i.A. nicht eingesetzt. Insoweit ist die Rücknahme im Antrag wirkungslos. Der Taxiluftverkehr, der Fluggäste im Nahbereich befördert (z.B. Luftbrücke zum Flughafen München) ist von dieser Rücknahme nicht betroffen. Folglich tut sich auch in Bezug auf Lärmminderung nichts.
  • Es zeigt sich wieder einmal, dass Politiker in Starnberg auf Finten des Flugplatzbetreibers immer wieder reinfallen und grottenfalsche Entscheidungen treffen (oder verdeckt den Flughafenbetreiber unterstützen wollen).  
      
14. Januar 2008: Zulassung der Geschäftsflieger schadet dem Tourismus im Fünfseeland

Die Presse berichtet über den Widerstand des Verkehrsvereins Herrsching gegen die Zulassung des Geschäftsreiseflugverkehrs am Sonderflughafen in Oberpfaffenhofen. Bisher sei die Stimme des Ammersees noch nicht gehört worden. Die Ammerseeanrainer bereiten einen Resolutionsentwurf vor, in dem sie die Staatsregierung auffordern werden, den Antrag des Flughafenbetreibers abzulehnen.

11. Januar 2008: Luftverkehrs-Branche ist keine Jobmaschine !!!

Nach den Daten des Statistischen Bundsamtes ist die Luftfahrtverkehrs-Branche keine "Jobmaschine". So blieben im Zeitraum von 1991 bis 2006 (über 15 Jahre) die Zahl der in der Luftverkehrs-Branche Arbeitsplätze fast konstant, während sich die Zahl der beförderten Passagiere und der Umsatz mehr als verdoppelten.

Flughafenbetreiber und Luftverkehrsgesellschaften begründen Ihre Forderung nach dem Ausbau von Flughäfen mit der Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze unter dem Motto "Jobmaschine". In Wirklichkeit werden keine Arbeitsplätze bei den Arbeitgebern der Luftverkehrs-Branche geschaffen. Die Luftverkehrs-Branche schafft es offensichtlich das Wachstum bei der Zahl der beförderten Passagiere und Umsatz durch die Steigerung der Produktivität auszugleichen.

Mehr Informationen und Zahlen (Sonderseite) gibt es - hier -

11. Januar 2008: Zivilflieger starten neue Kampagne um den Flugplatz in Fürstenfeldbruck

Die Presse berichtet, dass der Geschäftsführer des Flugplatzbetreibers in Fürstenfeldbruck - Andreas Boehl -  wiederholt die Genehmigung Genehmigung zur Konvertierung des des früher militärisch genutzten Fliegerhorstes fordert. In Schreiben an die Abgeordneten des Bayerischen Landtags will den Poker um die Nachfolgenutzung des ehemaligen Fliegerhorstgeländes auf seine Seite bringen.

Boehl begründet seinen Anspruch auf die fliegerische Nutzung des Fliegerhorstgeländes damit, dass die Region München / Oberbayern einen Verkehrslandeplatz für Flugzeuge bis zu einem Maximalgewicht von 5,7 t benötigt und kein alternativer Flugplatz zur Verfügung steht. Der Flugplatz Jesenwang habe mit 408 m eine viel zu kurze Landebahn. Der Sonderflughafen Oberpfaffenhofen sei ein Werksflughafen und nicht für den öffentlichen Flugverkehr zugelassen.

Es scheint so, als ist das Leben an Herrn Boehl vorbei gezogen. Der Flugplatz in Jesenwang ist für Flugzeuge mit einem maximalen Abfluggewicht von 3 Tonnen zugelassen. Hierfür ist demnach auch die Startbahnlänge von 408 m ausreichend. Der Sonderflughafen in Oberpfaffenhofen hat die Zulassung des Geschäftsreiseflugverkehrs für Flugzeuge von 2 bis 25 Tonnen beantragt. Auch Herr Boehl sollte als Luftverkehrs-Profi wissen, dass der Flugzeuge der Gewichtsklasse über und bis 5,7 Tonnen nur von Geschäftsfliegern genutzt werden. Nachdem der Antrag auf die Zulassung des Geschäftsreiseflugverkehr für Oberpfaffenhofen gestellt wurde, worin liegt das Problem?

Die von Herrn Boehl zitierte Marketing-Analyse durch das Institut für Verkehrswesen der Bundeswehr-Universität in München soll ein großes Wachstumspotenzial für den Luftverkehrsmarkt ausweisen. Die Nachfrage nach Flugzeugen soll sich in den nächsten 20 Jahren verdoppeln. Dies mag vielleicht für die Verkehrsluftfahrt und Charterflüge richtig sein, betrifft aber nicht den Flugverkehr mit kleinen Flugzeugen. Hier sei die Kompetenz einer Bundeswehr-Universität angezweifelt, die sich normalerweise mit anderen Themen beschäftigt, als Marktforschung zu betreiben. Herrn Boehl ist wohl der Rückgang der Zahl der zugelassenen Motorflugzeuge in der Gewichtsklasse bis 14 Tonnen noch nicht aufgefallen. Das gleiche gilt für die Zahl der Flugbewegungen dieser Klassen in Deutschland. Selbst wenn sich die Zahl der neu zugelassenen Flugzeuge in den nächsten Jahren verdoppelt, überwiegen Ausmusterungen die Zahl der Neuzulassungen. Der Bestand an Flugzeugen bis 5,7 Tonnen ist bereits hoffnungslos überaltert. Die meisten Flugzeuge könnten dem Alter nach sich eine "H-Nummer" beantragen, die es für über 30 Jahre alte Autos gibt. 

Für den gesunden Menschenverstand ist es leicht nachvollziehbar, dass in Anbetracht stark steigender Treibstoffkosten sich der bereits eingeschwungene Abwärtstrend der Luftfahrt in diesem Segment fortsetzen wird. Dies zeigt sich auch bei rückläufigen Zahlen der Inhaber von Pilotenscheinen. 

Nur in einem Segment nimmt der Luftverkehr der kleinen Flugzeugen zu: Ultraleichtflugzeuge als Flugsportgeräte, die zum Personentransport und bestimmt für Geschäftsflieger ungeeignet sind. Für Flugsportgeräte, die innerhalb einer Rollstrecke von 100 m starten und landen können wird bestimmt keine Start- und Landebahn von 1.100 m benötigt, schon gar nicht von Steuerzahler subventioniert.

Herr Boehl, wann fallen Ihnen ein paar vernünftige, nachvollziehbare Argumente ein? 

9. Januar 2008: Mindestens 55.000 Einwendungen gegen den Bau der 3. Startbahn in München

Die Presse berichtet über den Eingang von mindestens 55.000 schriftlichen Einwendungen gegen den Bau der 3. Startbahn am Münchner Flughafen. 42.00 Einwendungen sind bereits im Luftamt Südbayern (Regierung von Oberbayern) eingegangen. 13.000 weitere Einwendungen befinden sind noch in der Freisinger Stadtverwaltung. Es wird viele Wochen benötigen, um die Einwendungen auszuwerten und sie dann der Flughafengesellschaft zur Stellungnahme zur Verfügung gestellt werden.

8. Januar 2008: Innenminister Herrmann stoppt das Volksbegehren gegen den Transrapid

Die Presse berichtet, dass der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) den Antrag für ein Volksbegehren für unzulässig hält. Damit kann der Volksentscheid gegen den Bau des Transrapids vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen vorerst nicht durchgeführt werden. Die Entscheidung fällt durch den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof.

Als Begründung für die Ablehnung des Volksentscheids führt der Minister an, dass nach der bayerischen Verfassung das Budgetrecht ausschließlich beim Landtag liegt. Eingeführt wurde dieses Gesetz, damit über Volksentscheide der Haushalt nicht gestört wird und ungeplante Verschuldung des Freistaats verhindert wird.

Unter der Flagge "wie das Geld der Steuerzahler bestimmt die Bayerische Staatsregierung" fühlen sich  unsere Politiker bei der Finanzierung völlig unsinniger Investitionen, wie den Transrapid oder die 3. Startbahn am Münchner Flughafen wohl völlig ungestört. Aus der Sicht der Politiker ist die Beteiligung der Bürger allerdings nicht ausgeschlossen: Sie dürfen die Lasten der unsinnigen Projekte durch hohe Steuern tragen. 

5. Januar 2008:  Auswirkungen der 3. Startbahn in München auf  Dachau nicht bekannt

Die Presse berichtet über ein Urteil des Dachauer Landratsamt zum geplanten Ausbau des Münchner Flughafen mit der 3. Startbahn. Aus den Unterlagen des Planfeststellungsverfahrens sind die Auswirkungen auf den Landkreis Dachau nicht zu erkennen. Das Vorhaben ist aus der Sicht der Dachauer Bürger abzulehnen.

Der bedarfsgerechte Ausbau des Flughafens wird vom Dachauer Landkreis abgelehnt. Der Bedarf sei ergebnisoffen zu prüfen. Die Bedarfsplanung der Flughafengesellschaft ist nicht plausibel. Hieraus kann der Zwang zum Bau der 3. Startbahn nicht abgeleitet werden. 

