Aktionsbündnis gegen Fluglärm München West  -  Bürgerinitiative  -  Bürgervereinigung  -  allgemeine Luftfahrt  - Flugplätze

Aktionsbündnis gegen Fluglärm - Bürgerinitiative Bürgervereinigung - Oberpfaffenhofen Fürstenfeldbruck Weßling Gilching Jesenwang Maisach München West Kein Ausbau der Flugplätze - Sonderlandeplätze - Sonderlandeplatz - Flugplatz - Sonderflughafen im Westen von München - Fluglärm Lärmbelästigung Arbeitsplätze Tourismus allgemeine Luftfahrt Luftverkehr

 



 

 
Aktuelles

Archiv - 1. Quartal 2006

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Archiv

2005
1. Qu. 2006
 
 
 
29. März 2006: Vermarkter von Fürsty-Flächen vermisst klare Entscheidung der Regierung

Die Presse berichtet, das vor dem Verkauf des aufgelassenen Flugplatzgeländes in FFB eine politische Entscheidung über die Nachfolgenutzung fallen muss. Dies fordert ein Sprecher der BIMA (Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten).

Die Gemeinde Maisach und die Flugplatz-Betriebsgesellschaft haben verschiedene Ziele:

  •  Die Gemeinde Maisach will das Gelände so nutzen, dass kein Flugbetrieb mehr möglich ist,
  • die Befürworter des Flugplatzes wollen einen rentablen Flugplatz daraus machen.

Der Landtagsabgeordnete Reinhold Bocklet sieht in der BIMA den klaren Auftrag, das Flugplatzgelände möglichst gewinnbringend zu verkaufen. Dies liege auch im Interesse des Stauerzahlers. 

In Anbetracht der Konkurrenzsituation zwischen der Flugplatz-Betriebsgesellschaft und der Gemeinde Maisach, wird es immer dringender für eine nicht-fliegerische Nutzung des Flugplatzgeländes, wenn ein sozial- und wirtschaftspolitisches sinnvolles Nutzungskonzept von der Gemeinde Maisach entwickelt und verabschiedet wird. 

25. Februar 2006: Sportflieger sollen Flugplatz in FFB retten

In einem Leitartikel berichtet die Presse, dass sich viele Politiker und Fluglärmgegner etwas vorgemacht haben. Es setzt sich allmählich die Überzeugung durch, dass der Flugplatz geschlossen werden muss. Ein Grund hierfür ist die Annahme, dass ein Flugplatz in FFB nicht wirtschaftlich geführt werden kann.

 Der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft - Andreas Boehl - setzt genau an diesem Schwachpunkt an und findet Unterstützung im Wirtschaftsministerium. Die Fluglärmgegner haben schon immer befürchtet, dass FFB zwar keinen Flugplatz für Geschäftsreisende, sondern einen Flugplatz für Hobby- Freizeit- und Segelflieger bekommt. Die meisten Flüge würden dann am Wochenende stattfinden. Boehls Überlegungen, die Bundeswehr-Sportfliegergruppe in den Kreis der Betreibergesellschaft aufzunehmen ziele in die gleiche Richtung. Mit dieser Fusion wären 8000 Starts und Landungen pro Jahr garantiert. Zudem wäre es wirklich ein Schnäppchen, wenn diese Gesellschaft 85 ha Flugplatzgelände mit Vorfeld und Hallen erwerben könnte. Kann das restliche Gelände von 185 ha zu einen ähnlichen Preis verschleudert werden, dann findet sich sicher ein Unternehmer, der auf diesem Gelände viele Arbeitsplätze schaffen kann. Mit diesem Schachzug wäre ein Teil des politischen Widerstands gebrochen und die bisherige Diskussion auf den Kopf gestellt.

Wir meinen, dass der Flugplatz-Betriebsgesellschaft unter der Geschäftsführung von Herrn Boehl das Wasser am Hals steht. Der Flugbetrieb ist defizitär. Es fehlt die Nachfrage nach bezahlten Landungen in FFB. Es gibt offensichtlich keine Aussicht auf Besserung. Auf Sicht ist dies das Aus der Betriebsgesellschaft. Was liegt näher, als mit seinen Freunden der Sportfliegergemeinschaft, der er viele Jahre als Präsident vorstand, zu kooperieren. Wenn die Betriebsgesellschaft von den Einnahmen der "Geschäftsflieger" nicht leben kann, vielleicht klappt es mit dem Nachbarn.

In einem irren sich Herr Boehl und Herr Eisenkolb: Die Start- / Landebahn, das Vorfeld und die Flugzeughallen mögen zu einem Preis von EUR 2 Millionen vielleicht ein Schnäppchen sein. Das restliche Gelände ist als FFH-Gelände (Flora-Fauna-Habitat) gewidmet, auf den keine Entwicklung möglich ist. Dieses Gelände ist ein Quasi-Naturschutzgebiet. Da ein solches Naturschutzgebiet keinen Unternehmer findet, wird es auf diesem auch keine neuen Arbeitsplätze geben. Dies weiß auch Herr Boehl. Wir fragen uns nur, warum er andere für so blöd hält, dass sie diese Finte nicht merken. 

24. März 2006: Info-Veranstaltung in Germering - fast 1000 Besucher

In einer Info-Veranstaltung, die vom Germeringer Oberbürgermeister Dr. Braun moderiert wurde, stellte der Geschäftsführer der Flugplatzbetriebsgesellschaft EDMO (Oberpfaffenhofen) die Pläne für den Ausbau des Sonderflughafens vor. Der Ausbau des Sonderflughafen sei für die Entwicklung des Gewerbes im Bereich Oberpfaffenhofen bis nach Martinsried wichtig. Für den Geschäftsmann sind kurze Wege vom Flugplatz zum Büro von Vorteil. Die Anfahrt zum Flughafen München II sei zu weit. Es gehe nur um einen Teil der in München pro Jahr registrierten 16.000 Flugbewegungen.

Der Vorsitzende des Vereins Fluglärm e.V. - Andreas Burnhauser - forderte mehr Transparenz ein. Die Genehmigung des Ausbaus des Sonderflughafen, der eine technische Kapazität von 200.000 Flugbewegungen (wie München-Riem) hat, sei fast unbemerkt über die Bühne gegangen. Es fehle insbesondere ein Umweltverträglichkeitsgutachten mit einer Verkehrs- und Lärmprognose. Damit sind die Scheunentore für eine fast unbegrenzte Lärmbelastung offen.

Es folgten Präsentationen eines Grundwasser und Fluglärmgutachters. Zum Thema Fluglärm der betroffenen Gemeinden wurden keine konkreten Aussagen gemacht. Die Feststellung, dass Germering vom Fluglärm nur halb so betroffen ist, wie Gilching war kein Trost.

Die hohe Zahl der Besucher dieser Veranstaltung zeigt, wie ernst das Thema Fluglärm für die Betroffenen ist und die Ansiedelung des öffentlichen Flugverkehrs verhindert werden muss.

