| 19.
September 2006: Bündnis 90/Die Grünen kündigt
Fluglärm-Info-Abend am 26.9.2005 an |
Der Ortsverband München Pasing-Aubing der
Bündnis 90/Die Grünen lädt zu einer
Informationsveranstaltung zu den Entwicklung der Flugplätze
Oberpfaffenhofen, Fürstenfeldbruck und München II ein, die
am 26. September 2006, 19.30 Uhr im Wienerwald, Limesstraße
63, München-Aubing stattfindet. Die Einladung erfolgt auch in
Zusammenarbeit der Ortsverbände Hadern, Gräfelfing und
Planegg.
Herr Dr. Martin Runge (MdL/Grünen), Herr
Boris Schwartz (Stadtrat/Die Grünen) und Herr Andreas
Wüstenhöfer (Interessengemeinschaft für ein Verkehrslärm
freies Aubing) informieren über den Antrag der
Betreibergesellschaft EDMO zum Ausbau des Sonderflugplatzes
Oberpfaffenhofen, die geplante / von der Betreibergesellschaft
beantragte zivile Nutzung des Militärflugplatzes in
Fürstenfeldbruck und zunehmende Fluglärmbelästigung durch
den Flughafen München II.
| 31.
August 2006: Ankündigung der Fluglärm-Demo in Weßling
am 17. September - 15.00 Uhr |
Am Sonntag, 17. September
2006 findet eine große Demonstration gegen den Ausbau des
Flugbetriebs und Zulassung des Geschäftsreiseflugverkehrs am
Sonderflughafen Oberpfaffenhofen statt. Die Der
Demonstrationszug beginnt um 15.00 Uhr an der S-Abahnstation
Weßling mit einer Kundgebung am Marktplatz (15.30 Uhr).
Diese Demonstration wird
von 22 Parteien und Organisationen getragen, die sich gegen
den Fluglärm wernden.
Mehr Informationen zu dieser
Demonstration gibt es im Internet: www.fluglaerm-demo.de
Das
Flugblatt mit vielen Informationen zu diesem Thema gibt es zum
Download - hier
| 30.
August 2006: Ankündigung der Fluglärm-Demo in
München-Aubing am 5.9.2006 - 18.00 Uhr |
Die SPD
München-Aubing / Lochhausen veranstaltet anlässlich
des Besuchs des Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber
am Dienstag,
5. September 2006 um 18.00 Uhr eine Demonstration gegen
die geplante Ausweitung des Flugverkehrs in
Oberpfaffenhofen.
Die Demonstration beginnt an der
S-Bahnstation München-Aubing.
Die SPD ist seit Wochen aktiv in der
Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger über die
möglichen Belastungen durch den Fluglärm in
Oberpfaffenhofen landenden Düsenflugzeuge. Die
Anflugroute auf den Flughafen Oberpfaffenhofen führt
über München-Lochhausen, Aubing, Germering und
Gilching.
|
|
| 14. August 2006:
Pläne der EDMO zum Ausbau des Flugbetriebs stoßen auf
Unverständnis |
Die Presse berichtet über erste Reaktionen
auf den Antrag der Oberpfaffenhofener Flughafen
Betreibergesellschaft, den Flugverkehr durch
Geschäftsreiseflüge auszuweiten.
Der Geschäftsführer der Flughafen
Betriebsgesellschaft EDMO - Herr Edwin Grabherr - gibt als
Motiv zur Zulassung des Geschäftsreiseflugverkehrs an, dass
er den Flughafen kostendeckend betreiben will. Hierzu gehören
die Ausweitung der Betriebszeiten von früh morgens bis 21
Uhr, nach Rücksprache mit den Tower auch bis 22 Uhr an 7
Tagen der Woche.
Es werden nicht nur 10.000 Geschäftsflüge
pro Jahr abgewickelt werden, sondern zusätzlich auch
Lufttaxiflüge und Flüge mit Hubschraubern. Von diesen
Flugbewegungen wurde auf den Info-Veranstaltungen, an denen
Herr Grabherr teilnahm nichts bekannt. Lufttaxis sind
üblicherweise kleine Flugzeuge mit 4 bis 6 Sitzplätzen,
deren maximales Abfluggewicht unter 2 Tonnen liegt. Damit
wäre eine im LEP (Landesentwicklungsprogramm) aufgenommene
Restriktion - keine Flugzeuge unter 2 Tonnen - bereits
gekippt.
Reinhold Bocklet - CSU-Abgeordneter für den
Stimmkreis FFB - versicherte im Rahmen der Diskussion um das
LEP, dass der Öffnung des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen
enge Grenzen gesetzt sind. Dies sehen wir nicht mehr so. Der
Flugverkehr verdreifacht sich, Hubschrauberflüge und
Lufttaxis waren nicht im LEP erwähnt.
Die SPD Germering brachte es auf den Punkt:
"Die Zusagen der CSU, alles würde beim Alten belieben,
waren kalkulatorisches Blendwerk!"
| 14. August 2006:
Bocklet sieht das Potenzial für Oberpfaffenhofen
begrenzt |
Der CSU-Abgeordnete Reinhold Bocklet sieht
im Antrag der EDMO (Sonderflughafen Oberpfaffenhofen) auf die
Ausweitung des Luftverkehrs auf Geschäfts- und Lufttaxiflüge
mit 33.000 Flugbewegungen pro Jahr eine "überschaubare
Steigerung".
Herr Bocklet hat wohl bereits vergessen,
dass er in öffentlichen Auftritten eine maximale Zahl von
8.000 zusätzlichen Flugbewegungen pro Jahr erklärte, die
maximal zusätzlich auf Oberpfaffenhofen zukommen werde. Dies
liege noch unter dem Flugbetrieb zu Zeiten von Dornier.
Inzwischen ist die Zahl von 8.000 Flugbewegungen auf 22.000,
also fast das dreifache angewachsen. Ist dieser
"Rechenfehler" Herrn Bocklet nicht
aufgefallen?
Herr Bocklet, hören
endlich Sie auf, den Bürgern Sand in die Augen zu streuen.
Sorgen Sie stattdessen dafür, dass die von Ihnen im März
2006 erklärten Zahlen für die maximale Zunahme des
Luftverkehrs von 8.000 Flugbewegungen eingehalten wird. Wir
werden Sie des öfteren daran erinnern.
| 12. August 2006:
Flugbetrieb in Oberpfafenhofen soll sich verdreifachen -
EDMO stellt Antrag |
Die Presse berichtet, dass die
Betreibergesellschaft des Sonderflughafens in Oberpfaffenhofen
(EDMO) den bereits im Vorfeld angekündigten Antrag zur
Erweiterung des Flugbetriebs auf Geschäftsreiseflüge beim
Luftamt Südbayern gestellt hat. Der Antrag sieht eine
Verdreifachung des Luftverkehrs von 11.000 auf 33.000
Flugbewegungen pro Jahr vor. Zu den besten Zeiten von Dornier
waren es nur 23.000.
Dieser Antrag zeigt, dass die Bürger von
Politikern und der EDMO während der Diskussion um die
Formulierung zur Zulassung der allgemeinen Luftfahrt in
Oberpfaffenhofen gewaltig an der Nase herumgeführt wurden:
| Das
wurde uns versprochen (LEP 2006): |
So
sieht die Realität aus: |
| Es
werden nur ca. die Hälfte der 16.000 Flugbewegungen der
allgemeinen Luftfahrt (Geschäftsflieger), die derzeit
pro Jahr in München abgewickelt werden nach
Oberpfaffenhofen ziehen. |
Die
Presse schreibt von bereits 10.000 Flugbewegungen, die
von München nach Oberpfaffenhofen verlagert werden.
Darüber hinaus ist die Abwicklung weiterer 12.000
Flugbewegungen geplant, die bisher weder seitens der
EDMO noch von Politikern eingeräumt wurden. |
| Der
Sonderflughafen Oberpfaffenhofen dient nicht der
Entlastung des Flughafens München II. |
Die
Auslagerung von 10.000 Flugbewegungen von München nach
Oberpfaffenhofen dient der Entlastung von München II,
was denn sonst? |
| Flugzeuge
unter 2 Tonnen sind ausgeschlossen. |
Es
wurde die Abwicklung von Lufttaxiflügen beantragt.
Lufttaxiflüge werden überwiegend mit kleinen
Flugzeugen mit 4 bis 6 Sitzplätzen abgewickelt. Gerade
diese Flugzeuge haben ein maximales Startgewicht unter 2
Tonnen. Lufttaxiflüge sind nicht auf Hubschrauber
begrenzt. |
| Unter
"qualifizierter Geschäftsreiseflugverkehr"
wurde der individuelle Geschäftsreiseflugverkehr mit
kleinen Geschäftsflugzeugen bis zu einem maximalem
Startgewicht von 50 Tonnen verkauft. Dies heißt, dass
Geschäftsreisen im Firmenflugzeug oder gemieteten
Flugzeug stattfinden. |
Es
sollen nicht nur Geschäftsflieger, sondern auch
Besitzer von Privatjets (= Geschäftsflugzeuge)
abgewickelt werden. Wenn Geschäftsreisende in
Privatjets etwas anderes sind, als Geschäftsreisende in
Flugzeugen bis zu einem Gewicht von 50 Tonnen und zum
Teil über 100 Sitzplätzen, wie sieht denn dann dieser
Geschäftsreiseflugverkehr den aus?