4. Januar 2008: Oberpfaffenhofen muss Forschungsflughafen bleiben

Ein Mitarbeit der DLR meldet sich per Leserbrief und fordert: "Oberpfaffenhofen ist ein Forschungsflugplatz und hat es zu bleiben". Besser kann man es nicht ausdrücken. 

Der Mitarbeiter der DLR führt eine lange Liste an technischen Entwicklungen an, die der Allgemeinheit zugute kommen und ohne die Forschungsarbeiten der DLR nicht vorhanden wären. Störungen durch Flugzeuge, die den Sonderflughafen zum Transport von Personen nutzen würden den Forschungsbetrieb in unverantwortlicher Weise stören. "Da wird immer über über Arbeitsplätze argumentiert, die ohne das verloren gingen" (Geschäftsreiseflugverkehr).  

Vor einigen Jahren wurde der militärische Flugverkehr im Sommer auf den Sonderflughafen verlegt. Dem diplomierten Ingenieur wird noch heute beim Nachdenkern über den damaligen Umgebungslärm und Gestank übel. Man konnte stundenlang nicht konzentriert arbeiten. Es ist nicht auszudenken, welch ein wirtschaftlicher Schaden für den Forschungs- und Entwicklungsstandort Oberpfaffenhofen, wenn Forschungsarbeiten in der Zukunft nicht oder nur verzögert wegen der Lärmbelästigung des Personals durchgeführt werden können. Im Anbetracht des bestehenden Wettbewerbs ist damit zu rechnen, dass Forschungsabteilungen an Orte umziehen, die bessere Voraussetzungen bieten. 

Wir fordern den Erhalt des Forschungsflughafens und der Infrastruktur, die den in Oberpfaffenhofen weiterhin die Möglichkeit bieten, ihre Arbeiten fortzusetzen.

Die Zulassung der Geschäftsflieger schafft keine zusätzlichen Arbeitsplätze, es werden wertvolle Arbeitsplätze für hoch qualifizierte Spezialisten zerstört. Verantwortlich hierfür sind nicht nur die EDMO und EADS, sondern auch Politiker, die mit der Losung: "Mehr Arbeitsplätze durch Geschäftsflieger" im Land umherziehen.

17. Dezember 2007: Neuer Brief an Ministerpräsident Beckstein

Die Weßlinger Bürgermeisterin Monika Meyer-Brühl hat in einem weiten Brief an Günther Beckstein den Vorschlag gemacht, das technologische und wissenschaftliche Potenzial zu nutzen und zu fördern. Statt das Flughafenareal für Geschäftsflieger zu öffnen, soll das Gelände den Staus "Werks- und Forschungsflughafen" erhalten.

Meyer-Brühl weist auf die vielen Aktivitäten der DLR einschließlich des Galileo-Kontrollzentrum hin. Diese Aktivitäten würden durch den zusätzlichen Geschäftsreiseflugverkehr behindert. "Eine Verträglichkeit der ständig startenden und landen Geschäftsflugzeugen mit den Forschungsarbeiten, ist schwer vorstellbar. 

17. Dezember 2007: EDMO "warnt" das Luftamt und fordert länger Öffnungszeiten 

Die Presse berichtet, fordert der Betreiber des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen längere Betriebszeiten, um den Bestand des Flughafens zu sichern. Diese Forderung ist nicht neu. Die Verlängerung der Öffnungszeiten wurde im Zusammenhang mit dem Antrag auf Erweiterung des Flughafenbetriebes auf die Stationierung der Geschäftsflieger beim Luftamt Südbayern beantragt.

Neu ist diese Forderung für die am Flughafen angesiedelten Unternehmen, wie die RUAG und das DLR. Diese Firmen arbeiten wochentags und nur ausnahmsweise an den Wochenenden. Im übrigen hat das Luftamt Südbayern großzügig Ausnahmegenehmigungen für Flüge außerhalb der regulären Flughafen-Betriebszeiten erteilt. Damit ist der Flughafen auch am Wochenende anfliegbar.

Die EDMO drückt wieder einmal auf die Tränendrüse, und behauptet, dass lufttechnische Betriebe Abwanderungsgedanken pflegen, weil sie in Oberpfaffenhofen keine ausreichende Gelegenheit zum Fliegen haben.

Die Bürgerinitiativen, die SPD und die Grünen haben bereits mehrfach die Sicherung des Standorts als Forschungs- und Technologie-Flughafen gefordert. Der Forschung und Entwicklung steht ein hoher Umgebungslärm der Produktivität und Kreativität entgegen. Deshalb gilt:

Kein Ausbau des Sonderflughafens zum Verkehrsflughafen für Geschäftsflieger ! 

14. Dezember 2007: EDMO will ehrliche Diskussion zu Immobilienwerten

Die Presse berichtet: Der Pressesprecher der EDMO Flughafen-Betriebsgesellschaft in Oberpfaffenhofen fordert alle Beteiligten auf, bei der Diskussion ehrlich zu bleiben. Es würden Zahlern und Pläne genannt, die nie angestrebt wurden.

Nach der Ansicht des Pressesprechers liegen  fallende Immobilienpreise in der Region um den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen nicht in der Verantwortung der Flughafen-Betreibergesellschaft, sondern in "Horrorzahlen", wie 99.000 Flugbewegungen pro Jahr. Die EDMO gehe von 33.000 im Jahr 2016 aus. Im übrigen sei Oberpfaffenhofen auf Flugzeuge bis 25 Tonnen Gewicht beschränkt. Linein-, Charter- und Nachtflüge seien ausgeschlossen. "Außerdem soll der Status "Sonderflughafen" erhalten bleiben und kein Verkehrsflughafen werden. "Dies sei auch der feste Wille der EDMO", so Warg.

Wir begrüßen den Willen des Pressesprechers nach einer ehrlichen Diskussion über die Auswirkungen des Geschäftsreiseflugverkehrs in Oberpfaffenhofen. Zunächst richten wir die gleiche Forderung an die EDMO, endlich mit ehrlichen Zahlen zu operieren und kein Versteckspiel mit Daten und Fakten zu spielen. In einem offenen Brie an Herrn Warg nehmen wir zu diesem Thema Stellung - siehe unseren Brief an die EDMO - 

8. Dezember 2007: Gilching zeigt Flagge  - Ausweisung einer Wasserschutzzone

Die Presse berichtet: In einer Sondersitzung des Gilchinger Gemeinderates wurde beschlossen, den Erfolg einer Klage gegen das Landesentwicklungsprogramm (LEP 2006) prüfen zu lassen. Weiter wurde die Regierung von Oberbayern aufgefordert, einen Sachstandsbericht zum Antrag des Flughafen-Betreibers EDMO abzugeben.

Der wichtigste Antrag - Festsetzung eines Trinkwasserschutzgebietes - wurde mit großer Mehrheit beschlossen. Dieser Beschluss hat Auswirkungen auf den Ausbau des Sondeflughafen, der teilweise auf dem Gebiet des Trinkwassereinzugsgebiets liegt. Gefahren für die Trinkwasserbrunnen liegt in der Gebrauch von Enteisungsmitteln an Flugzeugen und der Start- und Landebahn.

Merkwürdig ist die Gegenstimme des Gilchinger Bürgermeisters Reich. Er stimmte angeblich gegen den Antrag, um Nachteile für die Bauern, die das Land im Trinkwasserschutzgebiet bestellen, zu vermeiden. In Wirklichkeit stimmte er gegen den Antrag, um Nachteile des Flughafenbetreibers zu verhindern. Reich ist selbst Pilot und fliegt am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen. 

6. Dezember 2007: Kritik am Vorstoß der EDMO - Regionalflughafen droht

Die Presse berichtet: Die SPD Landtagsabgeordnete Kathrin Sonnenholzner hält den jüngsten Schritt des Flughafenbetreibers in Oberpfaffenhofen für reine Augenwischerei. Dies betrifft die "freiwillige" Reduzierung des Maximalgewichts der Flugzeuge von 50 auf 25 Tonnen, die nach der Genehmigung des Antrags der EDMO auf Zulassung des Geschäftsreiseflugverkehrs anfliegen dürfen.

Es spielt keine Rolle, wie schwer die Flugzeuge sein dürfen, diec in Oberpfaffenhofen landen, so Frau Sonenholzner. Wenn die Genehmigung auf Zulassung des öffentlichen Geschäftsreiseflugverkehrs erteilt wird, dann ändert der Flughafen sein Gesicht. Es erfolgt dem Wesen nach der Schritt zum Verkehrsflughafen. Die Prognose von 33.000 Flugbewegungen pro Jahr ist kein dauerhafter Schutz der Bürger vor den Auswirkungen des Fluglärms.

5. Dezember 2007: Attacke gegen den Geschäftsführer der EDMO - Ewin Grabherr

Die Presse berichtet über Spannungen der Gautinger Bürgermeisterin Brigitte Servalus mit dem Geschäftsführer der EDMO - Edwin Grabherr. Er sei vollkommen unglaubwürdig.