23. März 2006: Privatflieger wollen Militärflughafen kaufen

Die Presse berichtet, dass die Flugplatz-Betriebsgesellschaft einen Antrag auf Nachfolgenutzung des Flugplatzes in FFB stellen wollen. Wird die Nachnutzung genehmigt, sind die 3 Gesellschafter (Fliegeclub München e.V., AOPA und die IHK München) ein Drittel des aufgelassenen Flugplatzgeländes zum Preis von 2 Millionen EUR kaufen. Verfügen die Betreiber über den Flugplatz mit einer Erschließung, hält es der Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft für möglich, mit dem Flugplatz Geld zu verdienen.

Die Gemeinde Maisach kündigt bereits im Vorfeld an, gegen diesen Plan vorzugehen, da die Planungshoheit für das aufgelassene Flugplatzgelände bei der Gemeinde Maisach liege. Der private Flugbetrieb sei nach wie vor unerwünscht.

Unklar ist, wie der Kauf / Pacht des Flugplatzgeländes finanziert werden soll. Die Nachfrage nach dem Flugplatz FFB seitens der Geschäftsflieger ist derart gering, dass nach Presseberichten im meist frequentierten Monat nur 50 Landungen stattfanden. Die Landegebühren von 10 - 20 EUR reichen offensichtlich nicht aus, um vollwertige Arbeitsplätze zu schaffen. Der Flugplatzbetrieb wird durch ein paar 400-EUR-Jobber abgewickelt. 

Interessant ist auch die Aussage des Geschäftsführers der FFB Betriebsgesellschaft - Herrn Boehl, nachdem er es "für möglich hält, mit den Flugplatz Geld zu verdienen". Diese Aussage ist die reine Bankrotterklärung eines Unternehmers. Wie sollen aus einen Betrieb, der nur Verluste produziert und vielleicht einmal Gewinn erwirtschaftet, 200 - 600 neue Arbeitsplätze entstehen?

Dies zeigt einmal mehr, dass die Argumente der Befürworter des Luftverkehrs am Flugplatz FFB nur auf den Erhalt ihrer Landebahn zielen, um ihr Hobby in der Zukunft möglichst kostengünstig (am besten aus Steuermitteln gefördert) nachkommen können. Die Pläne für die Schaffung von Arbeitsplätzen sind ohne Substanz. Dies ist auch dem Laien klar geworden.   

23. März 2006: Flughafen Oberpfaffenhofen nicht entscheidend für Galileo-Zuschlag

Die Presse berichtet, dass die von Politikern geäußerte Behauptung, dass das Kontrollzentrum für das Satelliten-Navigationssystem Galileo ohne Sonderflughafen nicht nach Oberpfaffenhofen gekommen wäre ist falsch. Sowohl nach den Angaben des Bayerischen Wirtschaftsministeriums und der Geschäftsführerin der DLR Oberpfaffenhofen haben f+ür die Vergabe des Kontrollzentrums andere Faktoren eine Rolle gespielt. 

Für das DLR ist die Verfügbarkeit für den Forschungsbetrieb notwendig. Ohne die Landebahn hätte man ein riesiges Problem, äußerte die Geschäftsführerin der DLR - Frau Graf. 

21. März 2006: Presse berichtet über Airbus A380 Testflüge über Oberpfaffenhofen

Nachdem sich bei der Polizei, Ratshäusern, Luftamt Südbayern und den Bürgerinitiativen mehrere Hundert wegen des dauernden Fluglärm erbosten Bürgerinnen und Bürgern anriefen, ist die Fluglärmsituation am Sonderflughafen ernst zu nehmen. Es reichten nur 30 Überflüge in 300 - 400 m Höhe aus, um die betroffenen Bürger "auf die Palme zu bringen". Wenn nur 30 Überflüge Bürgerinnen und Bürger wegen des Fluglärms "aus dem Häuschen bringen", wie stellt sich dann die Situation bei 150 Landungen pro Tag (ca. 100.000 Flugbewegungen pro Jahr) und einer Überflughöhe von 30 - 50 m in Neugilching dar? 

Die  wesentlich geringere Überflughöhe führt zu einer bis zu 500-fach höheren Lärmbelastung (bis zu +27 dB) zusätzlich zur empfundenen Lärmbelästigung während der Testflüge am 20. März 2006.

Die Presse berichtet über Lärmmessungen am Boden (in Wohngebieten?) durch die DLR. Nachdem die Grundstückseigentümerin des Sonderflughafens zum Airbus-Konzern gehört, muss unterstellt werden, dass diese Messungen auch im Hinblick auf den geplanten Ausbau zum Verkehrsflughafen unternommen wurden. 

Wir warnen bereits heute mit Vergleichen der am Boden gemessenen Lärmwerte des Airbus A380 zur Lärmsituation während des Betriebs als Verkehrsflughafen (zur Entlastung von München II). Sie wurden aus weit höheren Überflughöhen erstellt, als dies für die Landung in Oberpfaffenhofen vorgeschrieben ist. Wenn der durch den Testflug des A380 verursachte Fluglärm bereits die Belästigungsgrenze überschritten hat, dann führt der geplante Flugverkehr in Oberpfaffenhofen zum Fluglärm-GAU. 

20. März 2006: FFB Betriebsgesellschaft und Sportflieger stornieren Diskussion mit BV Fluglärm 

Am 8. März veröffentlichte die FFB-SZ einen Leserbrief des 1. Vorsitzenden der Bundeswehr Sportflieger Gemeinschaft Fürstenfeldbruck e.V., Herrn Herchenröder, in dem er zu einem Gespräch zur Zukunftsplanung für den Flugplatz Fürstenfeldbruck einlud, um dessen wirtschaftlichen Nutzen kennen zu lernen. Zunächst schlug er ein Treffen zusammen mit Herrn Boehl, Geschäftsführer der Flugplatzbetreibergesellschaft FFB und Herrn Jost, Präsident des Münchner Fliegerclubs am Flugplatz vor.

Heute erhielten wir die Mitteilung, dass dieses Gespräch nicht stattfinden wird, da wir vom Fluglärm in FFB nicht betroffen sind und wir uns deshalb an den Flugplatzbetreiber in Jesenwang wenden sollen. Wir bekamen noch den Tipp, uns zum Stand der Entwicklung der Zukunftsplanung des zivilen Luftverkehrs in Fürstenfeldbruck auf der Homepage der BI "Aufsteigen mit Fürsty e.V." zu informieren.

Wir möchten an dieser Stelle betonen, dass wir eine ansehnliche Zahl an Mitgliedern haben, die direkt vom Fluglärm in FFB betroffen sind. Mitglieder unseres Vereins wohnen in München und in den Landkreisen FFB,  LL und STA. Von wegen "wir sind nicht vom Fluglärm in FFB betroffen".

Nachdem wir besonderes Interesse an der wirtschaftlichen Entwicklung des Flugbetriebs äußerten (insbesondere wie der Flugplatzbetreiber und die Sportflieger 200 Arbeitsplätze auf dem Flugplatz und weitere 400 im dessen Umfeld schaffen wollen), haben die Flieger wohl kalte Füße bekommen. Wenn das Geschäftskonzept der Flieger Substanz hätte, dann könnten sie sich beruhigt unseren kritischen Fragen stellen und müssten ein Treffen mit unserer Bürgerinitiative nicht aus fadenscheinigen Gründen absagen.