Wie unterscheidet er sich vom öffentlichen
Reiseflugverkehr, nachdem in München 47% aller
Passagiere Geschäftsreisende sind?
Wir sind der
Meinung, dass hier der Schlüssel zur massiven
Abwicklung des öffentlichen Geschäftsreiseflugverkehrs
in Oberpfaffenhofen liegt. |
Um den Sonderflughafen für die
Geschäftsreisenden erst einmal interessant zu machen, werden
selbstverständlich auch die Betriebszeiten ausgeweitet. An
Werktagen soll der Flugbetrieb von 7 bis 21 Uhr (mit
Verspätung auch bis 22 Uhr) stattfinden. Auch das Wochenende
ist nicht mehr tabu. Am Sonntag lärmt es in der Zukunft von 9
bis 21 Uhr.
Der Geschäftsführer der
EDMO - Herr Edwin Grabherr - machte in der Presse deutlich,
"dass es sicher nicht einfach sein werde, die längere
Öffnung klarzumachen". Gemein hat er damit "...
klarzumachen, dass der erweiterte Flugbetrieb zu erheblichen
Lärmbelastungen führen wird". Wenn Herr Grabherr als
mit dem Luftrecht und der Durchführung von
Planfeststellungsverfahren für Flughäfen erfahrenen Experte
dies schon vor der Presse sagt, dann ist diese Aussage
wirklich ernst zu nehmen. Im übrigen rechnet seitens der
Bürgerinitiativen mit Protesten und bittet im Anbetracht auf
den Erhalt vieler Arbeitsplätze um Verständnis.
Der Starnberger
Landrat Frey ließ verlauten, dass er an der an der
erweiterten Nutzung des Sonderflughafens durch
"Qualifizierte Geschäftsflieger" interessiert sei.
Dies ist eine notwendige Voraussetzung, um den Sonderflughafen
wirtschaftlich zu betreiben. Die Ausweitung der Betriebszeiten
sei jedoch nicht vertretbar.
Hat der Starnberger
Landrat Frey eigentlich die Bodenhaftung verloren?
Er fordert er die Zulassung des Geschäftsreiseflugverkehrs,
ohne sich Gedanken darüber zu machen, wann Firmenchefs und
Angestellte üblicherweise reisen. Dies ist meistens
außerhalb der üblichen Bürozeiten von 9 bis 17 Uhr.
| Das
Verhalten der EDMO und der Politiker, die uns in der
Vergangenheit mit eingeredet haben, dass der zu
erwartende zusätzliche Flugverkehr im Vergleich zum
bestehenden Flugverkehr liegt und die daraus
resultierende Lärmbelastung minimal ist, beweist, dass
sie völlig unglaubwürdig sind. Der Antrag auf
die Zulassung des zusätzlichen Luftverkehrs beläuft
sich auf das Dreifache des angekündigten Umfangs. Wir
sehen hierin den ersten Schritt zur Aufwertung des
Sonderflughafens Oberpfaffenhofen zum Verkehrsflughafen. |
| 11. August 2006:
500 Einwedungen gegen den Antrag auf Nachfolgenutzung
Flugplatz |
Die Presse berichtet, dass rund 500
Einwendungen gegen die Nachfolgenutzung des Fliegerhorstes FFB
durch die Flugplatz Fürstenfeldbruck Betriebsgesellschaft
eingegangen sind. Das Luftamt werde diese Einwendungen
auswerten und ggfs. bei den Einwendern nachfragen. Der Termin
für eine Entscheidung ist offen.
| 11. August 2006:
EDMO kündigt den Antrag auf Ausweitung des Flugbetriebs
an |
Die Presse berichtet, dass der Betreiber des
Sonderflugplatzes in Oberpfaffen (EDMO) den Antrag auf
Aufnahme des öffentlichen Flugverkehrs mit Geschäftsfliegern
stellen wird. Die Gemeinden werden vorab informiert. Eine
Pressekonferenz ist angekündigt.
Bereits einen Monat nach dem Beschluss des
Bayerischen Landtags und vor In Kraft treten des
Landes-Entwicklungsprogramms (LEP) stellt die EDMO den Antrag
auf die Erweiterung des Flugverkehrs. Dies ist ein deutliches
Zeichen, dass es die EDMO mit der Abwicklung des öffentlichen
Flugverkehrs zur Entlastung des Münchner Flughafens ernst
meint. Auch wenn im LEP der Passus "... zur Entlastung
des Flughafens München..." gestrichen wurde, bedeutet
dies noch lange nicht, dass die Ansiedelung des öffentlichen
"Geschäftsreiseflugverkehrs" in Oberpfaffenhofen
nicht doch der Entlastung von München II dient.
| 9. August 2006:
Über 200 Einwendungen gegen den Antrag zur zivilen
Nachfolgenutzung in FFB |
Die Presse berichtet, dass die
Bürgerinitiative gegen Fluglärm (Maisach) über 200
Einwendungen gegen den Antrag der Flugplatz Fürstenfeldbruck
Betriebsgesellschaft der Gemeinde Maisach zur Weiterleitung an
das Luftamt Südbayern übergeben hat. Die Einwender können
nicht nachvollziehen, wie der Flugplatzbetreiber den Flugplatz
drastisch ohne Planfeststellungsverfahren verändern will. Ein
weiterer Punkt ist der katastrophale Geschäftsplan, der unter
realistischen Bedingungen zu hohen Verlusten führen wird.
Damit wäre die Betreibergesellschaft ohne Zuschüsse aus
Steuermitteln oder andere "Sponsoren" nicht in der
Lage, den Betrieb zuverlässig zu führen. In Anbetracht der
bisher geringen Nachfrage nach Landungen in FFB (nur ca. 1,1
pro Tag !!) ist auch ein Verkehrslandeplatz nicht notwendig,
da für diese Nachfrage anderer, in der Nähe befindliche
Flugplätze zur Verfügung stehen.
| 9. August 2006:
Strafbehl für Demo anlässlich des Neujahrsempfang mit
Minister Huber |
Dier Presse berichtet über eine spontane
Demonstration zum Besuch des Wirtschaftsministers Huber beim
Neujahresempfang der Weßlinger CSU im Februar dieses Jahres
hat nun einen Strafbefehl gegen einen Demonstranten zur Folge.
Am 2. Februar 2006 versammelten sich ca. 50
Personen vor dem Weßlinger Pfarrstadel, um den Minister Huber
mit Spruchbändern gegen den Ausbau des Sonderflughafen zum
Verkehrsflughafen zu empfangen. Da der Besuch von Herrn Huber
erst kurzfristig bekannt wurde, konnte die 48-Stunden-Frist
zur Anmeldung einer Versammlung nicht eingehalten werden. Das
Grundgesetz lässt spontane Demonstrationen ausdrücklich zu.
Deshalb ist es merkwürdig, dass es hier zu einem Strafbefehl
kam.
Eine schlüssige Begründung für diesen
Strafbefehl ist, dass sich der Wirtschaftsminister Huber wohl
durch Fragen und Spruchbänder gestört fühlte und den
"Rebellen" offensichtlich ein Exempel statuieren
wollte. Sich mit der Regierungspartei CSU anzulegen führt zu
Stress, wie die Info-Veranstaltung der CSU in München-Aubing
im Juli 2006 gezeigt hat.
So zeigt sich die
Demokratie in Bayern.
| 31. Juli 2006:
Flughafen München beschließt das
Planfeststellungsverfahren für 3. Landebahn |
Durch Zufall kamen wir dahinter, dass die
Gesellschafterversammlung das Planfeststellungsverfahren für
den Bau der 3. Start- und Landebahn beschlossen hat. Mehr Info
gibt es auf dem Internet-Auftritt der Flughafengesellschaft:
http://www.munich-airport.de/DE/Areas/Ausbauplanung/Haeufig_gestellte_Fragen/index.html
Interessant ist auch die Einrichtung eines
neuen Referats für das Planfeststellungsverfahren mit einem
Regierungsdirektor als Leiter.
Frustrierend ist die Handhabung des LEP
durch die Staatsregierung. Im LEP für den Flughafen steht,
dass eine Vorbehaltsfläche für den Ausbau des Flughafens
vorgehalten werden soll und eine Entscheidung für den Ausbau
hiermit nicht getroffen ist. Dies heißt im Klartext:
Reservierung eines Geländes für den Ausbau - JA, aber Ausbau
- NEIN.
Der Beschluss zum Beginn des
Planfeststellungsverfahren widerspricht dem Ziel im LEP total.
Die "Bremse", was nicht im LEP steht, wird nicht
gemacht oder findet nicht statt, ist überhaupt nicht wirksam.
Wir müssen deshalb der Staatsregierung unterstellen, dass die
Begrenzungen des Luftverkehrs, wie im LEP beschrieben auch
Makulatur ist.
| 28. Juli 2006:
Investor will gesamten Militärflugplatz kaufen |
Nach der Entscheidung der Traber für den
neuen Standort in Fürstenfeldbruck will ein Investor den
gesamten aufgelassenen Teil des Fliegerhorstes (240 ha)
kaufen. Dieses Angebot basiert auf der Zusage dieses
Investors, für den Traberverein nach der Übernahme des
Geländes des alten Geländes der Traberrennbahn in München
Riem.