In einer Unterbrunner Bürgerversammlung sagte sie, Grabherr habe ihr gesagt, dass das Luftfahrtbundesamt in Frankfurt die Routen an Flughahäfen vorgebe und nicht die EDMO. "Grabherr habe mir glatt ins Gesicht gelogen. Er sagte, für die Route könne die EDMO nichts" sagte Frau Servatius.  Sie habe die Geschäftsleitung der EDMO zu einem Gespräch geladen. Als sie feststellte, dass die anvisierte neue Flugroute quer über Gauting verlaufen sollte, habe sie sofort protestiert. Schließlich ist Gauting mit 20.000 Einwohnern ein großes Gebiet. Frau Servatius befürchtet zu Recht, dass die Ruhe in Gauting mit der Aufnahme des Geschäftsreiseflugverkehrs vorbei ist und dass weder die Sonn- und Feiertagsruhe und die Zahl der Flugbewegungen eingehalten werden.

In diesem Zusammenhang verweisen wir auf unsere frühere Stellungnahme zu Änderungen der Flugrouten, die Herr Grabherr aufgrund von Protesten gemacht hat - hier -. Hier ging es um eine marginale Verlegung der Flugrouten an Seefeld vorbei. Die Karte zeigt eindeutig, dass ein erheblicher Teil des Luftverkehrs direkt über Starnberg und nicht Gilching führen wird.

Es ist auch merkwürdig, dass Herr Grabherr als einer der erfahrensten Luftfahr-Juristen in Deutschland (er schrieb Luftfahrtgesetze und einen Rechtskommentar zum deutschen Luftrecht) eine derart falsche Auskunft geben kann. Flugrouten werden von der Deutschen Flugsicherung (DFS) festgelegt und nicht vom Luftfahrtbundesamt (LBA). Das LBA ist lediglich die Aufsichtsbehörde der DFS. Im übrigen ist das LBA in Braunschweig stationiert und nicht in Frankfurt. Die DFS ist in Langen (Hessen) beheimatet. Kein feiner Zug des Fachmanns für Luftrecht. Hat Herr Grabherr Frau Servatius mit dieser Desinformation davon abhalten wollen, sich bei der DFS zu melden?

5. Dezember 2007: Flughafenbetreiber EDMO rudert zurück - nur noch Flugzeuge bis 25 Tonnen

Die Presse berichtet, dass die EDMO den Betrieb von Geschäftsreiseflugzeugen nur noch bis zu einem Maximalgewicht von 25 Tonnen abfertigen will. Der Antrag auf die Zulassung von Flugzeugen bis 50 Tonnen soll entsprechend beim Luftamt Südbayern geändert werden. Der Geschäftsführer der EDMO - Edwin Grabherr - begründet die Reduzierung mit dem Hinweis, dass "man keinen Frachtflug oder Linienflug in Oberpfaffenhofen anstrebe". 

Die Reduzierung des maximalen Flugzeuggewichts von 50 auf 25 Tonnen bei gleicher Zahl der Flugbewegungen hat keinen positiven Einfluss auf die Lärmbelastung im Einzugsbereich des Flughafens. Flugzeuge mit einem Maximalgewicht von 25 bis 50 Tonnen sind in Prinzip genauso laut, wie Flugzeuge der 25 Tonnen-Klasse. Der Schritt der EDMO ist der Versuch, den vom Fluglärm betroffenen Bürgern ein Beruhigungspille zu geben.

Die Beschränkung der Hubschrauberflüge an Sonn- und Feuertagen ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Sie steht allerdings im Widerspruch zu früheren Aussagen der EDMO, nachdem die Hubschrauberflüge als Lufttaxiflüge dienen. Damit ist natürlich die Verbindung zum Flughafen München gemeint. Die Öffnung des Sonderflughafens für Geschäftsreiseflüge an Sonn- und Feiertagen ist nach Aussagen der EDMO nachfragebedingt notwendig. Die Beschränkung des Hubschrauberverkehrs auf Werktage ist dann nicht mehr schlüssig. 

4. Dezember 2007: Verunsicherung über Flugrouten am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen

Die Presse berichtet, dass es eine Grundsatzentscheidung des Luftfahrt-Bundesamtes gibt, nachdem die betroffenen Bürger gehört werden sollen. Hiermit wird nun ein politischer Nebenkriegschauplatz eröffnet. Anstatt die Erweiterung des Flugbetriebs zu verweigern, haben sie den Streit über die An- und Abflugrouten an die Kommunen verlagert. Das Thema ist jetzt nicht "für oder gegen die Erweiterung des Flugbetriebs", sondern wer bekommt den Flugverkehr aufgebrummt. Der Gewinner ist die EDMO. Die Verlierer sind die vom Fluglärm betroffenen Bürger der "Verlierergemeinden".

Die Diskussion mit der deutschen Flugsicherung über die Betriebszeiten ist ein weiteres Indiz, für ein intelligent eingeleitetes Störmanöver. Die DFS hat mit der Genehmigung von Betriebszeiten gar nichts zu tun. Ihre Aufgabe ist den Luftverkehr zu steuern und nicht Betriebszeiten fest zu legen.

Es sieht fast so aus, als hätte der Geschäftsführer der EDMO Edwin Grabherr diesen Plan ausgeheckt. Als einer der bekanntesten Luftrecht-Juristen in Deutschland (er schrieb Luftrecht und einen Luftrecht-Kommentar, war maßgeblich an der Planfeststellung des Münchner Flughafen beteiligt) weiss er ganz genau, wie man von den wichtigen Themen ablenken und die Beteiligten mit unwichtigen Themen beschäftigen kann. 

Unser Thema ist: Kein Geschäftsreiseflugverkehr in Oberpfaffenhofen. 

4. Dezember 2007: RUAG plant den Bau der Do 228 - Standort im Aufwind

Die Presse berichtet, dass die am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen ansässige Niederlassung des schweizer Unternehmens RUAG den Bau der 2-motorigen Do 228 plant. Die Do 228 wurde von 1981 bis 1998 in Oberpfaffenhofen gebaut. Nach der Insolvenz der Fairchild-Dornier erhielt das indische Unternehmen Hindustan Aeronautics (HAL) die Rechte zum Bau dieses Flugzeugs.

Die RAUG wird die Flugzeuge auf der Basis der von HAL gefertigten Flugzeugrümpfe herstellen. Dies betrifft insbesondere Flugzeuge für spezielle Einsätze, wie bei der niederländischen Küstenwache.

Wir begrüßen dieses Programm der RUAG. Damit wird wird der Sonderflughafen in seiner ursprünglichen Widmung als Werftflughafen zunehmend besser genutzt. "Es ist gut, dass am Flughafen Oberpfaffenhofen ansässige Unternehmen erfolgreich sind" sagte die Bürgermeisterin von Weßling - Frau Meyer-Brühl.

30. November 2007: BI'en übergeben Protestnote an Ministerpräsident Beckstein

 
Die Presse berichtet. Fluglärmgegner empfangen Ministerpräsident Beckstein in Herrsching mit einer Protestdemonstration und übergeben ein Protestschreiben. Beckstein sichert den Bürgerinitiativen eine genaue Prüfung zu. Beckstein verwies jedoch auf das Antragsverfahren des Betreibers des Sondeflughafens EDMO, in das er nicht eingreifen könne.

In diesem Protestschreiben fordern die Bürgerinitiativen wird Beckstein aufgefordert, die Öffnung des Sonderflughafen Oberpfaffenhofen für den Geschäftsreiseflugverkehr zu stoppen.

Der Auftritt des Ministerpräsidenten beim seinem Antrittsbesuch im Haus der Bayerischen Landwirtschaft wurde von über 20 Vertreten der Bürgerinitiativen mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Er war nicht "so kalt", wie der ehemalige Wirtschaftsminister Huber in Weßling und Germering gewesen. Die Herrschinger Bürgermeisterin Christine Hollacher (Freie Wähler) empfand den Auftritt des Ministerpräsidenten dennoch bemerkenswert, insbesondere seine Zusage der Prüfung der Angelegenheit. Die Bürgermeister aus den Nachbargemeinden standen ebenfalls in Beckstein's Nähe.
 

 

Ministerpräsident Beckstein in Herrsching

Die angestrebte Normenkontrollklage gegen das Landesentwicklungsprogramm (LEP 2006) wegen der geplanten Stationierung des Geschäftsreiseflugverkehrs, sprachen die Bürgermeister nicht an.

30. November 2007: Über 77% der Germeringer sind gegen Geschäftsflieger in Oberpfaffenhofen

Der Germeringer Bürgermeisterkandidat Andreas Haas führte vor ein paar Wochen in Germering "die größte Bürgerbefragung aller Zeiten" durch. Das Ergebnis zur Stationierung der Geschäftsflieger und des Geschäftsreiseflugverkehrs auf dem Sonderflughafen in Oberpfaffenhofen fiel klar aus

77,47% der Bürger in Germering sind gegen die Stationierung der Geschäftsflieger

30. November 2007: Wirtschaftsausschuss im Landtag billigt das Maisacher Konzept

Am 29. November 2007 hat sich der Wirtschaftsausschuss im Bayerischen Landtag auf Antrag des Gröbenzeller Abgeordneten Reinhold Bocklet (CSU) für das Maisacher Konzept entschieden. Das Maisacher Konzept sieht die Nachfolgenutzung des aufgelassenen Fliegerhorstgeländes ohne Flugbetrieb vor. Auf diesem Gelände soll ein Fahrertrainingszentrum von BMW, die Traberrennbahn und ein Trainingszentrum die die Polizeischule in Fürstenfeldbruck angesiedelt werden.  