Wir kommen zum Schluss, dass

  • das Geschäftskonzept der Betreibergesellschaft und Sportflieger Gemeinschaft eine Luftblase ist und keine wirtschaftliche Substanz hat (daran ändert auch die angebliche Begutachtung des Geschäftsplans durch die IHK nichts, die selbst Gesellschafter der Betreibergesellschaft sind),
     
  • die Pläne der Betreibergesellschaft und Sportflieger für den Ausbau des Flugplatzbetriebs "nicht präsentabel" sind und deshalb die Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern vermieden wird,
     
  • zurecht unterstellt werden kann, dass die Sportflieger nur Trittbrettfahrer bei den "Geschäftsfliegern" sind, um nach der Auflassung des Fliegerhorstes nicht selbst "von Platz zu fliegen",
     
  • die Abwicklung von Flügen der "Geschäftsflieger" - auch wegen des Wettbewerbs durch Jesenwang und Oberpfaffenhofen - und der in den vergangen Jahren ständig rückläufigen Zahlen der zugelassenen Flugzeuge unter 5,7 Tonnen, die für Geschäftsreiseflüge geeignet sind, nur mit Hilfe von Subventionen aus öffentlichen Mitteln durchgeführt werden kann.

Die Sportflieger und die Betreibergesellschaft haben ihre Chance zur Kommunikation ihrer Ausbaupläne für den Flugbetrieb in Fürstenfeldbruck nicht genutzt. Sie vermeidet auf diese Weise die für sie offensichtliche unangenehme / peinliche Aufklärung der Öffentlichkeit, dass der Flugbetrieb in FFB nur mit Hilfe von Subventionen aus öffentlichen Mitteln möglich und der Geschäftsplan zur Schaffung von 200 Arbeitsplätzen auf dem Flugplatz ein nicht realisierbarer Wunschtraum ist. Der Flugbetrieb in Fürstenfeldbruck würde nicht nur der Gemeinde Maisach die weitere Entwicklung der in der Nähe des Flugplatzes liegenden Grundstücke verwehrt, sondern der Steuerzahler müsste auch noch für Kosten der Hobby- Spaß- und Freizeitflieger aufkommen. 

Aus der Sicht des Steuerzahlers und vieler Bürgerinnen und Bürger in den Flugplatzgemeinden ist die Nachfolgenutzung des Fliegerhorstes als Verkehrslandeplatz die schlechteste Perspektive.

20. März 2006: 5 Stunden Fluglärmterror durch Platzrunden eines A380 in Oberpfaffenhofen
 
Der Lärmterror begann um 11 Uhr, als ein Airbus 380 ständig Anflüge auf den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen flog. Dies dauerte fast 5 Stunden. Während dieser "Übung" flogen nach Beobachtung von aufmerksamen Bürgerinnen und Bürgern zusätzlich weitere große Verkehrsflugzeuge den Sonderflughafen an.  

Viele über den Fluglärm aufgebrachte Bürgerinnen und Bürger riefen die Polizei, den Flugleiter am Sonderflughafen und das Luftamt Südbayern an, durch das diese Flüge angeblich genehmigt wurden. Anlass war ein Messprogramm der DLR zur Durchführung von Messungen.

Nach Auskunft des Luftamts wurden die Überflüge über den Sonderflughafen in einer Höhe von 400 m durchgeführt. Diese Flüge wurden durch das Luftamt genehmigt.

Uns erreichten zahlreiche Anrufer und E-Mails erboster Bürgerinnen und Bürger, die sich durch diesen Fluglärm belästigt fühlten. 

Die schlechte Nachricht ist, dass der zu erwartende Fluglärm ungleich schlimmer ist, als der, der heute durch den A380 demonstriert wurde. In Gilching fliegen die Flugzeuge in nur einem Zehntel der Überflughöhe des A380. 

Der vergleichbare Lärmpegel der normal auf den Flughafen landenden Flugzeuge entspricht dabei der Intensität von 100 gleich lauten A380 oder 20 dB zusätzlichem Lärmpegel.

 

Bild des Airbus 380 über Dächern von München-Aubing beim Einbiegen in den Endanflug auf den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen
 

Hier eine der Meinungen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger, die uns erreicht haben:
  • War das die Demonstration für den auf uns zukommenden Luftverkehr?
  • Ich werde aus Germering wegziehen, wenn der öffentliche Flugverkehr nach Oberpfaffenhofen kommt !!!
  • Wo kann man sich über diesen Fluglärm beschweren ?
  • Kann man gegen diese Lärmentwicklung klagen ?

 

14. März 2006: Info-Veranstaltung gegen Fluglärm in Germering

Am 14. März 2006 fand die große Informationsveranstaltung des Vereins "Germeringer gegen Fluglärm e.V." in der Stadthalle Germering statt. Leider konnten von den über 500 Besuchern dieser Veranstaltung nur 280 teilnehmen, weil der Saal aus feuerpolizeilichen Gründen für weitere Besucher geschlossen wurde.

Auf dem Podium saßen: 

  • Reinhold Bocklet, MdL (CSU)

  • Kathrin Sonnenholzner, MdL (SPD)

  • Dr. Martin Runge, MdL (die Grünen)

  • Michael Weberpals, Moderator

  • Thomas Möller - Aktionsbündnis gegen Fluglärm München-West

Die Vortragsfolien des Einführungsreferats stehen hier zum Download zur Verfügung: 

Infoveranstaltung-Germering.pdf - (1,4 MB)

Das Aktionsbündnis gegen Fluglärm geht bei der Planung des Verkehrsflughafens Oberpfaffenhofen von folgenden Eckdaten und Motivationen aus:

  • Der Flughafen München II soll zur interkontinentalen Drehscheibe mit wesentlich mehr Umsteigerverkehr ausgebaut werden. Treibende Kraft ist die Deutsche Lufthansa, die München als 2. Flughafen für Interkontinentalflüge verstärt nutzen will.

  • Die Kapazität des Flughafens München wird bereits ab 2008 begrenzt. Ab 2010 soll wegen der zur Verfügung stehenden 2 Landebahnen kein Wachstum mehr möglich sein (entspr. Angaben in Berichten der FMG). Um der Lufthansa und anderen Fluglinien in Übersee die notwendigen Kapazitäten anbieten zu können, muss ab 2009 ein erheblicher Teil des Luftverkehrs bis zur Verfügbarkeit der 3. Start- und Landebahn auf einen anderen Flughafen ausgelagert werden.

  • München II wächst mit einer jährlichen Rate von 6% - 7%. D.h. ab 2009 müssen pro Jahr zusätzlich 30.000 Flugbewegungen ausgelagert werden. Da diese Zahl jeweils zusätzlich ist, ergibt dies insgesamt bis zu 210.000 Flugbewegungen pro Jahr ab 2014.