Mit dem Kauf des gesamten Flugplatzgeländes
würde für die Flugplatz Betriebsgesellschaft kein Gelände
für den Flugbetrieb mehr zur Verfügung stehen.
An dieser Stelle gebührt
dem Maisacher Bürgermeister Gerhard Landgraf alle Achtung und
ein herzliches "Dankeschön" für seine
Kreativität, eine alternative Nutzung des
Fliegerhorstgeländes zu entwickeln und seinen Einsatz die
hierfür geeigneten Investoren zu finden.
| 28. Juli 2006:
Überflugrouten für Airbus A380 Tests verlegt |
Die Anflugrouten für die
"Wirbelschleppen-Tests" des Airbus A380 werden nach
Westen verlegt. Damit wird bei den nächsten Tests der Airbus
A380 nicht mehr über Münchner Stadtgebiet fliegen, berichtet
die Presse
Bereits am 26. Juli kündigte dies der
München-Aubinger Landtagsabgeordnete und Staatssekretär im
Umweltministerium Dr. Otmar Bernhard anlässlich einer
CSU-Informationsveranstaltung an. Dies zeigt, dass die
Kampagnen der im Aktionsbündnis gegen Fluglärm
zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen Wirkung zeigen.
Zumindest hat der Herr Dr. Bernhard dafür gesorgt, dass die
Aubinger den Fluglärm der Wirbelschleppentests nicht mehr
abbekommen. Dafür trifft es leider andere Bürgerinnen und
Bürger im westlichen Kreis Starnberg und Fürstenfeldbruck.
| 26.
Juli 2006: CSU-Infoveranstaltung: "Lügen" -
"Hetzer" - "Wirrköpfe" -
"Protagonisten" |
Der CSU Info-Abend am 26.
Juli 2006 im Aubinger Wienerwald stand unter dem Motto:
"Abwegige Fluglärmhetze in Aubing". Auf den
Plakaten war die CSU noch direkter: "Abwegige
SPD-Fluglärm-Hetze". Eigentlich musste man in dieser
Veranstaltung damit rechnen, dass die CSU Volksvertreter mit
den politischen Gegnern abrechnen wird. Bereits die
zahlreichen Ordner mit Armbinden am Eingang, die anders
Denkende versuchten am Zugang zu hindern, riefen Erinnerungen
an Veranstaltungen vergangener Zeiten hervor. Es kam noch schlimmer.
Die CSU-Schlammschlacht
des Jahres:
|
"Glatte
Lügen" - "Lügner" - "Hetze" -
"Hetzer" - "Wirrköpfe der
Initiativen" - "Protagonisten" |
waren die am häufigsten verwendeten Worte
der CSU-Volksvertreter: Bernhard, Pfundstein und Schmid.
Die Reden dieser Herren
strotzten an Beleidigungen politisch anders Denkender. Diese
Reden nahm den wesentlichen Teil der Veranstaltung ein,
die an Reden auf dem Nockerberg erinnern. Der Unterschied war
nur, dass die CSU permanent unter die Gürtellinie schoss und
sich völlig niveaulos präsentierte.
Der Höhepunkt der Veranstaltung war das
Angebot der CSU Volksvertreter, dass alle Teilnehmer nach der
Veranstaltung nach vorne kommen können, damit die
CSU-Volksvertreter ihre Fragen einzeln beantworten
können.
Die CSU
vermied die öffentliche Aussprache mit den anwesenden
Bürgern
und unterband konsequent offene Fragen aus dem Publikum.
Dieses schäbige Verhalten der an der
Veranstaltung anwesenden CSU-Redner zeigt, dass diese
Veranstaltung nur dem Zweck diente, die
Bürger wieder auf die Linie der Regierungspartei zu bringen. Um dieses Ziel mit Sicherheit zu erreichen traten sie sogar mit dem Bundestagsabgeordneten Uhl und
zwei weiteren Stadträten an. Die Argumente der
CSU-Redner waren reine Agitation. Die Meinung der anwesenden
Bürger war nicht gefragt. Diese Politiker sind offensichtlich
nicht an den Sorgen und Nöten ihrer Wähler interessiert.
Wir würden gerne über interessante
Informationen der CSU während dieser Veranstaltung berichten,
wenn diese vorgelegen hätten. Es wurden jedoch einige
Argumente vorgetragen, die den Tatsachen in dieser Form nicht
entsprechen (an dieser Stelle möchte ich das Wort
"Lüge" nicht verwenden, um nicht das niedrige
Niveau der CSU-Redner zu erreichen):
| Aussagen
der CSU-Politiker zum LEP: |
Richtig
ist: |
| Pfundstein:
Im LEP steht, dass kein Charterflugverkehr
zugelassen ist. |
Es
wird nur der touristische Charterflugverkehr
ausgeschlossen. Der nicht-touristische Chartflugverkehr
ist also nicht ausgeschlossen !!! |
| Pfundstein:
Am Flughafen München sind 47% der Passagiere
Geschäftsreisende. Die Argumentation der anders
Denkenden ist, dass diese Geschäftsreisenden alle in
Oberpfaffenhofen abgewickelt werden. Dies ist
falsch. |
Die
Bürgerinitiativen zeigen auf, dass Geschäftreisende
mit dem Flugzeug mit 47% in München einen großen Teil
der Flugreisenden darstellt. Sie sind also keine kleine
Minderheit. Da der Begriff "qualifizierter
Geschäftsflugreisender" nicht juristisch definiert
ist (und auch die CSU-Politiker diesen Begriff nicht in
dieser Veranstaltung mit Fakten belegt haben), muss zu
Recht unterstellt werden, dass es sich hier potenziell
um eine große Anzahl von Passagieren handelt. Im LEP
sind keine Obergrenzen (z.B. Anzahl der Passagiere /
Flugbewegungen) vorgegeben.
In keinem Dokument der Bürgerinitiativen steht, das die
47% der Flugreisenden in Oberpfaffenhofen abgewickelt
werden. Das Argument von Herrn Pfundstein ist übelste
Agitation. |
| Pfundstein:
Wir wollen die Ansiedelung des
Geschäftsreiseflugverkehrs in Oberpfaffenhofen. Damit
schaffen wir 1000 neue Arbeitsplätze |
Herr
Pfundstein sollte sich vor solchen geschwollenen Reden
besser an realen Projekten orientieren. Er wird dann
hoffentlich selbst festzustellen, dass seine Aussage
eine reine Luftnummer ist.
Im Antrag zur Nachfolgenutzung des Fliegerhorstes in
Fürstenfeldbruck plant die Flugplatz
Betriebsgesellschaft zur Abwicklung von 40.000
Flugbewegungen (ist viel mehr als die 3.000 von den
CSU-Politikern benannten Flugbewegungen in
Oberpfaffenhofen) den Einsatz von 1 Geschäftsführer
und 7 "geringfügig Beschäftigten" (EUR 400
Jobber). Mehr Arbeitsplätze gibt der geplante
Flugbetrieb in FFB nicht her. Wo werden die anderen 992
Arbeitsplätze geschaffen, Herr Pfundstein? |
| Pfundstein
und Bernhard: Nach dem Antrag auf Abwicklung der
Geschäftsreiseflüge durch den Flugplatzbetreiber wird
die Umweltbelastung sorgfältig geprüft und die Bürger
beteiligt. |
Umweltprüfungen
erfolgen im Rahmen von Planfeststellungsverfahren. Ein
Planfeststellungsverfahren wird nur dann durchgeführt,
wenn der Flughafen wesentlich erweitert wird und durch
die Erweiterung sein "Gesicht" verändert
wird.
Dies war 2003 der Fall. Es wurden in Oberpfaffenhofen
über 350.000 m2 (35 ha) Nutzfläche
zusätzlich genehmigt. Die Zulassung einer begrenzten
Anzahl von "Geschäftsflieger" ist keine
wesentliche Erweiterung des Flughafens. Deshalb ist kein
neues Planfeststellungsverfahren und Umweltgutachten
vorgeschrieben (und wird wohl allein aus Kostengründen
nicht gemacht). Die Argumentation der CSU-Politiker
dient einzig zur Beruhigung der Bürger ist
scheinheilig, weil sie eine Beteiligung der Bürger und
den Schutz der Bürger vor Fluglärm vorgaukeln. |
| Bernhard:
Im LEP steht, dass Rundflüge ausgeschlossen sind. |
Dies
steht nicht im LEP und ist frei erfunden. Im Gegenteil.
Auf einer Veranstaltung in Germering trug der
Geschäftsführer der EDMO
(Flugplatz-Betriebsgesellschaft in Oberpfaffenhofen)
vor, dass der Lufttaxi-Verkehr ein wesentlicher Teil des
geplanten Betriebs sei. Im Grunde sind Rundflüge
Lufttaxi-Flüge mit gecharterten Flugzeugen. |
| Bernhard:
In München II werden pro Jahr ca. 16.000
Flugbewegungen mit Geschäftsflügen abgewickelt. Diese
Zahl ist seit Jahren konstant. Nur ein Teil dieser Zahl
kommt für Oberpfaffenhofen in Betracht. Oberpfaffenhofen muss froh sein, wenn dort 6.000
zusätzliche Flugbewegungen für Geschäftsreisende
abgewickelt werden können. Dies entspricht nur 1.500
Landungen, die über Aubing anfliegen. |
Die
Zahl der 6.000 Flugbewegungen basiert auf einer Auskunft
des Geschäftsführers der Oberpfaffenhofener Flugplatz
Betriebsgesellschaft und ist in keiner Weise durch
Befragung der Piloten belegt.