Nach Ansiecht des Landtangsabgeordneten Reinhold Bocklet ist das Ende des Flugbetriebs abzusehen. Ganz sicher stehe es noch nicht. Im Landesentwicklungsprogramm (LEP 2006) wurde die Option festgelegt, das aufgelassene Gelände des Fliegerhorstes weiterhin für die Stationierung der allgemeinen Luftfahrt vorzusehen.

Mit dem Beschluss des Wirtschaftsausschusses wird die Staatsregierung aufgefordert den Vorbehalt für die Nutzung des Fliegerhorstgeländes für die Stationierung der allgemeinen Luftfahrt aufzuheben. Damit wären auch die Hürden zum Verkauf des Fliegerhorstgeländes an die Investoren für die Nachfolgenutzung geebnet.

Es hat über 15 Jahre gebraucht, um diesen Stand zu erreichen. Wir hoffen, dass die nächsten Entscheidungen innerhalb relativ kurzer Zeit getroffen werden, um den Weg zu einer sinnvollen und vor allem lärmschonenden Nutzung des Fliegehorstgeländes zu kommen.

23. November 2007: Neue Planungshürde für Nacholgenutzung des Fliegerhorstes in FFB

Die Presse berichtet, dass für die Planung der Traberrennbahn ein zusätzliches Raumordnungsverfahren eingeleitet werden muss. Dies ist das Ergebnis zu einer Änderung des Flächennutzungsplanes für die Nachfolgenutzung des nicht mehr von der Bundeswehr benötigten Flugplatzgeländes.

Die Regierung von Oberbayern hat die Gemeinde Maisach darauf hingewiesen, dass das Vorhaben einer landesplanerischen Überprüfung des Verfahrens bedürfe. Der Landtagsabgeordnete Reinhold Bocklet (CSU) hält dieses Verfahren für ein "reines Routineverfahren".

Wir stehen dieser Entwicklung aus folgenden Gründen sehr skeptisch gegenüber:

  • Es fällt auf, dass nur der Bereich der Trabrennbahn vom Raumordnungsverfahren betroffen ist. 
    Warum sind die Bereiche des Fahrertrainingszentrums von BMW und das Trainingszentrum der Polizei nicht betroffen?
  • Wird ein Raumordnungsverfahren für diese Bereiche zu einem späteren Zeitpunkt gefordert, um die Investoren zu verärgern und sie zur Aufgabe der Pläne zwingen?
  • Verzögerungen bei den Raumordnungs- und Planfeststellungsplänen nutzen nur den Fliegern. Nach unserer Erfahrung ist die Regierung von Oberbayern Flieger freundlich. 

19. November 2007: Fluglärm dämpft Kaufinteresse an Immobilien und gefährdet deren Preise

Die Presse berichtet über eine sinkende Nachfrage an Immobilien in Gemeinden, die zunehmend vom Fluglärm betroffen sind. Nach Informationen des Maklerverbands IVD werden von Interessenten für Immobilien in den Landkreisen Starnberg, Fürstenfeldbruck und Dachau zunehmend Fragen nach den Auswirkungen des Fluglärms gestellt.

Die Bürgerinitiative "Germeringer gegen Fluglärm e.V." sehen die Befürchtung bestätigt, das die Öffnung des Sondeflughafens Oberpfaffenhofen für den Geschäftsreiseflugverkehr zum Wertverlust von Immobilien im Einzugsbereich des Flughafen führt. Bereits im Vorfeld der Genehmigung des Geschäftsreiseflugverkehrs meiden Käufer und Mieter die Region. 

Bürger im Umfeld des Sonderflughafen müssen Wertverluste hinnehmen, während die EDMO Gewinne einstreicht. Das Versprechen der EDMO, dass die Immobilienwerte in Anbetracht des Geschäftsreiseflugverkehrs steigen, entlarvt sich nun als  "Täuschung". An dieser Situation ändert sich auch nichts durch die Stellungnahme des Sprecher der EDMO Thomas Warg, nachdem die Immobilienwerte bei Einhaltung der im Lärmgutachten festgestellten Lärmpegel nicht beeinflusst werden. Die Interessenten für Immobilien und der Markt sehen dies anders. Hier kann man nur fragen, wo der Sprecher der EDMO seine Unkenntnis über den Immobilienmarkt erworben hat.

15. November 2007: Talk-Fernsehsendung von München tv - Sprüche zum Fluglärm

Am 15. November fand eine Fernseh-Talkshow der privaten Fernsehsenders München tv zum Thema Sonderflughafen Oberpfaffenhofen statt. Bemerkenswert sind folgende Sprüche des ehemaligen Dornier Testpiloten Dieter Thomas:

  • “ … zum Wort Fluglärm: Inzwischen machen Flugzeuge nur noch Geräusche. Moderne Flugzeuge sind so leise geworden, dass man das nicht mehr als Lärm bezeichnen kann .“
     

  • “ … wir werden in Zukunft nichts mehr hören – wir werden in Zukunft, schon in 20 bis 30 Jahren nur noch den aerodynamischen Lärm hören .“
      

  • “ Eine Region wie München braucht nicht nur einen Flughafen im Erdinger Moos und Oberpfaffenhofen als zweiten, man braucht einen dritten in Fürstenfeldbruck, einen vierten in Oberschleissheim und dann wo Neubiberg war, braucht man auch einen - das braucht man ! “
     

  • “ … die Ruhe um uns, die Idylle, die macht das Problem, dass jedes Geräusch was ungewöhnlich ist und mich ablenkt .“

Kurz gesagt, der Fliegerexperte meint, dass Flugzeuge keinen Lärm mehr verursachen, Flugzeuge in 20 Jahren fast geräuschlos schweben werden und München 4 Flughäfen braucht, um weiterhin für die Bürger attraktiv zu sein.

Es sieht eher so aus, als leide Herr Thomas unter Lärmentzugserscheinungen, als dass seine Sprüche die reale Situation beschreiben. 

14. November 2007: Privatjets - Boom der Luxusklasse - ein Geschäft für die EDMO ?

Die Presse berichtet über den Flugbetrieb am Privatflugterminal ("General Aviation") am Münchner Flughafen. Bemerkenswert ist, dass das Terminal so gut wie menschenleer ist. Vor der Tür stehen dunkle Limousinen, Männer in Anzügen huschen über die Gänge und sprechen hastig in ihre Handys. So könnte es nach der Vorstellung des Flughafenbetreibers EDMO in Oberpfaffenhofen bald zugehen, denn die EDMO will den Geschäftsreiseflugverkehr mit Privat- und Chartermaschinen vom Münchner Flughafen abwerben.

In München starteten von Januar bis Oktober 2007 etwa 3000 Privatflieger, die von ca. 10 Firmen vermittelt werden. Dies ergibt auf das Jahr hochgerechnet 3600 Flüge und entspricht weniger als 1% der am Flughafen München abgewickelten Flüge.

Die Flugzeugindustrie spricht von einem Boom bei den Privatjets. 2007 sei das vierte Wachstumsjahr in Folge. In diesem Jahr werden voraussichtlich 1000 Privatjets ausgeliefert. Dieser angeblich seit Jahren anhaltende Boom kommt in Deutschland wohl nicht an. In München ist die Anzahl der Flüge der allgemeinen Luftfahrt stabil mit leichter Tendenz nach unten. Wo ist da der Boom?

Wir glauben nicht, dass die EDMO und/oder die EADS (Eigentümerin des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen) in ein Terminal für Geschäftsreiseflieger investieren, dass den ganzen Tag fast leer steht. Wir sehen im Antrag auf die Zulassung des Geschäftsreiseflugverkehrs den Ansatz, den öffentlichen Flugverkehr nach Oberpfaffenhofen zu bringen, ohne zunächst den Status des Sonderflughafens zu gefährden. Einer der Vorteile liegt in der zulässigen Lärmbelastung der umliegenden Wohnsiedlungen, weil das neue Fluglärmgesetz nicht für Sonderflughäfen ohne einen Linien- oder Charterflugverkehr gilt. Die zulässigen Lärmgrenzwerte, insbesondere nachts, sind für Lärmschutzzonen gem. Fluglärmgesetz niedriger, als an Flughäfen ohne Lärmschutzzone.

Ein weiterer Grund für die Abwicklung des Geschäftsreiseflugverkehrs ist die Genehmigung von größeren Flugzeugen zur Abwicklung von Charter- und Frachtflügen zu einem späteren Zeitpunkt. Nachdem große Flugzeuge mit 2 Strahltriebwerken nur wenig lauter sind, als Geschäftsflugzeuge bis 50 Tonnen Abfluggewicht, kann die Genehmigung ohne Planfeststellungsverfahren über die Bühne gehen. Natürlich ohne Mitwirkung der betroffenen Bürger.