  • Oberpfaffenhofen hat bereits heute die technischen Voraussetzungen zur Abwicklung von Flugzeugen bis zu einer Größe des Airbus 310 / 320. Durch die erst kürzlich genehmigten Verbesserungen der Rollbahnen durch sogenannte "Hochgeschwindigkeits-Abfahrten" von der Landebahn zur Rollbahn, können große Flugzeuge in hoher Anflugfrequenz abgewickelt werden. Technisch können so viele Flugzeuge pro Jahr wie in München-Riem (190.000) abgewickelt werden.

  • Die Grundstückseigentümerin / Betreibergesellschaft haben einen genehmigten Ausbauplan für ca. 350.000 Quadratmeter Geschossflächen für Einrichtungen der Luftfahrt (Planfeststellungsverfahren). Mit dieser gigantischen Nutzfläche ist der Betrieb eines Verkehrsflughafen für Fracht- und Passagierflüge mit hohen Umschlags- und Passagierzahlen möglich.

  • Die Grundstückseigentümerin hat nach dem Verkauf der Dornierwerke und dem anschließenden Konkurs dieses Unternehmens keine Betriebe mehr in Oberpfaffenhofen. Die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs führt zu wirtschaftlichen Verlusten. Es gibt ein großes Interesse der Grundstückseigentümerin, diese Verluste zu beseitigen - durch Schließung des Flugbetriebs, Durchführung des öffentlichen Flugbetriebs oder durch "Verschönerung der Braut" zu späterem Verkauf des Flugplatzes an einen Interessenten (Flughagen München GmbH ?).

Her Bocklet gab sich alle Mühe, diese Projektion eines Verkehrsflughafens Oberpfaffenhofen herunterzuspielen. Aus seiner Sicht betrifft der Ausbau nur ca. 8.000 Flugbewegungen von sog. Businessjets. Es würde keinen Charter-, Fracht- und Linienflugverkehr in Oberpfaffenhofen geben, so seine Meinung und die der von ihm befragten "Experten".

Wir glauben allerdings nicht an die von Herrn Bocklet vorgetragene "kleine" Lösung, zumal die Staatsregierung die Funktion des Sonderflugplatzes im LEP am 14. Februar 2006 nachgebessert hat. In der Änderung fanden wir keine Beschränkungen des Ausbaus des Flughafens, sondern weitere Formulierungen in Richtung "zur Entlastung von München II durch den Geschäftsreiseflugverkehr - insbesondere mit größeren Flugzeugen". 

Ist eine Boeing 737 / 757 oder ein Airbus 320 kein "größeres" Flugzeug ?

16. Februar 2006: Übergabe von 6060 Unterschriften gegen Fluglärm

Der Germeringer Verein "Germeringer gegen Fluglärm e.V. hat im Rahmen einer Petition gegen den Ausbau des Sonderflughafens in Oberpfaffenhofen 6060 Unterschriften gesammelt, die der Landtagsabgeordneten Kathrin Sonnenholzner (SPD) übergeben wurden. 
 

1. Februar 2006: Bocklet kündigt Korrekturen an LEP 2005 an - nicht nur Firmenflüge

Die Presse berichtet über eine Nachfrage beim CSU-Landtagsabgeordneten Bocklet - Berichterstatter im Wirtschaftsausschuss im Bayerischen Landtag. Demnach soll der Beschluss des Starnberger Kreistags, der eine Beschränkung des Luftverkehrs auf am Dornier-Gelände ansässigen Unternehmen vorsieht, gekippt werden. Die Einschränkung der Nutzung lasse sich nicht festschreiben. Dem Sonderflughafen Oberpfaffenhofen muss ein wirtschaftlicher Betrieb ermöglicht werden. Dies bedeutet die Zulassung des zivilen Luftverkehrs ohne Einschränkungen des Nutzerkreises.

Der Wirtschaftsausschuss denkt über einen Passus nach, der Starts und Landungen von Cargo-, Linien- und Chartermaschinen in Oberpfaffenhofen ausschließt. Zum Schutz der Anlieger (Bürgerinnen und Bürger) sollen zudem rechtsverbindliche Gesamtlärmpegel festgelegt werden, die nicht überschritten werden dürfen.

Dieser Plan bedeutet die Umwidmung des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen zum Verkehrsflughafen, nachdem der Nutzerkreis nicht mehr auf am Flugplatzgelände ansässige Unternehmen bzw. Luftfahrtunternehmen eingeschränkt ist. Ein Ausschluss von Charter-, Cargo- und Linienmaschinen würde allenfalls eine temporäre Maßnahme zur Lärmbegrenzung sein, da die Flugplatznutzung nach dem Luftrecht ohne weiteres Planfeststellungsverfahren und Anhörung Betroffener aus diese Nutzungen jederzeit durch das Luftamt erweitert werden kann.

Die Festschreibung rechtsverbindlicher Lärmwerte ist ein Wunschdenken des Abgeordneten Bocklet. Selbst nach der Novellierung der Fluglärmgesetzes ereicht kein deutscher Verkehrsflughafen die Grenzwerte von 70 dB bei Tag und 60 dB (durchschnittlicher Dauerlärmpegel) bei Nacht (nach den Arbeitsschutzgesetzen dürfen zum Schutz der Gesundheit in Büros dürfen keine Geräte aufgestellt, die in 1 m Anstand einen Lärm von mehr als 55 dB erzeugen).

Wir fordern die Sicherung des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen für den Werkflugverkehr der dort ansässigen Unternehmen der Luftfahrt-Industrie und die Streichung sämtlicher Pläne zum Ausbau dieses Flugplatz zum öffentlichen Verkehrslandeplatz oder Verkehrsflughafen, bzw. wirtschaftliche Nutzung zur Abwicklung des Frachtflugverkehrs. 

1. Februar 2006: Neue Bürgerinitiative wirbt für Zivilflugplatz in FFB

Die Presse berichtet über die Gründung der "Bürgerinitiative Aufsteigen mit Fürsty - Luftverkehr schafft Arbeitsplätze". Diese Bürgerinitiative peilt einen Mitgliederbestand von 450 an. Hauptargument der BI ist, dass durch die Luftfahrt Arbeitsplätze entstehen.

Wir sind gespannt, wie sich diese BI die Schaffung von Arbeitsplätzen durch den Luftverkehr auf den Flugplatz Fürstenfeldbruck vorstellt. Die Nachfrage nach diesem Flugplatz ist so gering, dass nach Angaben der Presse in Spitzenmonaten nur 50 Flugzeuge pro Monat auf dem Verkehrslandeplatz der Flugplatz landen. Dies schafft dort nur wenige EUR 400-Jobs und riesige Betriebsverluste. Ohne Subventionen müsste die Flugplatz-Betreibergesellschaft aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben. Im übrigen gibt es in Deutschland nur sehr wenige zugelassene Flugzeugtypen zwischen 2 und 5,7 t Maximalgewicht. 