In
Oberpfaffenhofen werden aufgrund der überwiegend
westlichen Winde fast alle Landungen in Richtung Westen
abgewickelt. D.h. fast 3.000 Landungen anstatt der von
Herrn Bernhard prognostizierten 1.500. Für einen
"Umweltexperten" im Umweltministerium ist dies
ein schwaches Bild . Der Staatssekretär kennt noch
nicht einmal die Hauptwindrichtung im Westen von
München. |
| Bernhard:
Die 3. Landebahn für München steht nicht im LEP drin.
Das Planfeststellungsverfahren beginnt in Kürze. |
Dies
ist richtig. Es kommt nur noch schlimmer. Im LEP wird
nur eine Vorbehaltsfläche für die Erweiterung des
Flughafens vorgehalten. Weiter steht im LEP, dass mit
dem Vorhalten der Fläche keine Entscheidung für die
Erweiterungsnutzung getroffen ist.
Klarer kann es im LEP nicht
drinstehen: Vorbehaltsfläche JA, Erweitungsnutzung /
Ausbau des Flughafens: NEIN.
Unter den strengen Regeln der
CSU-Redner für den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen
sollte man annehmen, dass die 3. Start- und Landebahn
nicht kommt, denn die "Obergrenze" ist das
Vorhalten der Fläche, nicht der Bau einer
Flughafen-Erweiterung.
Nachdem Herr Dr. Bernhard nicht nur
den Beschluss mitteilte, nach dem die Konkrete Planung
der 3. Start-/Landebahn bereits beschlossen ist und das
Genehmigungsverfahren in Kürze beginnt, ist wohl kaum
anzunehmen, dass im LEP nicht erwähnte bzw.
Einschränkungen im LEP auch wirklich greifen. Hier
zeigt sich, dass die Staatsregierung nach eigenem
Ermessen verfährt. Der vom Landtag beschlossene
"Masterplan für Bayern" (LEP) wird nach
Belieben der Staatsregierung interpretiert und
missachtet. |
Die oben aufgezeigten
Argumente zeigen den Trend der Politiker unserer
Regierungspartei in Bayern. Hier wird auch gegen den Willen
Betroffener durchgesetzt, was Lobbyisten vom Staat wollen.
Wenn den Rednern nichts anderes einfällt, dann dienen alle
unpopuläre Maßnahmen dem wirtschaftlichen Aufschwung der Region
("Bayern ist die Nummer 1") und der Schaffung neuer
Arbeitsplätze, ohne Rücksicht darauf, dass diese Argumente
oft nicht zutreffen.
| Als
Bürgerinitiative und Vertreter berechtigter Interessen
von Fluglärm betroffener Bürgerinnen und Bürger
lassen wir uns nicht von Propaganda-Auftritten und
Schlammschlachten der Aubinger CSU einschüchtern. Wir
bringen unsere Argumente sachlich vor und sind offen
für eine faire Diskussion mit anders Denkenden.
Mit den ständigen Beschimpfungen anders Denkender und
der Weigerung, Fragen der an der
"Informations-Veranstaltung" anwesenden
Bürger öffentlich zu beantworten hat sich die CSU
nicht nur als Veranstalter, sondern auch ihrem
Image als Regierungspartei schwer geschadet. |
| 26. Juli 2006:
Regioaler Planungsverband München lässt Privatflieger
abblitzen |
Die Presse berichtet
über die mit großer Mehrheit gefasste Entscheidung des
regionalen Planungsverbands über die Ablehnung des Antrags
zur Nachfolgenutzung des die Fliegerhorst Areal durch
Flugzeuge bis 5,7 Tonnen und 40.000 Flugbewegungen pro Jahr.
Der Beschluss begründet sich auf eine
frühere Entscheidung zur restriktiven Linie zur zivilen Mit-
und Nachfolgenutzung militärischer Fliegerhorste. Mit den
Flughafen München sei der Plan, mindestens einen Flugplatz in
jeder Region Bayerns vorzuhalten erfüllt. Darüber hinaus
würde ein Verkehrslandeplatz in FFB den nahe gelegenen
Sonderlandeplatz Jesenwang erheblich gefährden. Er sprach
sogar von "Kannibalisierung".
Herr des Verfahrens ist allerdings das
Luftamt Südbayern.
| 26. Juli 2006:
Zahl der Flugbewegungen in FFB vervierfacht - 400
im 1. Halbjahr |
Die Meldung der Flugplatz
Fürstenfeldbruck Betriebsgesellschaft mit 300% Steigerung der
Zahl der Flugbewegungen soll das Bild eines erfolgreichen
Unternehmens untermalen und die Notwendigkeit der
Weiterführung des zivilen Flugbetriebs in Fürstenfeldbruck
dokumentieren. Mit dieses Resultat kann sich der
Geschäftsführer der Flugplatz Betriebsgesellschaft auf seine
eigenen Schultern klopfen.
Wir gratulieren Herrn
Boehl zu diesem "wirtschaftlichen Erfolg" seiner
Firma!!
In der Tat rechnen sich 100 Flugbewegungen
(bzw. 50 Landungen) innerhalb 182 Tage statistisch als 0,27
Landungen pro Tag (= an jeden 4. Tag eine Landung). Die
Steigerung auf den vierfachen Wert bringt es immerhin auf 1,1
Landungen pro Tag.
Beeindruckend ist auch die Steigerung der
geschätzten Einnahmen aus den Landegebühren von ca. EUR 650
(50 Landungen je EUR 13) auf EUR 2.600 (200 Landungen je EUR
13). Allein die Personalkosten für drei "EUR
400-Jobber", die die Betriebsgesellschaft angeblich
beschäftigt kosten EUR 9.000 inkl. Abgaben.
In Anbetracht dieser Geschäftszahlen sind
folgende Fakten klar:
- Für ein Verkehrsaufkommen von 1 Landung
pro Tag muss kein Verkehrslandeplatz mit 85 ha vorgehalten
werden. Diese Zahl zeigt eindeutig, dass für einen
zusätzlichen Landplatz kein Bedarf besteht.
- Die Nachfrage nach der Nutzung eines
Verkehrslandeplatzes in FFB ist so gering, dass eine
wirtschaftliche Nutzung ausgeschlossen ist. Eine
Subventionierung des Betriebs fällt schon bei Betrachtung
mit dem gesunden Menschenverstand aus. Eine Landung pro
Tag kann nicht mit Hunderten EUR aus Steuermitteln
subventioniert werden, wenn in nur 12 km Entfernung andere
Flugplätze zur Verfügung stehen.
- Die Nutzung nur eines Teils des
Fliegerhorstgeländes durch den Flugbetrieb (85 ha der 240
ha) schließt sämtliche zusätzliche Nutzungen des
restlichen Geländes aus, weil es quasi ein
Naturschutzgebiet ist.
| 25. Juli 2006:
Resolution zur Verabschiedung des LEP (Oberpfaffenhofen,
Jesenwang, FFB) |
Die Presse berichtet über Resolution des
CSU-Kreisverbands zur Verabschiedung des LEP. Sie begrüßt,
dass für die Öffnung des Sonderflughafen Oberpfaffenhofen
enge Grenzen gezogen wurden. So sind Linien-, touristischer
Charterflugvekehr, Frachtflugverkehr ausgeschlossen. Die
Tonnage der Flugzeuge wurde auf 2 bis 50 Tonnen beschränkt.
Die Entlastungsfunktion des Flughafens München II wurde
gestrichen.
Der Ausbau des Sonderlandeplatzes Jesenwang
zum Schwerpunktlandeplatz wurde gestrichen. Damit ist der Plan
zum Ausbau des Sonderlandeplatzes auf 5,7 t Fluggewicht und
1.200 m lange Landebahn vom Tisch.
Der Plan, in Fürstenfeldbruck einen
Verkehrskandeplatz zu erhalten, wurde beibehalten.
Der CSU-Kreisverband FFB lehnt die
fliegerische Nachfolgenutzung des Fliegerhorstes ab. Die in
der Nähe des Flugplatzes FFB liegenden Flugplätze in
Oberpfaffenhofen (derzeit 11.000 Flugbewegungen) und Jesenwang
(derzeit 35.000 Flugbewegungen) deckt den Bedarf an
Landeplatzkapazitäten in der Region München ab.
Befürworter des zivilen Flugbetriebs in FFB
argumentieren stets mit der Schaffung zahlreicher
Arbeitsplätze im Zusammenhang mit einem Verkehrslandeplatz
der allgemeinen Luftfahrt. Tatsache ist aber, dass die
Betreibergesellschaft entgegen ihrer ständigen Beteuerungen
bis heute nicht in der Lage war, irgendwelche ernsthaften
Interessenten für die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze
zu gewinnen.
Die von der Gemeinde Maisach konzipierte
Nachfolgenutzung entspreche viel mehr dem Zweck der
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, einen möglichst guten
Preis zu erzielen. Die Flugplatz FFB Betriebsgesellschaft
plant nur die Nutzung von 85 der 240 ha aufgelassenen
Geländes. Das restliche Gelände ist wegen des FFH (Flora -
Fauna - Habitat) Satus nicht mehr wirtschaftlich zu verwerten
und bleibt dann zum Naschteil des Steuerzahlers weiterhin im
Eigentum des Bundes.