13. November 2007: Airline wirbt für Personal am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen

Die Airline der Haffa Brüder - Air Independence - plant die Stationierung ihrer Flugzeuge auf dem Sonderflughafen Oberpfaffenhofen. In einer Stellenanzeige wirbt sie für Personal für die Standorte München und Oberpfaffenhofen. Die Air Independence rechnet mit der Genehmigung des Antrags des Flugplatzbetreibers EDMO im Frühjahr 2008. 

Der Sprecher der Air Independence macht deutlich, dass seine Airline kein Lufttaxi-Unternehmen ist. Die Flugzeuge werden vielmehr an exklusive Kunden verchartert. Damit wird auch deutlich, dass das vom Landtagsabgeordneten Reinhold Bocklet so hoch gelobte Verbot der Charterluftverkehrs im LEP 2006 (Landesentwicklungsprogramm) für Oberpfaffenhofen bereits vor der Erteilung der Genehmigung für die Betriebserweiterung unterlaufen wird.

Die Business-Airline Air Independence sieht in München nur noch begrenzte Zukunftschancen. Dies zeigt, dass die Flughafen München im Grunde nicht an der Abwicklung des Charterluftverkehrs für Geschäftsreisende und Geschäftsflugzeuge ist.

10. November 2007: Mehr niedrig fliegende Flugzeuge

Die Presse berichtet, dass der Deutschen Flugsicherung zufolge mit mehr Lärm durch tief fliegende Flugzeuge zu rechnen ist. Bürger im Landkreis Dachau müssen sich bei Inbetriebnahme der 3. Startbahn in München auf mehr und niedriger fliegende Flugzeuge einstellen. Nach Aussage der DFS (Deutsche Flugsicherung) kann es jede Gemeinde treffen. Unter dem Fluglärm der Flugzeuge, die am Flughafen München landen leiden auch Bürger des Landkreises Fürstenfeldbruck. 

Fest steht, dass sich der Fluglärm in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau spürbar erhöhen wird. Bereits im Sommer 2007 haben sich zahlreiche Bürger über den zunehmenden Fluglärm beschwert.

6. November 2007: Unterlagen zur Planfeststellung "3. Startbahn in München" sind ausgelegt

Seit Montag, 5. November 2007 sind die Antragsunterlagen der Flughafen München GmbH (FMG) in den Anrainergemeinden des Flughafens ausgelegt. Insgesamt sind dies 10.000 Seiten Papier mit 500 Plänen.

Die Regierung von Oberbayern rechnet mit bis zu 80.000 Einwendungen gegen den Antrag. 

22. Oktober 2007: Informationen über das Planfeststellungsverfahren 3. Startbahn

Die Regierung von Oberbayern hat per Pressemitteilung die Auslegung der Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren zum Bau der 3. Startbahn in München (plus zusätzliche Anlagen) angekündigt. Die Auslegung in den Anrainergemeinden des Münchner Flughafens erfolgt in den Rathäusern 

vom 5. November bis 4. Dezember 2007. Die Einwendungsfrist endet am 18. Dezember 2007. 

Weitere Informationen und Links gibt es - hier.

13. Oktober 2007: Groß-Demonstration in Dachau gegen den Bau der 3. Startbahn in München

Fast 5000 Menschen protestierten am 13. Oktober 2007 in Dachau gegen den Bau der 3. Startbahn auf dem Flughafen in München. Bereits in der Ankündigung dieser Demo sprach der Bayerische Rundfunk vom Protest gegen den Größenwahn. Es war die größte politische Demonstration, die Dachau je erlebt hat.

Freisings Landrat Manfred Pointer (FW) rief die Bürger auf, sich nicht von der massiven Propaganda der Flughafengesellschaft, der Deutschen Lufthansa und dem Freustaat Bayern einschüchtern zu lassen. "Wir haben alle Chancen die anstehenden Verfahren zu gewinnen". Vom 5. November bis zum 4. Dezember 2007 werden die Unterlagen des Planfeststellungsverfahrens für den Bau der 3. Startbahn in den Rathäusern der Anrainergemeinden des Flughafens zur Einsicht ausgelegt. Schriftliche Einwendungen sind dann bis Mitte Dezember 2007 möglich.

Mehrere Redner der Kundgebungen forderten die Teilnehmer der Demo auf, sich rege an den Einwendungen zu beteiligen und Dritte aufzufordern, ebenfalls Einwendungen abzusenden. Das Ziel ist die Zahl der 40.000 Einwendungen gegen das Raumordnungsverfahren deutlich zu übertreffen.

4. Oktober 2007: Stellungnahme zum Vorschlag der EDMO zu "Lärm optimierten Abflugrouten"

Nach den Protesten der Bürgerinitiativen, der Gemeinde Seefeld unter Bürgermeister Wolfram Gum und der Demonstration in Seefeld mit 2000 Bürgerinnen und Bürgern trafen sich die Geschäftsleitung der EDMO (Betreiberin des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen) mit Bürgermeister Gum und dem Seefelder Gemeinderat zur Durchsprache von Lösungsvorschlägen zur Reduzierung der Lärmbelastung der Menschen, die im Abflugbereich des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen wohnen.

Der Vorschlag der EDMO ist die Einführung "Lärm optimierter Abflugrouten". Nach genauer Durchsicht dieses Vorschlags kommt folgendes Ergebnis heraus:

  • Für Seefeld bringen die modifizierten Abflugrouten nichts, weil sie sich kaum von den bisherigen Routen unterscheiden und das Abfliegen dieser Routen für Piloten kaum praktikabel ist.

  • Für Starnberg bringen sie eine wesentliche Verschlechterung, weil ca. 60% des Anflugverkehrs über Starnberg geführt wird. Dies war bisher nicht der Fall.

  • Es fehlt ein Lärmgutachten für diese Abflugrouten. Aus diesem Grund können die Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger nicht quantifiziert werden.

Wir halten diesen Vorschlag der EDMO als ein durchsichtiges Manöver, um die Parteien, die den Ausbau des Sonderflughafen befürworten im Wahlkamp zu unterstützen und das Problem der Auswirkungen des Fluglärms zu vernebeln.

Unsere Stellungnahmen können Sie - hier - ansehen und ausdrucken.

12. September 2007: Presse berichtet über die Demo anläßlich des Besuchs von Erwin Huber

Wirtschaftsminister Erwin Huber hat am 11. September 2007 Befürchtungen von rund 100 Demonstranten vor der Germeringer Stadthalle als "absurd" zurückgewiesen, der Sonderflughafen würde ausgebaut, um Linie- und Charterflugzeuge zuzulassen. Dies stehe im klaren Widerspruch zu den Plänen in München eine 3. Starbahn zu bauen.

Huber konnte die Sorgen der Fluglärmgegner nicht ausräumen. Stattdessen fragte er, welche Fluggesellschaft denn daran interessiert wäre, in Oberpfaffenhofen zu landen. Es ist nicht die Aufgabe eines Wirtschaftsministers, Bürger zu fragen, welche Fluggesellschaft Pläne zur Durchführung von Flügen von zu nach Oberpfaffenhofen haben. Deshalb wurden Zwischenrufe laut.

Huber wies den Vorwurf der Salamitaktik der EDMO bzw. der Bayerischen Staatsregierung zurück. Gerade hier scheint der Wirtschaftsminister nicht richtig informiert zu sein oder die Strategie zur Durchsetzung der Öffnung des Sonderflughafens für die allgemeine Luftfahrt bzw. Fracht-, Linien- und Charterflugverkehr zu verfolgen. Nachdem die EDMO bereits vor wenigen Jahren ein Planfeststellungsverfahren mit erheblicher Erweiterung der Betriebsflächen und Modernisierung der Rollwege durchgezogen hat, ist die beantragte Zulassung des öffentlichen Reiseflugverkehrs bereits der 2. Schritt zum systematischen Ausbau des Flugbetriebs. Hier sehen wir den Beginn einer Salamitaktik.

Ein öffentlicher Luftverkehr wird durch den Taxiflugverkehr stattfinden, den die EDMO beantragt hat. Mit Hubschraubern könnte ein Shuttleflugverkehr zwischen Oberpfaffenhofen und dem Flughafen München eingerichtet werden, um für die "qualifizierten Geschäftsflieger" die schnelle Verbindung zu den Auslandsflügen zu schaffen. Dies bedeutet erhebliche Lärmbelastungen der Bürger in der Nähe des Flughafens.

Huber redete Klartext: "Die Fluglärmgegner erwarten, dass er keinen weiteren Flugbetrieb zulässt. Dies wäre das Ende der Werften und das Aus der Arbeitsplätze".