28. Januar 2006: Flughafen Nürnberg wächst - Investitionsprogramm für 200 Millionen EUR

Die Presse berichtet über Ausbaupläne des Flughafens Nürnberg mit einem Investitionsvolumen von 200 Millionen EUR. Der Nürnberger Wirtschaftsreferent Fleck (CSU) kritisierte die Absicht des Finanzministers Falthauser, ein Darlehen an den Nürnberger Flughafen kurzfristig zurückzufordern. Das positive Geschäftsergebnis würde - nach Angaben der Flughafen GmbH - sich durch die Rückzahlung des Darlehens erheblich verschlechtern. Fleck nannte Falthauser's Forderung "einen unfreundlichen Akt". Er verstehe unter nachhaltiger Finanzpolitik etwas anderes, als den Einmaleffekt einer Rückzahlung zu nutzen.

Flughafenbetreiber gehen offensichtlich davon aus, dass Anschubfinanzierungen und Darlehen aus Steuermitteln nicht mehr zurückbezahlt werden müssen ("nachhaltige Finanzpolitik") und als Einnahmen des Unternehmens gebucht werden können. Nur so ist es zu verstehen, dass sich das Betriebsergebnis der Flughafen GmbH durch eine Rückzahlung eines Darlehens verschlechtern kann. Bei anderen Unternehmen hat die Rückzahlung eines Darlehens auf das Betriebsergebnis keinen Einfluss, das Darlehen nicht als Einnahmen verbucht werddn können.

Wir fordern die sofortige Einstellung der als "Anschubfinanzierung" getarnten Subventionen der Flughäfen durch öffentliche Mittel. Flughäfen müssen, wie alle anderen Verkehrsträger (Straße, Bahn) ihre Betriebskosten selbst tragen / finanzieren. Am Beispiel "Maut für LKWs" werden sogar Steuer von Verkehrsträgern verlangt, die teilweise für den allgemeinen Haushalt verwendet werden. Die Luftfahrt bezahlt dagegen nur in geringfügigem Maß Steuern. Es gibt z.B. für Auslandsflüge (auch innerhalb der EG) keine Kerosin- und Mehrwertsteuer.  

28. Januar 2006: Warum nimmt der Fluglärm zu ? - Interview mit Frau Sonnenholzner (MdL - SPD)

In der Presse spricht Frau Sonnenholzner über den zunehmenden Fluglärm  in den Landkreisen FFB und STA. 

Eine wesentliche Zunahme des Fluglärms resultiert aus der Verlegung der Anflugrouten und Warteräume für den Flughafen München II. Bürger haben mit Ausnahme des Landkreises Freising / Erding kein Anhörungsrecht zum Fluglärm und deshalb auf diese Anflugrouten keinen Einfluss. Dieser Anstieg des Fluglärms erfolgt bereits ohne die Auswirkungen der Ausbaupläne für die Flugplätze in FFB, Jesenwang und Oberpfaffenhofen.

27. Januar 2006: Nur 4000 bis 6000 Flugbewegungen für Geschäftsflieger in Oberpfaffenhofen

Der private Fernsehsender München.tv berichtet über den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen. Entsprechend Schätzungen des Geschäftsführers der Betriebsgesellschaft EDMO - Edwin Grabherr - ist nur mit 4000 - 6000 Flugbewegungen pro Jahr zu rechnen. Dies hört sich wie eine gute Nachricht an. Dies sind 10 bis 20 Starts / Landungen pro Tag. Sie würden in Anbetracht der derzeitigen Flugverkehrs kaum ins Gewicht fallen. Ist die Aufregung und sind die Befürchtungen, dass in Oberpfaffenhofen ein Regionalflughafen entsteht umsonst?

Dieser Fernsehbericht führte auch aus, dass der Geschäftsreiseflugverkehr die Betriebskosten - Herr Grabherr spricht von 34 Berufs-Feuerwehrleuten, die vorgehalten werden müssen - bei weitem nicht deckt. Herr Grabherr ging jedoch nicht darauf ein, mit welchen Maßnahmen eine Deckung der Betriebskosten erreicht wird.

Mit Herrn Edwin Grabherr hat sich der Eigentümer des Flughafengeländes einen Profi in Sachen Flugplatzgenehmigung und -konvertierung engagiert. Hier einige Daten zu Herrn Grabherr's Biographie:

  • Herr Grabherr ist Jurist und hat ein Buch über Luftrecht geschrieben. Dieses Buch diente als Referenz in zahlreichen Gerichtsurteilen.

  • Herr Grabherr war leitender Ministerialrat bei der Regierung von Oberbayern. Er war maßgeblich im Planfeststellungsverfahren und der Genehmigung des Flughafens München II beteiligt.

  • Herr Grabherr war Geschäftsführer der Sicherheitsgesellschaft am Flughafen München II.

  • Herr Grabherr war Gutachter für luftrechtliche Gutachten (z.B. Hahn im Hunsrück - heute Dependence von Frankfurt und Low-Cost Flughafen für Fracht und Nachtflüge)

  • Herr Grabherr ist Geschäftsführer der EDMO - Betriebsgesellschaft für den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen.

Mit Herrn Grabherr hat die Betreibergesellschaft einen Top-Profi für die Durchsetzung ihrer Interessen, Interessen des Flugplatzeigentümers und der Bayerischen Staatsregierung. Er hat große Erfahrung in der Durchsetzung der Interessen der Staatsregierung und Luftfahrt- Unternehmen - auch gegen berechtigte Interessen der vom Fluglärm betroffener Bürger. 

Herrn Grabherr's Information sehen wir als gezielte Fehlinformationen. In Wirklichkeit soll die Flughafenkapazität in Oberpfaffenhofen so "aufgebohrt" werden, dass 

  • hohe Flugfrequenzen mit großen Flugzeugen (bis ca. 150 t Maximalgewicht) abgewickelt werden können (dies sind mindestens 90.000 Flugbewegungen, weit mehr als 100.000 sind realistisch).

  • Dafür sprechen die geplanten "Hochgeschwindigkeits-Ausgänge" der Landebahn zur Rollbahn, die nur an Flugplätzen mit hoher Flugfrequenz großer Flugzeuge gebaut werden.

  • Weiterhin sprechen dafür, dass große Flächen an "Universalgebäuden" gebaut werden, die für die Luftfahrt-Industrie als auch für Luftfahrt-Unternehmen zur Abfertigung von Passagieren und Luftfracht genutzt werden können.

  • Die Ostanbindung von der Autobahn zum Sonderflughafen und mögliche Reaktivierung des S-Bahnhofs vor dem Sonderflughafen sind weitere Indikatoren, dass Oberpfaffenhofen als Regionalflughafen den Flughafen München II entlasten soll.

Wir fordern die schonungslose Aufklärung und vollständige Veröffentlichung der Pläne für den geplanten Ausbau des Sonderflughafen Oberpfaffenhofen. Nur so können Bürger beurteilen, ob der Fluglärm zu einer ernsten Bedrohung führt und ob das Flughafengelände weiter als Sonderflughafen mit angeschlossenem Gewerbegebiet betrieben werden soll.  