Wir begrüßen die
Entscheidung des CSU Bezirksverbands.
| 25. Juli 2006: Antrag auf
Nachfolgenutzung des Fliegerhorstes liegt aus |
Der Antrag der Flugplatz
Fürstenfeldbruch Betriebsgesellschaft GmbH zur zivilen Nachfolgenutzung des
Fliegerhorstes liegt in mehreren Rathäusern zur Einsicht aus (z.B. in
Maisach).
Teil des Antrags ist die Erweiterung des Flugbetriebs durch
zusätzlichen Flugverkehr und Stationierung von wesentlich lauteren Flugzeugen
bis 5,7 t Abfluggewicht und Hubschrauber. Die Zahl der zulässigen
Flugbewegungen soll sich mit 40.000 pro Jahr verdoppeln. Nachdem der
Flugbetrieb in den vergangenen Jahren deutlich unter 10.000 Flugbewegungen
lag, bedeutet dies eine weit mehr als eine Vervierfachung der Lärmbelastung.
Ein weiterer Grund zum Widerspruch dieses Antrags ist die
katastrophale Wirtschaftlichkeit des Geschäftsplans. Die
Einnahmen-/Überschussrechnung besteht aus Luftnummern. Da ein öffentlicher
Betrieb des Flugplatzes beantragt ist, besteht die Gefahr, dass
Betriebsverluste mit Steuermitteln ausgeglichen werden müssen. Der
Steuerzahler honoriert dann auch noch seinen Wertverlust seines Eigenheims.
Die fliegerische Nutzung des Fliegerhorstes verhindert eine
wesentlich höherwertige Nutzung des Geländes durch Unternehmen, die ein
Vielfaches an Arbeitsplätzen schaffen. Die Flugplatzgesellschaft will einen
Geschäftsführer und drei "EUR 400-Jobber" beschäftigen. Die
angekündigte Niederlassung eines österreichischen Flugzeughersteller
zerplatzte, da der Flugzeughersteller weder den Plan hat, sich in Bayern mit
hohen Lohnkosten anzusiedeln, noch wusste er von diesem Plan. Dies war eine
reine Luftnummer.
Nutzen Sie die Einspruchsfrist bis zum 5. August 2006. Einen
Muster-Einspruch gibt es -
hier.
| 24.
Juli 2006: SPD in München Aubing - Kampange gegen den
Ausbau des Sonderflughafen |
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| Die SPD in
München Aubing-Lochhausen-Neuwied hat eine
Informations-Kampagne gegen den Ausbau des
Sonderflughafen Oberpfaffen zum Verkehrsflughafen
gestartet.
Der Info-Stand der SPD wird an
folgenden Samstagen Bürgerinnen und Bürger über den
Stand des LEP (Landesentwicklungsprogramm) und die
Entwicklung der geplanten Ausweitung des Flugverkehrs
für Geschäftsflieger in Oberpfaffenhofen informieren:
29.7.
- 5.8. - 12. 8. - 19.8.
Der Info-Stand befindet sich an der
Ecke
Limes- / Wiesentfelserstr. und ist jeweils
von
10.00 - 14.00 Uhr besetzt |
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| 21.
Juli 2006: CSU-Infoveranstaltung - "Abwegige
SPD-Flug-Lärm-Hetze" am 26. Juli |
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Die CSU stellt
ihren Informationsabend zum Thema "Ausbau des
Sonderflughafen Oberpfaffenhofen" unter das Motto:
Abwegige
Flug-Lärm-Hetze der SPD".
Der Informationsabend findet im am
26.7.2006
- 19.30 Uhr im Wienerwald,
München-Aubing - Limesstraße statt.
Wir sind gespannt auf die
Informationen, die die CSU mit prominenter Besetzung mit
dem Staatssekretär im Bayerischen Umweltministerium Dr.
Otmar Bernhard und CSU-Kreisvorsitzenden Josef Schmid zu
bieten hat.
Im Vorfeld dieser Veranstaltung hat
sich unsere Regierungspartei allerdings bereits ziemlich
"geoutet". Nachdem unsere
Informationsveranstaltungen und Informationsblätter mit
sachlich fundierten Argumenten von Herrn Dr. Bernhard
und Herrn Pfundstein als "Agitation"
bezeichnet wurden, können wir den Text des
nebenstehenden Plakets mit der Einladung zu dieser
Veranstaltung nur in die gleiche Schublade einordnen.
Dies ist für eine Regierungspartei allerdings eine
heftige Entgleisung.
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| 20. Juli 2006:
Airbus A380 Tests in Oberpfaffenhofen - das Proben für
den Erstfall |
Bereits um 6.00 Uhr am Morgen begann das
Dröhnen der beiden Großraumflugzeuge, die über 3 Stunden
den Sonderflugplatz Oberpfaffenhofen (OPH) umkreisten.
Betroffen von den in niedriger Höhe fliegenden Airbus A380
und Boeing B747 waren Oberpfaffenhofen, Weßling, Herrsching,
Andechs / Fieding, Aubing, Germering und Gilching. Die Fluge,
die zum Messen der von den Flugzeugtragflächen verursachten
"Wirbelschleppen" dienten, wurden von der DLR vor
einigen Tagen per Rundschreiben an die Landratsämter und
Gemeinden angekündigt.
A380 über dem Gewerbegebiet
Gilching |
B747über dem Gewerbegebiet
Gilching |
A380 im Steigflug über dem
Flugplatz OPH |
B747 im Steigflug über dem
Flugplatz OPH |
Die in der Presse veröffentlichte
Ankündigung dieser Messflüge bezog sich darauf, dass
"der Airbus A380 das leiseste Flugzeug der Welt".
Hiervon kann natürlich nicht die Rede sen. Der A380 war
subjektiv genauso laut, wie die B747. Bei den Überflügen
reduzierten die Piloten des A380 die Leistung für den
Steigflug, um einen geringeren Lärmpegel vorzutäuschen,
während die B747 den Steigflug bei voller Triebwerksleistung
durchführte. Dies kann man deutlich an den beiden unteren
Bildern sehen. Der A380 entwickelt übrigens eine deutliche
Rauchfahne, die bei der B747 nur schwach zu erkennen ist.
Die Messflüge waren wieder eine
eindrucksvolle Demonstration des Fluglärms, auf den sich die
Bürgerinnen und Bürger mit der Stationierung des
öffentlichen Flugverkehrs einstellen müssen. Wenn es stimmt,
dass der Airbus A380 wirklich das leiseste Flugzeug der Welt
ist, dann kann es nur noch schlimmer kommen, denn die
Landeanflüge erfolgt erfolgen dann mit lauteren Flugzeugen in
noch niedrigerer Flughöhe.
Bei uns klingelte das Telefon den ganzen
Morgen. Aufgebrachte Bürgerinnen und Bürger erkundigten sich
über die Auswirkungen der Verkehrsluftfahrt in
Oberpfaffenhofen. Dem Betreiber des Sondeflughafens OPH ist es
gelungen, die Auswirkungen des geplanten öffentlichen
Luftverkehrs eindrucksvoll zu vermitteln.
Einige Mails sprachen auch von der
Begeisterung der Gilchinger Bürger, die den AQ380 bewunderten
(mit "von Wegen Fluglärmterror"). Es gibt eine
große Anzahl von Bürgern, die regelmäßig "Formel
1-Rennen" und Fußballstadien besuchen, aber diesen Lärm
nicht vor der Haustür haben wollen. So sehen sehen wir die
Begeisterung für die A380 Überflüge
| 14. Juli 2006:
Politiker rechnen mit den "AUS" für den
Zivilflugplatz FFB |
Gelassen sehen die Politiker dem Antrag der
Flugplatz FFB Betriebsgesellschaft und dem
Planfeststellungsverfahren zur zivilen fliegerischen
Nachfolgenutzung des aufgelassenen Teil des Fliegerhorstes
entgegen.
Den Optimismus begründet der Maisacher
Bürgermeister Gerhard Landgraf mit 3 bis 4 potenziellen
Investoren, mit denen über die Übernahme des 240 ha frei
werdenden Geländes verhandelt werde. Für den
Fürstenfeldbrucker Bürgermeister Sepp Kellerer ist es
ausgeschlossen, dass zwischen FFB und Maisach ein ziviler
Verkehrslandeplatz noch irgendeine Chance hat.
Oberste Priorität hat für Kellerer die
Umwandlung der nördlichen Start-/Landebahn in eine
Umgehungsstraße für Bruck und Maisach. Auch die
Bürgermeister in Olching und Gröbenzell sind gegen die
fliegerische Nachfolgenutzung des Fliegerhorstgeländes und
unterstützen die alternativen Nutzungsvorschläge, die in
Kürze vorgelegt werden.
| 11. Juli 2006:
IHK fordert "Finanz-Check" des Trabervereins |
Die Presse berichtet über die Forderung der
IHK München (Industrie- und Handelkammer), den Traberverein
einem "Finanzcheck" zu unterziehen. Der IHK
Vertreter Stefan Tausend, gleichzeitig Sprecher der Flugplatz
Betriebsgesellschaft, begründet seine Forderung mit dem
Insolvenzverfahren, in das der Traberverein involviert war.
Ziel dieser Diffamierung des Trabervereins ist das Aufzeigen
der "finanziellen Unzuverlässigkeit des Vereins",
um dessen Ansiedelung auf dem Fliegerhorstgelände zu
verhindern.