Mit diesem Argument liegt der Wirtshaftminister deutlich neben der Spur. Die im Münchner Westen aktiven Bürgerinitiativen unterstützen ausdrücklich den Flugbetrieb, den die an Sonderflughafen ansässigen Firmen durchführen. Dies gilt auch für zusätzlichen Werksflugverkehr, der aus dem Wachstum dieser Unternehmen und neu angesiedelten Unternehmen entsteht. Mit dieser Politik können nicht nur die Arbeitsplätze am Standort gesichert werden; es können auch zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die Stationierung der Geschäftsfliegerei hat mit der Arbeitsplatzentwicklung der Luftfahrtindustrie nichts zu tun. Nachdem die EDMO plant, 50% der in München abgewickelten Geschäftsreiseflüge nach Oberpfaffenhofen zu verlagern, werden durch den Geschäftsreiseflugverkehr in der Region München kaum zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

Huber's Leistungsbilanz sieht jedoch nur die wenigen Arbeitsplätze, die in Oberpfaffenhofen geschaffen werden könnten. Die hohe Zahl der ins Ausland verlagerten Arbeitsplätze, die für deutsche Unternehmer durch Geschäftsflugzeuge schnell erreichbar sein sollen, kümmern den Wirtschaftsminister Huber wohl nicht. Das gleiche gilt auch für den Verlust von Arbeitsplätzen im Fünfseenland durch einen befürchteten Rückgang in der Tourismus-Branche.  

5. September 2007: Bürgerinitiativen rufen zur Protestaktion am 11.9. in Germering auf 

11. September 2007: Wirtschaftsminister Erwin Huber spricht in der Stadthalle in Germering

Bürgerinitiativen gegen Fluglärm rufen zur genehmigten Protestaktion gegen den Ausbau des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen anlässlich des Besuchs des bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber am 11. September 2007 in der Germeringer Stadthalle auf.

Die Protestaktion beginnt an der Germeringer Stadthalle am 11.9.2007 um 18.30 Uhr.

Die Wahlveranstaltung des Germeringer CSU Ortsverbandes beginnt im Amadeussaal um 19.30 Uhr.

Erwin Huber ist bekannt, dass er Flughafenausbauten befürwortet. Dies zeigt sich nicht nur an seiner Haltung zur beantragten Zulassung des Geschäftsreiseflugverkehrs in Oberpfaffenhofen, sondern auch in seiner kompromisslosen Haltung zum Bau der 3. Startbahn am Flughafen München und dem Bau der Transrapidstrecke zum Münchener Flughafen.

Die Wahlversammlung der CSU ist eine gute Gelegenheit, dem Wirtschaftsminister Huber unbequeme Fragen zu stellen. Weitere Informationen:

Aufruf zur Protestaktion - hier  |   Pressemitteilung zur Protestaktion - hier  |  Brief an Wirtschaftsminister Huber - hier

25. Mai 2007: Chinesen kaufen deutschen Flugplatz in Schwerin-Parchim

 
Die Presse berichtet über den Verkauf des Flugplatzes Schwerin-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) an den chinesischen Investor Link-Global. Das Unternehmen hat das Ziel, die 3.000 m lange Start- und Landebahn für Frachtflüge zwischen China und Deutschland zu nutzen. Die schweren und lauten Anatov Frachtflugzeuge "seien gegrüßt".

Schwerin-Parchim ist nicht der erste deutsche Flughafen, der sich in der Hand ausländischer Investoren befindet. In Anbetracht der für den internationalen Fracht- und Passagierverkehr ausreichend langen Start- und Landebahnen in Oberpfaffenhofen und Fürstenfeldbruck, besteht auch für diese Flugplätze eine Attraktivität für ausländische Investoren.

Wir fordern deshalb eine schnelle und abschließende Lösung für beide Flugplätze:

  • Erhalt des Status und der Funktion für den Sonderfughafen Oberpfaffenhofen als Werks- und Forschungsflughafen und die 

  • Realisierung des Maisacher Nutzungskonzepts für den ehemaligen Militärflugplatz Fürstenfeldbruck

 

 

22. Mai 2007: Info-Veranstaltung des Fluglärm e.V. (Gilching) in Seefeld gut besucht

Der Saal des Bürgerstadls in Hechendorf war am Abend des 22. Mai 2007 wieder gut besucht. Über 250 interessierte Bürgerinnen und Bürger ließen sich über die weitere Entwicklung des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen und der beantragten Zulassung des Geschäftsreiseflugverkehrs informieren. Dies war die 2. Veranstaltung des Gilchinger Fluglärm e.V. zu diesem Thema.

Knackpunkte der beantragten Flugplatznutzung für den öffentlichen Geschäftsreiseflugverkehr sind:

  • Die Zahl der von der Flugplatz-Betriebsgesellschaft EDMO prognostizierten 1.810 zusätzlichen Arbeitsplätze, die angeblich ohne die Zulassung des Geschäftsreiseflugverkehrs nicht geschaffen werden können, ist falsch. 1.650 dieser Arbeitsplätze können bereits mit der derzeit güligen Genehmigung als Sonderflughafen geschaffen werden
     

  • In den 160 zusätzlichen Arbeitsplätzen sind Arbeitsplätze zur Verwaltung und Dienstleistungen für die am Flugplatz ansässigen Unternehmen enthalten. Nach Angaben des Geschäftsführers der EDMO, Herr Grabherr, will die EDMO durch den zusätzlichen Flugbetrieb ihren Betriebsverlust verringern. In Wirklichkeit wird der Verlust um mehrere Millionen EUR erhöht. Der Break-Even-Punkt für 160 zusätzliche Arbeitsplätze zur Abwicklung des Geschäftsreiseflugverkehrs liegt bei über 120.000 Flugbewegungen pro Jahr.
     
    Andere Flugplätze, wie Frankfurt, Egelsbach und Düsseldorf wickeln den Geschäftsreiseflugverkehr mit Businessjets mit wesentlich geringerem Personal ab. Für die EDMO ergeben sich ca. 12 - 15 zusätzlich benötigte Arbeitsplätze. Die EDMO plant die Hälfte der Geschäftsflüge von München II nch Oberpfaffenhofen abzuziehen.  Setzt man die bei anderen Flughäfen üblichen Betriebskosten / Zahl der Arbeitsplätze an und berücksichtigt, dass dass in München entsprechend Arbeitsplätze verloren gehen, bleibt also nur eine hohe einstellige Zahl von Arbeitsplätzen, die durch die Aufnahme des Geschäftsreiseflugverkehrs in der Region München geschaffen werden.

Der Geschäftsreiseflugverkehr bringt noch keine 10 zusätzliche Arbeitsplätze 

Mehr Informationen gibt es hier:

  • Folien des gesamten Vortrags (PDF - 5 MB) - hier
     

  • Folien Vortrag Thomas Möller (PDF-1,7 MB)  - hier

22. Mai 2007: Bürgerinititiative befürchtet die Genehmigung des Verkehrslandplatzes FFB

Die Presse berichtet: Die Bürgerinitiative gegen Fluglärm e.V. in Maisach befürchtet, dass das Luftamt Südbayern dem Antrag der Flugplatz Betriebsgesellschaft entsprechen und den Flugbetrieb auf dem aufgelassenen Flugplatzgelände in Fürstenfeldbruck genehmigen wird. "Das Luftamt hat bisher noch jeden Antrag genehmigt oder nur mit geringen Auflagen versehen" stellt Norman Dombo, Vorsitzender der BI gegen Fluglärm Maisach (BI), fest.

Norman Dombo kündigt gerichtliche Klagen gegen eine Genehmigung aus folgenden Gründen an:

  • Der Flugplatz wird nicht entsprechend den gesetzlichen Vorgaben konvertiert. Es handelt sich um eine Teilkonversion, bei der ein Teil des Flugplatzgeländes nicht mehr für die Luftfahrt genutzt werden soll. Damit ist der Sinn einer Konversion verfehlt, nachdem das vom Steuerzahler finanzierte Eigentum der Bundeswehr erhalten und von einem privatem Träger erhalten werden soll.
     

  •  Die Betriebsgesellschaft ist nicht Eigentümer des Flugplatzgeländes. Sie hat auch gem. ihres eigenen Geschäftsplans keine finanziellen Mittel, um das Gelände zu kaufen. Damit kann sie auch keine Enteignung des Eigentums von der BIMA anstrengen, denn bei einer Enteignung muss der Nutzer die Entschädigung an den enteigneten Eigentümer in Geld bezahlen.
     

  • Der Präferenzstatus für Konversionen von Militärflugplätze in Zivilflugplätze gilt nur dann, wenn der ganze Flugplatz von einem zivilen Träger übernommen wird. Die FFB Betriebsgesellschaft will jedoch nur ein Drittel der Betriebsfläche und weniger als 50% der Landebahn übernehmen. Damit entfällt bereits der Präferenzstatus für den Entfall eines Planfeststellungsverfahrens.
     
    Im übrigen ist die Verkleinerung des Flugplatzgeländes eine wesentliche Änderung des Flugplatzes, die für eine Genehmigung ein Planfeststellungsverfahren voraussetzt.

Den Ausbau des Zivilflugplatz mit der Ansiedelung "luftafiner" Gewerbeunternehmen auf einem zukünftigen "Verkehrslandeplatz Fürstenfeldbruck" kann sich der Geschäftsführer der FFB Flugplatz Betriebsgesellschaft - Herr Boehl - aus dem Kopf schlagen. Die Gemeinde müsste wohl nur Einrichtungen zur Abwicklung des Flugbetriebs dulden, nicht jedoch Produktionsstätten für Flugzeuge, Flugzeugteile oder Reparaturbetriebe für Flugzeuge, Motoren, usw. Damit entfällt für die Flieger eine wichtige Voraussetzung zur Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen, die dann woanders in der Republik entstehen werden.