25. Januar 2006: Zivilflieger kämpfen um den Militärflugplatz FFB

Die Presse berichtet, dass das Bayerische Wirtschaftsministerium mit dem nahtlosen Übergang von der zivilen Mitbenutzung zur zivilen Nutzung des Flughafens in Fürstenfeldbruck. Die Flugplatzbetreiber-Gesellschaft in Fürstenfeldbruck plant einen Antrag auf die zivile Nachfolgenutzung des aufgelassenen Fliegerhorstes zu stellen. Für die Konvertierung eines Militärflughafens in einen Zivilflughafen gelten vereinfachte Genehmigungsverfahren - so Wirtschaftsminister Huber.

Norman Dombo - Vorstand der Bürgerinitiative gegen Fluglärm Maisach - geht jedoch davon aus, dass in Fürstenfeldbruck der Flugverkehr endgültig eingestellt wird.

Es kann in Deutschland niemand das Recht verwehrt werden, einen Antrag auf die zivile Nutzung eines Flugplatzgeländes zu stellen. Die Erteilung der luftrechtlichen Genehmigung hängt von der Zuverlässigkeit des Unternehmers (insbesondere der finanziellen Zuverlässigkeit) ab. Genau hier stellen sich Zweifel an der Zuverlässigkeit dieser Betreibergesellschaft, die dem Fliegerclub München, der AOPA und der IHK München gehören.

Es ergeben sich folgende Fragen:

  • Kann diese Betreibergesellschaft das Betriebsgelände mit fast 250 ha bezahlen / ohne Subventionen aus Steuermitteln / von Staatsbetrieben finanzieren?

  • Gibt es einen Geschäftsplan der einen wirtschaftlichen Betrieb des Flugplatzes ohne Subventionen aus öffentlichen Mittel zu erwarten lässt?
    (Die Nachfrage nach Landungen auf dem Flugplatz FFB erreichte nach Angaben in der Presse mit 50 Landungen im Monat - das sind knapp 2 Landungen pro Tag) den Höhepunkt. Dies entspricht Einnahmen aus Landegebühren von weniger als EUR 1.000,00)

Der Leser dieser Fragen kann sich selbst ein Bild über die wirtschaftliche Situation dieser Betreibergesellschaft und der Notwendigkeit für einen Flugplatz der allgemeinen Luftfahrt in FFB machen.

Wir fordern die Einstellung der Pläne zur zivilen Nachfolgenutzung des Fliegerhorstes aus Gründen der Lebensqualität der betroffenen Bürgerinnen und Bürger und des Steuerzahlers, der nicht für derartig unwirtschaftliche und unsinnige Projekte aufkommen darf. 

25. Januar 2006: Mehr Flieger, mehr Lärm  -  SPD Gröbenzell thematisiert Flughafenausbau

Die Presse berichtet über eine Veranstaltung der Gröbenzeller SPD mir Herrn Dr. Miosga - Kreisrat in STA und Gemeinderat in Weßling - und Frau Sonnenholzner - Landtagsabgeordnete (SPD) - zur Zunahmen des Fluglärms durch den von der Staatsregierung geplanten Ausbau der der im Westen von München liegenden Flugülätze in Fürstenfeldbruck, Jesenwang und Oberpfaffenhofen. Neu für die Bürgerinnen und Bürger in Gröbenzell war, das die Gemeinde in den Anflugschneisen der Flughäfen Oberpfaffenhofen und Fürstenbruck liegen. Gröbenzell ist bereits durch den zahlreichen Anflugverkehr (Warteschleifen) auf München II stark lärmbelastet.

25. Januar 2006: Konsequenzen für Piloten - Germeringer Grüne stellen Anfrage im Stadtrat

Die Presse berichtet über die Grünen in Germering, die Klarheit über die Einflugschneisen am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen verlangen. Erst wenn bekannt sei, wo sich die Anflugschneisen befinden und in welcher Höhe die Flugzeuge fliegen, können vertieft über Auswirkungen auf Germering diskutiert werden. Außer der Lage der Einflugschneisen und der Mindesthöhe der Flugzeuge fragen die Grünen nach Konsequenzen, die Piloten zu erwarten haben, die sich nicht an die Vorgaben halten.

23. Januar 2006: Jobmaschine Flughafen kommt ins Trudeln

Die Presse berichtet über Millionenverluste, die am Flughafen München durch zu teures Personal anfallen. Der Flughafenchef Kerkloh spricht über 50 Millionen EUR Verlust pro Jahr im Bereich Be- und Entladen von Flugzeugen, Frischwasserversorgung, weil die Preise für die Abfertigung der Flugzeuge den Aufwand nicht decken. Zur Kostensenkung werden zunehmend Fremdfirmen mit Einstiegslöhnen ab 6,88 EUR pro Stunde für Zeitarbeiter eingesetzt. Weiter fordert er die 42-Stundenwoche ohne Lohnausgleich. Dies ermöglicht einen Abbau von Personal. Die Lohnspirale nach unten ist längst ins Rollen gekommen.

Der Flughafenchef hat die Vorgabe, die Verluste der Bodendienste bis 2011zu beseitigen. In Anbetracht des Verlustes von 50 Millionen EUR pro Jahr wird dies nicht ohne Abbau von Arbeitsplätzen gehen. 

Die Jobmaschine "Flughafen und Luftfahrt" hat nun einen Kolbenstecker bekommen.  

21. Januar 2006: Zivilflieger in FFB müssen um Genehmigung bangen

Die Presse berichtet über den Antrittsbesuch des Bezirkspräsidenten der Regierung von Oberbayern Christoph Hillenbrand beim Landrat Thomas Karmasin (FFB). Demnach erlischt mit der Entwidmung des Fliegerhorstes FFB auch die luftrechtlichen Genehmigung zur zivilen Nutzung des Flugplatzes FFB. Zur Weiterführung oder Wiederaufnahme des zivilen Flugbetriebs ist ein neues Planfeststellungsverfahren (z.B. auch zur Klärung des Zugangs zum Flugplatzgelände am "Tor 6" in Maisach.  

Sollte der Flugplatz Fürstenfeldbruck für immer geschlossen werden, vergrößert sich der Druck zum Ausbau der Flugplätze Jesenwang und Oberpfaffenhofen, der nach den Plänen des Wirtschaftsministeriums auch der Entlastung des Flughafens München II dienen soll. 

19. Januar 2006: Wollenberg fordert die Nutzung des Flugplatzes FFB für Geschäftsflieger

Der Wirtschaftsprofessor und Stadtrat in Fürstenfeldbruck fordert die zivile Nutzung des Flugplatzes für Geschäftsflieger. Seit Einstellung des Flugbetriebs vor ein paar Jahren seien in Maisach 18% und in Emmering 10% der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze verloren gegangen. Auch in den Flughafengemeinden Olching und in Bruck seinen massiv Arbeitsplätze entfallen.

Den Text dieses Presseartikels können Sie hier herunterladen (PDF).

Folgende Argumente des Wirtschaftsprofessors Wollenberg sind für uns nicht nachvollziehbar:

  • Obwohl der Landkreis FFB eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in Deutschland hat, sollen in kurzer Zeit in Maisach 18% und in Emmering 10% der Arbeitsplätze zum Opfer gefallen sein. Sollte dies tatsächlich zutreffen und auf die Einstellung des Flugverkehr zurückzuführen sein, dann gäbe es täglich über dieses Thema Berichte in der Presse. Uns sind derartige Berichte nicht bekannt.