Die IHK München ist an der Flugplatz
Betriebsgesellschaft finanziell beteiligt. Ihre Beteiligung
begründet sie mit der Aufgabe, einen Verkehrslandplatz für
ihre Mitglieder zu fördern. Dies stehe im öffentlichen
Interesse. Die in IHK-Gesetz festgelegten Aufgaben der IHK ist
die Wahrung des Gesamtinteresses der ihnen zugehörigen
Gewerbetreibenden ihre Bezirks wahrzunehmen, für die
Förderung der gewerblichen Wirtschaft hinzuwirken und dabei
die wirtschaftlichen Interessen einzelner Gewerbezweige oder
Betriebe abwägend und ausgleichend zu berücksichtigen. IDie
Forderung eines Finanzchecks entspricht nicht den Vorgaben des
Gesetzgebers. Die Forderung nach einem Finanzcheck dient
einzig allein einen Wettbewerber zu diskreditieren und aus dem
Rennen zu werfen.
Nach dem die Wirtschaftspläne für die
Nachfolgenutzung des Fliegerhorstes FFB offengelegt sind,
stellt sich eine katastrophale Prognose der Wirtschaftszahlen
heraus. Die dem Luftamt Südbayern zur Verfügung gestellten
Unterlagen zur Finanziellen Zuverlässigkeit der
Betriebsgesellschaft enthält Luftnummern. Die
Betriebsergebnisse sind in der Prognose geschönt. Nach
Korrektur dieser Zahlen könnte diese Gesellschaft ohne
Sponsor oder Zuschüsse aus dem öffentlichen Haushalt bereits
im 1. Betriebsjahr Insolvenz anmelden. Ein derartiger Plan
könnte niemals die Zustimmung der IHK-Abteilung für die
Begutachtung von Geschäftsplänen von Existenzgründern
erlangen.
Es stellt sich nachträglich heraus, dass
der Traberverein keine Schulden hat und über 1,7 Millionen
EUR Barvermögen verfügt. Hier zeigt sich die völlig
rechtswidrige Diffamierung des Trabervereins, um einen Vorteil
bei der Vergabe des Flugplatzgeländes zu erlangen.
| 8. Juli 2006:
BMW erwägt Trainingsstrecke auf dem Flugplatz
Fürstenfeldbruck |
Die Presse berichtet über den Plan von BMW,
den aufgelassenen Teil des Fliegerhorstes für das
BMW-Sicherheitstraining nutzen. BMW führt bereits seit Jahren
Test- und Übungsfahrten auf dem Flugplatz FFB durch. Das
Flugplatz-Areal werde tageweise angemietet.
| 7. Juli 2006:
Landtag beschließt das Landesentwicklungsprogramm (LEP) |
Die Presse berichtet über die Debatte im
Bayerischen Landtag am 6. Juli 2006 zum Beschluss des
Landes-Entwicklungsprogramms 2006.
Nach langer Debatte wurden folgende
Beschlüsse getroffen:
- Der Sonderflughafen Oberpfaffenhofen wird
für den "qualifizierten
Geschäftsreiseflugverkehr" für Flugzeuge mit 2 bis
50 Tonnen max. Abfluggewicht geöffnet. Der Linien-,
touristische Charterflugverkehr, Frachtflüge (mit
Ausnahme Flüge der am Flughafen ansässigen Betriebe) ist
ausgeschlossen.
- Die Ausbau des Sonderlandeplatzes in
Jesenwang (Flugzeuge bis 5,7 t / Verlängerung der
Start-/Landebahn auf 1200 m) wurde abgelehnt. Es
bleibt beim bisherigen Status des Flugplatzes.
- Die Mit- und Nachfolgenutzung des
Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck mit Erweiterung der
Betriebszeiten und größeren Flugzeugen wurde
stattgegeben.
Obwohl diese Beschlüsse nicht den
Forderungen der Bürgerinitiativen entsprechen, konnte
folgende Verbesserungen erreicht werden
Oberpfaffenhofen::
- Der Passus "zur Entlastung des
Flughafens München" wurde gestrichen
- Aufgenommen wurde eine Begrenzung der
Tonnage der Flugzeuge auf "2 bis 50 Tonnen zul.
Abfluggewicht"
- Nachtflüge und Frachtflüge (außer
Transportflüge der am Sonderflughafen ansässigen
Luftfahrtunternehmen) sind ausgeschlossen
- Der Touristischer Charterflugverkehr ist
ausgeschlossen.
Jesenwang:
- Sämtlicher Ausbau des Flugplatzes wurde
gestrichen.
Fürstenfeldbruck / Maisach:
- Die Formulierung im LEP lässt die
Interpretation zu, dass der Plan einer Nachfolgenutzung
des Fliegerhorstes "nur eine Option" ist, zu
(nach Aussagen des Landtagabgeordneten Reinhold Bocklet,
der in der Presse bestätigte, dass zu dieser Ansicht auch
die Staatsregierung stehe).
| Ohne
das intensive Engagement vieler Bürgerinitiativen in
der Region München-West und vieler engagierter
Bürgerinnen und Bürgern wären die reduzierten
Passagen im LEP niemals zustande gekommen. Dies zeigt,
dass Zivilcourage und der Wille, politische
Veränderungen zu beeinflussen positive Ergebnisse
bringen kann.
An dieser Stelle möchten
wir uns recht herzlich für das Engagement der
Bürgerinitiativen, Politikern und engagierten
Bürgerinnen und Bürger bedanken, die unsere Ziele in
der Vergangenheit unterstützt haben. |
| 6. Juli 2006:
Flugplatz FFB Betriebsgesellschaft stellt Antrag auf
fliegerische Nachfolgenutzung |
Die Presse berichtet über den Antrag auf
Nachfolgenutzung des aufgelassenen Teils des Fliegerhorstes,
Erweiterung der Betriebszeiten und die Zulassung schwerer
Flugzeuge bis 5,7 Tonnen maximalem Abfluggewicht.
| 1. Juni 2006:
IHK München / Oberbayern berichtet über den Flughafen
München |
Im hauseigenen Informationsblatt
"Wirtschaft" berichtet die IHK München / Oberbayern
über den Flughafen München. Interessant sind folgende
Aussagen des Artikels:
- Nur 50% des Umsatzes der FMG (Flughafen
München GmbH) werden durch Umsätze mit Passagieren
erzielt, 25% der Umsätze stammen vom Flughafenpersonal
und weitere 25% von Kunden aus der Region.
- Der Flughafenchef Dr. Kerkloh rechnet mit
einer jährlichen Steigerung der Passagierzahlen von 4% -
5% und hält deutlich stärkere Steigerungen für
möglich.
- Die "Non-Aviation"-Umsätze
liegen bei 47% des Konzernumsatzes. Ein wesentlicher Teil
dieses Umsatzes kommt aus der Liegenschaftsverwaltung. Den
Löwenanteil bilden Büromieten und
Versorgungsleistungen.
- 1 Million zusätzliche Passagiere pro
Jahr schafft 800 bis 1100 neue Arbeitsplätze. Ein
Arbeitsplatz sichert durchschnittlich 2 indirekte
Arbeitsplätze im Umland. 1 EUR Einkommen am Flughafen
sorgt für weitere 1,70 EUR Einkommen im Umland.
- Die Gewerbegebiete im Umland des
Flughafens sind meist gut ausgelastet.
- Der Flugplatzchef Dr. Kerkloh setzt auf
eine Verbesserung der Verkehrsstruktur mit Verlängerung
der S-Bahnstecke über Erding und dem Transrapid.
Wir sind der Meinung:
- Der Flughafen ist eine öffentliche
Einrichtung zur bedarfsgerechten Bereitstellung von
Transportkapazitäten und kein durch Steuergelder
finanziertes Einzelhandels-, Dienstleistungs- und
Immobilienunternehmen für nicht dem Luftverkehr dienenden
Geschäftsfeldern. Besonders kritisch sehen wir den
geplanten Ausbau der "Non-Aviation"-Umsätze von
47% auf 60% (mit Steuermitteln finanziert, versteht sich).
- Eine deutliche höhere Steigerung der
Passagierzahlen führt unweigerlich zu einem
Kapazitätsengpass, der früher einsetzt und bis zur
Verfügbarkeit der 3. Start- und Landebahn die Auslagerung
von Flügen an andere Flughäfen notwendig macht. Hier
stellt sich dann die Frage: Was passiert mit dem
Ausweichflughafen München II nach der Verfügbarkeit der
3. Start- und Landebahn? Es ist wohl kaum denkbar, dass
eine Investition in den Ausbau des Sonderflughafens
Oberpfaffenhofen nur für 3 bis 5 Jahre erfolgt.
Erfahrungsgemäß wird dann solch eine Einrichtung auf
Dauer genutzt.
- 1 Million zusätzliche Fluggäste bringen
800 bis 1100 zusätzliche Arbeitsplätze. Diese Rechnung
klingt wie folgt: Je mehr Autos eine Straße benutzen,
desto mehr Arbeitsplätze werden dort geschaffen. Zur
Schaffung von Arbeitsplätzen muss man also nur viele
große Straßen bauen.
- Die Gewerbegebiete in Hallbergmoos zeigen
einen erschreckend hohen Leerstand. Viele Unternehmen
zogen in den vergangenen Jahren dort wieder aus. So viel
zur "Jobmaschine Flughafen".