19. Mai 2007: Zivilflieger rechnen mit der Genehmigung des Flugbetriebs in FFB

Die Presse berichtet über den Plan des Luftamts Südbayern, dem Antrag der FFB Betriebsgesellschaft zu entsprechen und die Nachfolgenutzung des aufgelassenen Militärflugplatzes als Verkehrslandeplatz mit Sofortvollzug zu genehmigen. Der Vorsitzende des Fliegerclubs München - Michael Jost - geht davon aus, dass die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima) der Betriebsgesellschaft das dafür notwendige Grundstück zur Verfügung stellt. Dabei beruft er sich auf das übliche Konversionsverfahren, nachdem die fliegerische Nutzung Vorrang vor allen anderen Nutzungen hat.

Die Flieger bieten der Gemeinde Maisach einen Kompromiss an, nachdem sich BMW, die Traber, das Sportzentrum und die Umgehungsstraße auf dem von den Flieger nicht genutztem Gelände untergebracht werden können. Hiermit biedern sich die Flieger wiederholt mit faulen Angeboten an. Sie versucht hiermit lediglich ihre schwache Rechtsposition durch die Zustimmung der Gemeinde zum Flugbetrieb aufzubessern. Ein Kompromissangebot ist dies nicht.

Für den Verkehrslandeplatz werden nach den Plänen der Betriebsgesellschaft nur 85 der 245 ha Gelände benötigt. Deshalb strebt die Betriebsgesellschaft einen Kompromiss mit der Gemeinde Maisach an, um dennoch den Bau der Trabrennanlage und die Ansiedelung von BMW mit ihrem Fahrertrainingszentrum zu ermöglichen. BMW müsse allerdings ihre derzeitigen Pläne "in die Tonne treten".

Die beiden Vertreter der Betriebsgesellschaft - Andreas Böhl und Michael Jost - geben an, dass es für Konversionen eines Flugplatzes, der von der Bundeswehr aufgegeben wird eine Vorrangposition für dessen Nachfolgenutzung als zivilen Flugplatz gibt. Sinn dieser Regelung ist der Erhalt der vom Steuerzahler geschaffenen Infrastruktur-Einrichtungen. Genau dies ist in FFB nicht der Fall. Es sollen nur 1/3 des Geländes und die Hälfte der Landebahn genutzt und im Bestand gesichert werden. Damit wird das Ziel der Bestandssicherung der Flugplatzanlage verfehlt. Hierbei handelt es sich allenfalls um eine Teilkonversion, die im Luftrecht nicht als Vorrangnutzung für zivile Flugplätze ausgewiesen ist. Außerdem soll der Flugplatz in seinem Bestand wesentlich verkleinert werden. Dies ist eine wesentliche Änderung der Flugplatzanlage, die nach dem Luftrecht erst nach der Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens genehmigt werden darf.

Die Flieger berufen sich auf das LEP (Landes-Entwicklungsprogramm). Nach der im vergangenen Juli im Bayerischen Landtag verabschiedeten Fassung des LEP soll (es steht nicht muss drin !!) in jeder Region ein Verkehrslandeplatz für die allgemeine Luftfahrt zur Verfügung stehen. Die "Region 14" (München und umliegende Landkreise) wird bereits mit Jesenwang bedient. der Sonderflughafen Oberpfaffenhofen hat den Geschäftsreiseflugverkehr mit Flugzeugen ab 2 t Abfluggewicht beantragt. Damit decken die Landeplatzkapazitäten der beiden Flugplätze die Nachfrage ausreichend ab (es gibt auch keinen seit 1992 dauernden Aufschrei der Flieger wegen fehlender Landeplätze). Einen dritten Flugplatz innerhalb von weniger als 12 km zu Jesenwang und Oberpfaffenhofen wird offensichtlich wegen der fehlenden Nachfrage nicht benötigt. Dass der Flugplatz in der Begründung des LEP erwähnt wird bedeutet gar nichts. Der CSU Landtagsabgeordnete Reinhold Bocklet musste sich im Landtag darüber belehren lassen, dass der Text in der Begründung "Makulatur" ist. Nur der Text im "LEP-Ziel" und nicht in der "LEP-Begründung" ist eine verbindliche Rechtsverordnung.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht kann der Flugplatzbetrieb über Jahre nicht wirtschaftlich geführt werden. Es fehlt schlicht an der Nachfrage nach Flugbewegungen und Abstellmöglichkeiten für Flugzeuge aus folgenden Gründen:

  • Der Flugzeugbestand der beantragten Flugzeugklassen geht seit Jahren zurück (ca. 10% seit 1995)

  • Der Bestand der Inhaber von Fluglizenzen ging im gleichen Zeitraum um den gleichen Faktor zurück

  • Wegen der in den vergangen Jahren drastisch gestiegenen Betriebskosten nimmt die Zahl de Flugbewegungen in der Klasse bis 5,7 t ständig ab. Lediglich die Zahl der Starts und Landungen von Ultraleicht-Flugsportgeräten (ungeeignet für Geschäftsreisen) nehmen zu. Dieser Trend ist auch in Jesenwang sichtbar.

  • Auch bei der Stationierung von Flugzeugen nimmt ab. Aus diesem Grund werden in der Zukunft weniger anstatt mehr Abstellflächen benötigt.

Die Ausweitung des Flugbetrieb auf einen Verkehrslandeplatz in FFB geht zu Lasten anderer Flugplätze in der Region. Damit kommt es zur "Kannibalisierung" bestehender Flugplatzbetriebe in der Umgebung mit der Konsequenz von Umsatzverlusten bei den Flugplatzbetreibern, Abbau von Arbeitsplätzen und Verlust an Steuereinnahmen. 

Völlig offen ist die Entwicklung des Flugverkehrs. Im Jahr 2006 gab es am Flugplatz FFB 9.776 Flugbewegungen, davon ca. 2.300 auf dem Teil des Verkehrslandeplatzes (also durchschnittlich 6 Starts oder Landungen pro Tag). Die restlichen 7.500 Flugbewegungen kommen von der  Sportfluggruppe. Bei solch niedrigem Verkehrsaufkommen ist wohl kaum mit einem wirtschaftlichem Flugbetrieb zu rechnen. In Anbetracht der ständig abnehmenden Flugbewegungen für Geschäftsflugzeuge bis 5,7 t fragt sich, wie die FFB Betriebsgesellschaft die geplante 17-fache Zahl an Starts und Landungen realisieren will. Es muss damit gerechnet werden, dass die FFB Betriebsgesellschaft das Flugplatzgelände nicht bezahlen kann und auf Subventionen aus Mitteln des Steuerzahlers angewiesen ist, um den öffentlichen Flugplatzverkehr (Verkehrslandeplatz) aufrecht zu erhalten.

Die Ansiedlung von mehreren Luftfahrtbetrieben ist mehr als fragwürdig, nachdem Herr Boehl bereits den Umzug eines Flugzeugherstellers mit 600 Arbeitsplätzen von Wienerneustadt nach FFB ankündigte. Recherchen der Zeitung ergaben, dass dieser Hersteller von dieser Umsiedelung nichts wusste und auch kein Plan besaß. Mit der Ansiedelung von weiteren Betrieben sollte Herr Boehl vorsichtig disponieren. Die Konversion als Vorrang-Nutzung gilt nur für den derzeitigen Bestand des Flugplatzgeländes. Die Planungshoheit für die Ansiedelung von weiterem Gewerbe liegt bei der Gemeinde Maisach, die mit Sicherheit kein Gewerbegebiet unter der Regie der Flieger genehmigen wird. 

14. Mai 2007: Bürgermeister Reich (Gilching) outet sich als DLR-Pilot und Flug-Fan

Die Presse berichtet über den Empfang anlässlich des Innovationstages in Oberpfaffenhofen mit Ministerpräsident Edmund Stoiber, an dem der Gilchinger Bürgermeister Reich teilnahm. Gleich nach diesem Empfang schlüpfte er in seine Fliegerkluft mit T-Shirt der DLR-Fliegergruppe, um als Pilot über das Fünfseenland zu fliegen.  De Gilchinger Bürgermeister hat seit geraumer Zeit einen Flugschein.

Wir respektieren die Freiheit von Bürgern, sich für ihr Hobby und Freizeitbeschäftigung zu entscheiden. Als Bürgermeister hat Herr Reich jedoch die Interessen seiner Bürger zu vertreten und zu respektieren. Dieses Verhalten konnten wir leider in der Vergangenheit nicht feststellen, denn als Flieger-Fan bügelt er alle alternativen Vorschläge zur Nutzung des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen nieder. Dies können wir nicht als besondere Tugend, wie es die Gilchinger Journalistin Uli Singer kürzlich tat, einordnen, sondern als Ignoranz des Willens und Forderungen seiner Bürger.