  • Nach Wollenberg's Faustformel entstehen durch 30.000 Starts und Landungen mehrere Hundert neue Arbeitsplätze. In Jesenwang gibt es pro Jahr fast 40.000 Flugbewegungen, aber keine 100 Arbeitsplätze für die Abfertigung und Service. Es gibt in Jesenwang auch kein Gewerbegebiet. Dies zeigt, dass diese "Faustformel" nicht funktioniert.

19. Januar 2006: Flugplatz-Fan beschuldigt Bürgerinitiativen für Probleme der Luftfahrtindustrie

Bürgerinitiativen werden von Fans der allgemeinen Luftfahrt vorgeworfen, dass sie an der "schlechten Stimmung der Luftfahrtindustrie" und deren wirtschaftlichen Problemen verantwortlich sind. Ein Beispiel ist folgendes Schreiben mit unserer Antwort, das Sie hier zum Download als PDF-Dokument (276 KB) heruntergeladen werden kann - hier

Wir nehmen zu diesem Brief wie folgt Stellung:

  • Die falschen Angaben zu den in Jesenwang genehmigten Flugzeugmustern und den Überflughöhen haben wir im Antwortschreiben kommentiert.

  • Wir fordern die Sicherung des Sonderflughafens als Werksflughafen für die dort ansässigen Unternehmen. Dieser Standort ist wichtig für die deutsche Luftfahrt und qualifizierte Arbeitsplätze in der Region.

  • Mit dem Ausbau des Sonderflughafens in Oberpfaffenhofen zum Regionalflughafen und Ansiedelung der allgemeinen Luftfahrt können die wirtschaftlichen Verluste aus dem Flugbetrieb und Bereitstellung der Flugplatzeinrichtungen nicht verbessert werden. Am Beispiel der meisten deutschen Regionalflughäfen muss der Steuerzahler Verluste ausgleichen, um den Flugbetrieb zu sichern. Regionalflughäfen fehlen die Einnahmen aus den Nebenbetrieben (Supermärkte, Ladenpassagen, Mietwagenbüros, Vermietung von Büros und Lagerflächen an Speditionen, usw.), die profitabel sind.

  • Das Angebot an qualifizierten Arbeitsplätzen am Sonderlandeplatz Oberpfaffenhofen kann nur durch die Ansiedelung von Hightech-Unternehmen aus einer breiten Schicht an Branchen, die nicht unbedingt Teil der Luftfahrtindustrie sind, verbessert werden (z.B. Hightech-Park und Gewerbegebiet für mittelständische Unternehmen). Weitsichtige Regionalplaner sehen dies auch so und haben bereits Pläne erstellt, die die Kommunen kennen.

  • Mit der Verlagerung des Luftverkehrs von München nach Oberpfaffenhofen (zur Entlastung des Flughafens in München) werden allenfalls Arbeitsplätze von dort nach Oberpfaffenhofen verlagert, aber in der Region München keine neuen Arbeitsplätze geschaffen. Aufgrund der defizitären Betriebsergebnisse deutscher Regionalflughäfen haben dort Entlassungen von Arbeitnehmern stattgefunden, sodass eher mit einer Reduzierung der Arbeitsplätze zu rechnen ist. 
    Im übrigen ist am Beispiel Jesenwang wird klar, dass der Flugverkehr der allgemeine Luftfahrt nicht zu zusätzlichen Arbeitsplätzen in der Umgebung von Flugplätzen führt. In Jesenwang gibt es trotz der hohen Zahl der Flugbewegungen (ca. 40.000 pro Jahr) und hohen Anteils am gewerblichen Luftverkehr kein Gewerbegebiet oder Gewerbepark.

18. Januar 2006: Land der Pisten - Situation der deutschen Regionalflughäfen

Die Süddeutsche Zeitung berichtet ausführlich über die Entwicklung deutscher Regionalflughäfen, die "wie Pilze aus dem Boden schießen".

  • Deutsche Regionalflughäfen werden aus Steuermitteln kräftig Subventioniert und nutzen den Bürgern wenig.

  • Der Flughafen Erfurt wurde mit 220 Millionen EUR gefördert und kostet jedes Jahr 13 Millionen EUR. Es fehlt an entsprechendem Fluggastaufkommen. Auch die Ryanair bekam Fördermittel in Erfurt.

  • Der Ryanair war die Förderung nicht gut genug und wanderte zum Flugplatz Altenburg (liegt zwischen Leipzig und Magdeburg) ab.

  • Auch in Altenburg stehen Investitionen von ca. 8 Millionen EUR an. Deshalb forderte der benachbarte Flughafen Leipzig/Halle die Schließung von Altenburg.

Wir fordern die Einstellung der Pläne zum Ausbau des Sonderflughafen Oberpfaffenhofen zum Regionalflughafen, nicht nur um dem Steuerzahler sinnlose Ausgaben zu ersparen, sondern auch um die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger in den Landkreisen FFB, STA und in München zu erhalten.

16. Januar 2006: 1500 Unterschriften gegen Flughafenausbau in Oberpfaffenhofen

Die Presse berichtet über Forderungen des neu gegründeten Vereins "Germeringer gegen Fluglärm e.V." . Da die bestehende luftrechtliche Genehmigung keine Grenzen nach oben hat, ist die genannte Zahl der Flugbewegungen lediglich eine Angabe zur baulichen Kapazität. Der Vorsitzende des Vereins befürchtet, dass die im Landesentwicklungs-Programm vorgesehene Ausbau des Sonderflughafens durch den Geschäftsreiseverkehr und Entlastung des Flughafens München zu einem hohen Verkehrsaufkommen kommt.

Bereits kurz nach der Gründung des Vereins wurden Plakate und Unterschriftenlisten in Germering verteilt. Über 1.500 Bürgerinnen und Bürger haben sich in diese Unterschriftenlisten eingetragen. Täglich gehen Protest über das Internet ein.

Der Vorsitzende des Vereins Dieter Belschner berichtete über eine Studie der Deutsche Bank Research, nach dem viele deutsche Regionalflughäfen Verlustbringer sind und mit öffentlichen Mitteln subventioniert werden müssen. Der in Oberpfaffenhofen geplante Flugverkehr würde sehr bald Grenzwerte für eine gesundheitsschädliche Belastung überschreiten - so Belschner. Betroffen vom Fluglärm sind ein Kindergarten mit über 100 Kindern und Wohngebiete am Germeringer See.

Es ist die Verabschiedung einer Petition geplant. Sie liegt in Germeringer Geschäften aus und kann im Internet unter

http://www.germeringer-gegen-fluglaerm.de/

heruntergeladen werden. Eine Flugblatt-Aktion ist zusätzlich geplant.

12. Januar 2006: Bericht über Entwicklung deutsche Flughäfen in der Wirtschaftswoche

Die Wirtschaftswoche veröffentlicht einen ausführlichen Bericht zur Zukunft deutsche Flughäfen. Den Text dieses Berichts können Sie hier herunterladen (PDF).