- Der Flughafenchef setzt auf die Strategie
des "Interkontinentalkreuzes München" und will
die Umsteigerate von derzeit ca. 36% wesentlich steigern.
Dieser Umsteigeverkehr zieht im Wesentlichen eine hohe
Zahl an regionalen Zubringerflügen nach sich. Dies
erhöht zwar die Zahl der abgefertigten Passagiere und
Flugbewegungen, fördert den am Flughafen ansässigen
Einzelhandel, Dienstleister und Spediteure nur wenig.
- Herr Dr. Kerkloh fordert den Bau des
Transrapids, obwohl er hauptsächlich daran arbeitet, den
Flughafen zum Umsteigeflughafen für
Interkontinentalflüge auszubauen. Umsteiger brauchen
keinen Transrapid um das nächste Flugzeug am Flughafen zu
erreichen. Aus der Bevölkerung geht auch kein Aufschrei
wegen der heutigen Anbindung zum Flughafen durch die
Lande. Hier bahnt sich wieder eine Investitionsruine mit
immensen Folgekosten im Zusammenhang mit den Münchner
Flughafen an.
- Im übrigen ist nicht einzusehen, warum
das Unternehmen "Flughafen München GmbH"
regelmäßig Verluste in der Größenordnung von 50
Millionen EUR pro Jahr erwirtschaftet, die vom
Steuerzahler übernommen werden müsen. Dies ist
insbesondere deshalb ein Skandal für den Flughafenchef,
weil fast die Hälfte des Geschäfts im
Non-Aviation-Beriech stattfindet, als nicht der Abwicklung
des Luftverkehrs dient. Des Weiteren ist völlig unklar,
wann die FMG die Gesellschafterdarlehen der
Bundesregierung, Freistaat Bayern und der Stadt München
(= Verwalter von Steuermitteln) ihre Einlagen wieder
zurückbekommen.
| 27. Juni 2006:
Flugplatzbreiber in Fürstenfeldbruck bietet Dialog an |
Der Geschäftsführer der
Betriebsgesellschaft des Fürstenfeldbrucker Flugplatzes,
Andreas Boehl, weist die Kritik zum Antrag der zivilen
Nachfolgenutzung des Fliegerhorstes zurück und bietet den
offenen und fairen Dialog an. "Lassen Sie uns gemeinsam
eine konstruktive Lösung finden, bei dem unserem Anliegen
Rechnung getragen wird".
Herr Boehl geht offensichtlich davon aus,
dass die fliegerische Nutzung des ehemaligen Geländes des
Fliegerhorstes Vorrang vor allen alternativen Lösungen hat.
Das alternative Nutzungskonzept der Gemeinde Maisach sieht
Boehl nicht als Alternative an. Das Motto: Flugplatz JA,
Alternativlösung: NEIN. Das Verhandlungsangebot ist mehr als
scheinheilig, denn Herr Boehl will einen Dialog führen um
sein Ziel durchzusetzen und nicht um zu verhandeln.
Diese Taktik wurde bereits vom
Landtagsabgeordneten Reinhold Bocklet erkannt: "Dies ist
nur ein taktisches Manöver".
| 1. Juni 2006:
Traberrennbahn soll auf den Flugplatz Fürstenfeldbruck
verlegt werden |
Die Presse berichtet, dass der zur
Konversion freigegebene Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck als
Favorit für die Verlegung der Trabrennbahn in
München-Daglfing gilt. Ein wesentlicher Vorteil ist die Nähe
der S-Bahnstation Maisach und die guten Straßenverbindungen.
Aufgeschlossen ist auch die BIMA
(Bundesanstalt für Immobilienabgaben), die das frei werdende
Bundeswehrgelände verkaufen soll. Das Gelände ist im
Landesentwicklungsprogramm (LEP) als Flugplatz ausgewiesen.
Deshalb sind die Flieger an der Nutung des Flugplatzgeländes
weiter interessiert. Für die Traberrennbahn werden nur 20 bis
30 ha des fast 200 ha großen Flugplatzgeländes benötigt.
Dies ließ die Flieger sofort mit dem Vorschlag zur
gemeinsamen Nutzung des ehemaligen Fliegerhorstes um die Ecke
kommen.
Ein ernstes Problem für
die Gemeinde Maisach ist das fehlen eines schlüssigen
Konzepts für die Nachfolgenutzung des gesamten
Geländekomplexes, um die Bayerische Staatsregierung und die
BIMA davon zu überzeugen, dass eine nicht-fliegerische
Nutzung des Geländes eine sozial, wirtschaftliche und
umweltverträgliche Lösung für die Nachfolgenutzung
ist.
Wir haben bereits Vorschläge zum Bau eines
Solarkraftwerkspark gemacht, der an anderen Orten in Bayern
bereits zu einer erfolgreichen Konvertierung von
Militärgeländen umgesetzt wurde.
| 29.
Mai 2006: Info-Veranstaltung in München-Aubing mit 200
Bürgern |
Die "Interessengemeinschaft für
Verkehrslärmfreies Aubing" (IVA) lud die Aubinger
Bürger zu einen Informationsabend zum Thema
"Flugplatzerweiterungen im Westen von München" ein.
Ca. 200 Bürgerinnen und Bürger sind der Einladung gefolgt.
In einer Präsentation zum Stand der
Entwicklung des Landesentwicklungsprogramms (LEP) wurden die
Pläne der Bayerischen Staatsregierung zum Ausbau des
Sonderflughafens Oberpfaffenhofen und die Stationierung der
allgemeinen Luftfahrt / Geschäftsreiseflugverkehr
ausführlich erläutert. Eine Kopie der Präsentation können
Sie -
hier - ansehen.
Der Einladung gefolgt sind Herr Pfundstein,
Münchner Stadtrat (CSU), Herr Ritter, Landtagsabgeordneter
(SPD) und Herr Schwartz, Stadtrat München (Grüne).
Herr Ritter erklärte, dass es bei einer
luftrechtlichen Genehmigung des Geschäftsreiseflugverkehrs
die Gewichtsgrenze nicht bei den im LEP genannten 50 Tonnen
maximalen Abfluggewicht bleiben wird, sondern gem. Luftrecht
für Flugzeuge mit bis zu 75 Tonnen kommen würde. Im
Luftrecht sind die Flugzeugklassen anders eingeteilt, als im
LEP für Oberpfaffenhofen vorgesehen. Eine Beschränkung auf
50 Tonnen komme allenfalls durch eine Selbstbeschränkung des
Flugplatzbetreibers in Betracht.
Herr Ritter erklärte, dass zur Sicherung
der in Oberpfaffenhofen ansässigen Luftfahrt- und
Hightech-Unternehmen andere Konzepte zur Anwendung kommen
müssen, als den Luftverkehr massiv zu stationieren. Der
Ansatz ist mit dem "Cluster" in
Oberpfaffenhofen-Argelsried bereits gemacht (dort sind bereits
über 2.000 neue Arbeitsplätze entstanden, die ohne
besonderen Luftverkehr auskommen).
Der Vortrag von Herrn Pfundstein brachte
leider keine neuen Erkenntnisse, insbesondere in Bezug auf die
fehlende Definition des im LEP angeführten
"qualifizierten Geschäftsreiseflugverkehrs" und
Begrenzung des Luftverkehrs zur Beschränkung des Fluglärms.
Das Aubinger Publikum war am
Thema "Fluglärm und Abgase auf Aubing" sehr
interessiert und stellte viele Fragen. Leider blieben leider
viele dieser Fragen an die Politiker auf dem Podium
unbeantwortet. Die Bürgerinnen und Bürger wurden auf jeden
Fall sensibilisiert. Viele Bürgerinnen und Bürger zeigten
ihren Unmut über die Entwicklung am Sonderflughafen
Oberpfaffenhofen und die mangelnde Transparenz zu diesem
wichtigen Sachthema.
Die IVA hat den Politikern,
insbesondere auch der CSU, den konstruktiven Dialog angeboten.
Das Informationsblatt mit dem
auszugsweisen Text des LEP für Oberpfaffenhofen und München
finden Sie -
hier.
Das Informationsblatt mit den Knackpunkten im LEP und
Flugzeugliste mit Geschäfts- und Regionalflugzeugen finden Sie -
hier.
Die Bilder mit der Anflugroute nach Oberpfaffenhofen können Sie
-
hier - downloaden.
| 27. Mai 2006:
Aktionsbündnis "AufgeMUCkt" tritt aus dem
Nachbarschaftsbeirat MUC II aus |
Die Presse berichtet: Im
Nachbarschaftsbeirat, der die Planung der 3. Start- und
Landebahn in München II begleiten soll, stehen die Zeichen
auf Sturm. Das Aktionsbündnis von über 30 Bürgerinitiativen
ist aus dem Nachbarschaftsrat ausgetreten. Die Kritiker werfen
der Flughafen München GmbH (FMG) vor, die im Berat
organisierten Gemeinden und Bürger nicht an ihren
Entscheidungen zu beteiligen, sondern vor vollendete Tatsachen
zu stellen.