12. Mai 2007: Großdemonstration gegen die 3. Startbahn in München

Gegen die Zerstörung der Heimat. Unter diesem Motto veranstaltete das Aktionsbündnis "aufgeMUCkt"  eine Großdemonstration am Münchner Odeonsplatz. Sie war mit 18.000 Teilnehmern, fast 50 Organisationen, mehreren Bürgermeistern und Landräten aus dem Münchner Umland, sowie einer Delegation aus Frankfurt, ein großer Erfolg. 
Mehr Informationen gibt es - hier

Die Süddeutsche Zeitung veröffentlicht einen ausführlichen Bericht mit Hintergrundinformationen im Internet:
http://www.sueddeutsche.de/,ra14m4/muenchen/artikel/63/113949/

11. Mai 2007: Presse berichtet über Info-Veranstaltung des Fluglärm e.V. Gilching am 9.5.2007

Die Presse berichtet über die Informationsveranstaltung des Fluglärm e.V. (Gilching) am 9. Mai 2007 in Gilching-Geisenbrunn und den zunehmenden Widerstand bei den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis STA. 

Mit über 300 Besucher war diese Veranstaltung sehr gut besucht. Dies zeigt das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an den Planungen der EDMO für den Ausbau des Flugbetriebs und den damit verbundenen negativen Auswirkungen und der zusätzlichen Lärmbelastung. Der Lärmsachverständige Dipl.-Ing. Steger führte aus, dass sich durch den beantragten Geschäftsreiseflugverkehr die Lärmbelastung durch strahlgetriebene Flugzeuge versechsfachen (6x) wird. Die rechnerische Steigerung der Lärmbelastung ist damit 8 dB(A), also weit mehr eine Verdoppelung, wie bisher angenommen.. 

Die Presseberichte konzentrieren sich auf die Aussagen der Politiker auf dem Podium. Die Argumente und Sachthemen gegen die Zulassung des öffentlichen Geschäftsreiseflugverkehr werden leider nur ansatzweise erwähnt.

Am 22. Mai 2007 findet eine weitere Informationsveranstaltung des Fluglärm e.V. in Seefeld / Hechendorf statt.

Im übrigen berichtet die Presse darüber, dass die Proteste bei den regionalen Politikern bereits Wirkung zeigen. Immer mehr Christsoziale aus den westlich von München gelegenen Landkreisen schwenken auf die Linie der Fluglärmgegner ein. Dies ist ein Erfolg der im Westen von München aktiven Bürgerinitiativen, die sich gegen den Ausbau von Flugplätzen wehren. Dieses Thema wird bei den nächsten Kommunalwahlen mit Sicherheit eine Rolle spielen. Wir bleiben dran.

10. Mai 2007: BR3 berichtet über den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen und Infoveranstaltung

Die Bayerische Abendschau berichtete über die Infoveranstaltung des Fluglärm e.V. (Gilching), die am Abend des 9. Mai in Gilching/Geisenbrunn stattfand. Der Bericht begann mit den Plänen der EDMO, den Flugbetrieb durch die Aufnahme des öffentlichen Geschäftsreiseflugverkehrs auszubauen.

Der Pressesprecher der EDMO - Thomas Warg - erklärte, dass die luftrechtliche Genehmigung 800 neue Arbeitsplätze schaffe, was von uns ernsthaft bezweifelt wird.

Nach Berichten in der Presse muss die EDMO möglicherweise in den nächsten Monaten auf die auf dem Flughafengelände ansässige AERO-Bildungs-GmbH verzichten. Die AERO-Bildung wird demnächst in das Gilchinger Gewerbegebiet umziehen. Der Geschäftsführer der AERO-Bildungs-GmbH - Robert Voit - fiel bei der RUAG - Demonstration und der Mahnwache vor der RUAG als besonders aktiver Fürsprecher für den Ausbau des Flughafens auf. Deshalb wundert es uns doch sehr, dass sein Unternehmen plötzlich vom Flughafen desertieren will.

Demnächst gibt es halt weniger Arbeitsplätze auf dem Flughafen, dafür mehr im benachbarten Gewerbegebiet. Uns stört dies nicht. 

24. April 2007: Ankündigung Info-Veranstaltung am 9. und 22. Mai 2007 - SFH Oberpfaffenhofen

Was wird aus dem Sonderflughafen Oberpfaffenhofen?

Besuchen Sie die Informationsveranstaltungen des Fluglärm e.V. - Verein Fluglärm e.V. – Interessengemeinschaft zur Erhaltung der Lebensqualität im Naherholungsgebiet Fünfseenland am

  • 9. Mai 2007 um 19.30 Uhr in Gilching - Gaststätte Geisenbrunn, Tonwerkstraße 3 und
     

  • 22. Mai 2007 um 19.30 Uhr in Hechendorf, Bürgerstadl, Schlagenhofener Weg

Veranstaltungsprogramm:

  • Begrüßung – 1. Vorsitzender Rudolf Ulrich

  • Aktuelle Situation: Entwicklung/Risiken/Arbeitsplätze – Dipl. Ing. Thomas Möller

  • Recht und Immobilien – RA Andreas Burnhauser

  • Lärmbelastung – Dipl. Ing. Gerhard Steger

  • Belastung für Wasser und Luft – Prof. Dr. Hubert Miller

  • Podiumsdiskussion mit Landes- und Kommunalpolitikern

Mehr Informationen gibt es im Flugblatt zur Einladung - hier

Mehr Informationen zur Situation am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen gibt es - hier

3. April 2007: Umweltbundesamt verkündet "Tag gegen Lärm" am 25.4. 2007

Kaum ein Bürger oder eine Bürgerin bleibt in Deutschland von Lärm verschont. Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) zeigen, dass etwa 13 Millionen der Einwohnerinnen und Einwohner mit Geräuschpegeln belastet sind, die deutliche lärmbedingte Gesundheitsrisiken und zunehmende Schlafstörungen verursachen.

„Es ist höchste Zeit für eine Trendwende bei der Lärmbelastung der Bevölkerung. Denn: Lärm ist nicht nur lästig – er kann auch krank machen.“ Die Europäische Umgebungslärmrichtlinie ist mit der vorgesehenen Information und Beteiligung der Bevölkerung wichtig, um die menschliche Gesundheit besser vor Lärm zu schützen. „Wir müssen mehr gegen die Lärmbelastung unserer Bevölkerung tun. Noch herrscht zu viel Ruhe um den Lärm“, so UBA-Chef Andreas Troge.

Studien für das UBA (Umweltbundesamt) zeigen, dass Verkehrslärm zunehmend Schlafstörungen verursacht und sich das Risiko erhöht, besonders an Störungen des Herz-Kreislauf-Systems zu erkranken:

  • So untermauert eine im UBA erarbeitete Literaturstudie den Zusammenhang zwischen Straßenverkehrslärm und Herzinfarkten: Das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, steigt bei Männern um etwa 30 Prozent, falls sie längere Zeit in Gebieten mit hohem Verkehrslärm wohnen, deren mittlerer Schallpegel im Außenbereich am Tag über 65 Dezibel dB(A) liegt.

  • Zwischen Fluglärm und erhöhtem Arzneimittelverbrauch besteht ein direkter Zusammenhang. Dies ist das Ergebnis einer epidemiologischen Studie für das UBA, die im Umfeld eines deutschen Flughafens mit Nachtflugbetrieb Daten von mehr als 800.000 Personen analysierte. Demnach führt Fluglärm dazu, dass die Betroffenen häufiger den Arzt aufsuchen und die Ärzte diesen mehr Medikamente verschreiben.

Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse spiegeln sich auch in Umfragen zur erlebten Lärmbelästigung der Bevölkerung im Wohnumfeld wider: Die Befragten stufen den Straßenverkehrslärm regelmäßig als größte Störung ein - vor anderen Faktoren, wie Autoabgase und Abwässer von Fabriken. Auch die kontinuierlich durchgeführte Online-Lärmumfrage des UBA zeigt diese Relevanz: 60 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer fühlen sich vom Straßenverkehrslärm wesentlich belästigt.

Mehr Informationen im Internet: http://www.uba.de/uba-info-presse/2007/pd07-022.htm
 

3. Oktober 2006: Mahnwache am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen am 6. Oktober - 16.00 Uhr

 
Am Freitag, 6. Oktober 2006 findet um 16.00 Uhr vor der Flughafeneinfahrt des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen eine Mahnwache "mit Pauken und Trompeten" statt.

Die Mahnwache soll dem Flugplatzbetreiber und den verantwortlichen Politikern nochmals verdeutlichen, dass die von der EDMO beantragte Aufnahme des öffentlichen Passagier-Luftverkehrs unter dem Deckmantel des "qualifizierten Geschäftsreiseflugverkehrs" nicht nur das der Erholung und dem Fremdenverkehr gewidmete Fünf-Seenland zerstört, sondern auch die Ansiedelung von Hightech-Unternehmen verhindert, die auf eine ruhige Umgebung wegen der überwiegend geistigen Arbeit angewiesen sind.

Die Mahnwache ist als Demonstration angemeldet.

Aktionsbündnis gegen Fluglärm München-West  -  V.i.S.d.P.: Thomas Möller - Brunhamstraße 43 - 81249 München - Tel. 089-871 2444

Kein Ausbau der Flugplätze in der Region München West