Die Flughäfen und Fluglinien leiden unter dem Druck sinkender Einnahmen. Dies führt zu einem Strukturwandel in dieser Branche. Vorbei sind die Zeiten für ein bequemes Geschäft der Flughäfen mit durchschnittlich 17% Umsatzrendite. Die Airports stopfen die Lücken, indem sie sie Billigflieger mit Konditionen am Rande der Subvention anlocken. 

In den vergangenen Jahren wurden mit öffentlicher Förderung eine Reihe Regionalflughäfen aufgebaut, "weil der Flugverkehr im Schnitt pro 1000 Passagiere drei Jobs schafft". Heute kämpfen die Flughäfen Dortmund, Münster, Paderborn und Weeze um Kunden. Ohne die Nebenbetriebe der Flughäfen, wie Spielkasinos, Einkaufszentren, Veranstaltungs- und Konferenzangebote wären heute alle Flughäfen defizitär. Doch Einkaufen allein rettet deutsche Airports nicht. Im Vergleich zu den USA sind sie aufwendig ("Paläste") aus öffentlichen Mitteln finanziert. Die Abfertigungskosten liegen in München bei EUR 18 pro Passagier, dagegen in Amsterdam bei nur 8 EUR. Darum müssen deutsche Flughäfen die Kosten senken "Kürzungen um 30% sind unvermeidlich" - so die Unternehmensberatung Arthur D. Little. Dies wird in erster Linie zu einem erheblichen Abbau von Arbeitsplätzen führen - die "Jobmaschine Flughäfen / Luftverkehr bekommt einen Kolbestecker!! 

In einem zweiten Artikel gibt es ein Interview mit dem Chef des Frankfurter Flughafen - Wilhelm Bender. Er berichtet über das Engagement der Fraport an internationalen Flughäfen. Allein in Manila verlor das Staatsunternehmen Fraport 300 Mio. EUR, auf die der deutsche Steuerzahler wegen Mismanagements verzichten muss. 

Wir fordern die Einstellung der Auslandsengagements deutscher Flughafenbetreiber, die im Besitz der öffentlichen Hand sind. 

12. Januar 2006: Fluggegner im Aufwind

Die Presse berichtet über die Lücke der Abwehrfront gegen den zivilen Flugbetrieb. Nach Angaben des stellv. SPD-Unterbezirksvorsitzenden Alfred Münch ist er optimistisch, dass die CSU ihre Wackelei aufzugeben scheint und im Landkreis FFB an einem Strang zu ziehen scheint. Es werde nun leichter die Türen des Aktionsbündnisses Fluglärm Freier Landkreis Bruck zu öffnen für all diejenigen Organisationen und Wählergruppen, die sich klar zur Abwehr des im dichtesten besiedelten Landkreises Bayern bekennen. Nun müsse nur noch der Landrat Thomas Karmasin zu klaren Aussagen und aktiven Eintreten bewegt werden.

Die BV Jesenwang hat bereits die Kooperation und Mitarbeit in diesem Aktionsbündnis zugesagt. Das Aktionsbündnis gegen Fluglärm München-West wird ebenfalls die Zusammenarbeit mit Herrn Münch anbieten.

10. Januar 2006: Die Kehrseite des Widerstands gegen Flieger

Die Presse veröffentlicht einen ausführlichen Bericht über einen Flugzeugmechaniker, der in einem Unternehmen an Sonderflughafen Oberpfaffenhofen "wegen der negativen Stimmung gegenüber der Luftfahrt "fast arbeitslos" wurde. Den Text dieses Presseberichts können Sie hier lesen (PDF).

Wir nehmen zu diesem Zeitungsartikel wie folgt Stellung:

  • Entlassungen von Angestellten der Unternehmen am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen begründen sich nicht wegen des Widerstands der Bürger gegen den Ausbau der Flugplätze im Münchner Westen, sondern aus wirtschaftlichen Erwägungen der Unternehmer (z.B. Umsatzrückgang und /oder Kostenreduzierungen).

  • Die Bürgerinitiativen fordern nicht die Einstellung des Flugbetriebs in Oberpfaffenhofen. Sie sprechen sich eindeutig für den Erhalt des Status als Werksflughafen mit dem dazugehörigen Werksflugverkehr aus. Der Standort Oberpfaffenhofen ist als Sonderflughafen für den Werksflughafen zu sichern. Der Sonderflughafen ist für die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie von großer Bedeutung. Ebenso für den Erhalt qualifizierter Arbeitsplätze der Flugzeugindustrie (Entwicklung und Herstellung von Flugzeugen, -teilen und -wartung).

  • Die Bürgerinitiativen fordern die Einstellung der Pläne zum Ausbau des Sonderflughafens zum Regionalflughafen. Die allgemeine Luftfahrt, insbesondere durch die im Landesentwicklungs-Programm vorgesehene Verlagerung von Flugverkehrskapazitäten nach Oberpfaffenhofen bringt keine zusätzlichen Arbeitsplätze nach Oberpfaffenhofen - bestenfalls eine Verlagerung. Nachdem fast alle deutschen Regionalflughäfen defizitär arbeiten und dort Personal entlassen wird, ist davon auszugehen, dass noch in dieser Region Arbeitsplätze vernichtet werden.

  • Der Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck wurde u.a. deshalb aufgelassen, weil die Start- und Landebahn für strahlgetriebene Flugzeuge, wie der in Entwicklung befindliche Airbus M400, wegen Schäden der Landebahn gesperrt wurde. Es können also aus technischen und militärpolitischen Gründen diese Hilfsflüge nicht von Fürstenfeldbruck aus starten. Es ist falsch anzunehmen, dass der M400 nur von Fürstenfeldbruck aus starten kann. Militärische Transportflugzeuge sind im Allgemeinen Kurzstarter. Für den Einsatz von Hilfsflügen kommen in Südbayern eine Reihe von Flugplätzen in Betracht.

  • Die Ansiedelung des Navigationssystems "Galileo" ist ein Schritt in die richtige Richtung. Dieses Unternehmen hat mit Flugzeugen und der allgemeinen Luftfahrt nichts zu tun und könnte an einem beliebigem Ort stationiert sein. Wir begrüßen die Ansiedelung dieses Unternehmens als wichtigen Schritt zur Sicherung der Arbeitsplätze in Oberpfaffenhofen.

  • Die Stationierung der allgemeinen Luftfahrt und Ausbau des Flugplatzes zum Regionalflughafen ist keine geeignete Lösung zur Sicherung und Ausweitung von Arbeitsplätzen an diesem Standort. Weitsichtige Regional- und Raumplaner sehen hier die Ansiedelung von Unternehmen (z.B. Hightech-Unternehmen - Entwicklungszentrum der Firma Webasto) als den Weg zum Erfolg.    

Aktionsbündnis gegen Fluglärm München-West  -  V.i.S.d.P.: Thomas Möller - Brunhamstraße 43 - 81249 München - Tel. 089-871 2444

Kein Ausbau der Flugplätze in der Region München West