Auch dem Landrat von Freising - Manfred
Pointer - stößt der Umgang seitens der Staatsregierung und
der FMG immer mehr auf. Während die Kommunen über das
angestrebte Ziel von 120 Starts und Landungen pro Stunde
diskutieren wollen, lehnt die andere Seite dies ab. Zur
Realisierung dieser Kapazität müsse die 3. Startbahn gebaut
werden, was zu enormen Belastungen für die Anrainergemeinden
führe und eventuell Absiedelungen zur Folge habe. Landrat
Pointer fordere eine offene Diskussion auch über die
Verkehrsinfrastruktur und Landabgabe.
Der stellvertretende Flughafen-Chef Vill
appellierte an das Bündnis, wieder zurückzukehren. Er
betonte, dass man "unter Wahrung der wirtschaftlichen und
verkehrlichen Interessen des Flughafens" über die Lage
und Länge der Startbahn reden könne.
Wir stimmen mit der Beiratsvorsitzenden Edda
Huther, die übrigens eher den Interessen der FMG /
Staatsregierung nahe steht, überein, dass der
Nachbarschaftsbeirat als "Feigenblatt" angesehen
werde. Es hat mit der Gründung des Nachbarschaftsrats im
vergangenen Herbst festgestanden, dass in diesem Gremium nicht
entschieden werde, ob und in welcher Form über die 3. Start-
und Landebahn werde. Für Mitte Juli ist ein Gespräch mit
Wirtschaftsminister Huber und Finanzminister Falthauser (auch
Aufsichtsrat der FMG) geplant.
Landrat Pointer kündigte für den Fall des
Austritts der Kommunen aus dem Nachbarschaftsrat an, dass man
sich vor Gericht streiten werde. Dort stünden die Chancen
"gar nicht so schlecht", denn dann werde
grundsätzlich entschieden, ob der Flughafen überhaupt eine
3. Startbahn braucht.
| 26. Mai 2006:
Appell an Stoiber - Presse berichtet über den
Brandbrief an MP Stoiber |
Die Presse berichtet, dass selbst nach den
neuesten Änderungen zum Entwurf des Landesentwicklungsplans (LEP)
der Status des Sonderflughafen Oberpfaffenhofen (als Sonder-
und Werksflughafen) bedroht ist. Zwar sind Linien-
touristische Charterflüge, Frachtflüge in der Planung
ausgeschlossen, für die "qualifizierten
Geschäftsreisenden" soll der Flughafen für Flugzeuge
bis zu 50 Tonnen max. Abfluggewicht offen stehen. Bei
Flugzeugen mit einem Startgewicht bis zu 50 Tonnen handelt es
sich jedoch überwiegend um Regionalflugzeuge, die z.T. über
mehr als 100 Sitzplätze verfügen - siehe
Flugzeugliste.
Beunruhigend ist zudem, dass mit dem im LEP
angeführten "öffentlichen Interesse" für den
Geschäftsreiseflugverkehr auch eine Betriebspflicht für die
Abwicklung dieser Flüge in Oberpfaffenhofen besteht. Als
Folge muss der Sonderflughafen zum Verkehrsflughafen
hochgestuft werden.
Den Ansiedelung von Hightech-Unternehmen
steht die Ansiedelung von Hightech-Unternehmen entgegen. Sie
benötigen für ihre Tätigkeit eine ruhige und saubere
Umgebung. Mit der Ansiedelung von Hightech-Unternehmen - im
Argeldrieder Gewerbegebiet gibt es heute schon über 2.000
neue Arbeitsplätze.
Der Brief an Herrn Ministerpräsident Dr.
Edmund Stoiber wurde am 23. Mai 2006 abgesendet.
| 23.
Mai 2006: Brandbrief an Ministerpräsident Dr. Edmumd
Stoiber |
Das Aktionsbündnis gegen Fluglärm
München-West schrieb einen Brandbrief an den
Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber wegen der nach der im
Bayerischen Landtag verlesenen Regierungserklärung zum Ausbau
des Flugbetriebs des Sonderflughafens in Oberpfaffenhofen. Im
Aktionsbündnis gegen Fluglärm München-West sind 9
Bürgerinitiativen zusammengeschlossen.
Das Landesentwicklungsprogramm (LEP) sieht
die Ansiedelung von Geschäftsreiseflügen, insbesondere mit
größeren Flugzeugen vor. Flugzeuge mit einem maximalen
Abfluggewicht von 50 Tonnen, Linien und touristische
Charterflüge und Luftfracht sind ausgeschlossen. Die
Formulierung hat den Zweck vom Fluglärm Betroffene zu
beruhigen. Eine wirkliche Begrenzung der Zahl der
Flugbewegungen ergeben sich nicht. Insbesondere stimmen die
Angeben von hochrangigen Politikern (z.B. Herr
Wirtschaftsminister Erwin Huber, Herr Reinhold Bocklet - MdL
und Sprecher des Wirtschaftsauschusses, Frau Prof. Dr. Ursula
Männle - MdL, Dr. Otmar Bernhard - MdL und Staatssekretär)
nach einer teilweisen Verlagerung von individuellen
Geschäftsflügen von München II nach München mit einer
maximalen Zahl von 8.000 Flugbewegungen pro Jahr nicht.
Die Begrenzung der Flugzeugtypen auf 50
Tonnen bedeutet die Zulassung von Flugzeugen mit bis zu 117
Sitzplätzen und typischen Reichweiten von 2.000 bis 3.000 km.
Diese Flugzeuge werden überwiegend für den
Regionalflugverkehr an Regionalflughäfen eingesetzt. Firmen-
und Businessjets sind dagegen wesentlich kleiner. Das
Sitzangebot liegt meist unter 15. Die maximalen Abfluggewichte
zwischen 5 und 15 Tonnen.
Mit der Zulassung von Regionalflugzeugen mit
einer Kapazität von über 100 Passagieren (die
Verkehrsflugzeuge haben eine Kapazität ab 120 Passagiere)
bekommt die im LEP vorgenommene Definition des
"qualifizierten Geschäftsreiseflugverkehrs =
höherwertiges Segment des Geschäftsreiseflugverkehrs"
eine neue, präzise Bedeutung:
Der qualifizierte
Geschäftsreiseflugverkehr ist derjenige
Geschäftsreiseflugverkehr, der mit Regionalflugzeugen der
Klasse bis 50 Tonnen maximalem Abfluggewicht durchgeführt
wird.
Damit ist auch die
im LEP geplante Funktion des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen
klar: Regionalflughafen.
Den Brief an Ministerpräsident Dr. Edmund
Stoiber können Sie -
hier - downloaden
Die Pressemitteilung vom 23. Mai 2006 gibt
es -
hier - zum Download
Eine Liste mit Flugzeugtypen
(Regionalflugzeuge und Businessjets) finden Sie -
hier.
| 23. Mai 2006:
Leserbrief der CSU-Bundeswahlkreis-Geschäftsführerin
Schumann |
Frau Schumann behauptet in Ihrem Leserbrief
zu Unrecht, dass die CSU von Anfang an an einer begrenzten
Öffnung des Sonderlandeplatzes für qualifizierte
Geschäftsflieger zugestimmt hatte. In den Entwürfen zum
Landesentwicklungsprogramm (LEP) war die Formulierung
"... im öffentlichen Interesse ... zur Entlastung des
Verkehrsflughafens München. Oberpfaffenhofen ... ist
insbesondere aus Kapazitätsgründen nicht ersetzbar"
aufgenommen. Der Sonderflughafen Oberpfaffenhofen hat
technisch eine Kapazität wie München-Riem (zuletzt 190.000
Flugbewegungen pro Jahr. Allein diese Formulierungskette zeigt
auf, dass das LEP im Grundsatz nicht auf eine Stationierung
des Geschäftsreiseflugverkehrs im kleinen Maßstab ausgelegt
ist.
Nachdem im LEP die 3. Start- und Landebahn
nicht aufgenommen wurde, kann das Wachstum des Münchner
Flughafens nur dann dann aufrecht erhalten werden, wenn ein
Teil des Luftverkehrs auf andere Flugplätze verlagert wird.
Dies bedeutet die Auslagerung von ca. 30.000 Flugbewegungen
zusätzlich, Jahr für Jahr.
Herr Reinhold Bocklet hat sich dann - auf
Druck der Bürgerinitiativen - dafür eingesetzt, dass die
Formulierung im LEP geändert werden soll (dies wurde am 11.
Mai 2006 im Landtag zur Kenntnis genommen, bisher nicht
realisiert). Diese Formulierungen sollen sicherstellen, dass
der zusätzliche Flugverkehr wirkungsvoll begrenzt wird. Herr
Bocklet, sowohl die Herren Staatsminister Erwin Huber und
Staatssekretär Dr. Otmar Bernhard beziehen sich auf die
Verlagerung von bis zu 8.000 individuellen Geschäftsflügen
mit Geschäftsflugzeugen (in der Fachsprache
"Businessjets" genannt) von München nach
Oberpfaffenhofen. Es gibt keine Obergrenzen zu der Anzahl der
Flugbewegungen. Lediglich der Linien-, touristischer Charter-
und Frachtflugverkehr sind ausgeschlossen. Ebenfalls
ausgeschlossen sind Flugzeuge unter 2 Tonnen und Flugzeuge mit
einem maximalem Startgewicht von über 50 Tonnen. Die
Formulierung " ... zur Entlastung von München II
..." wird gestrichen.
Die CSU gibt vor, dass Flugzeuge der Klasse
2 bis 50 Tonnen Abfluggewicht Geschäftsflugzeuge sind. Aus
der Liste der Reiseflugzeuge unter 50 Tonnen -
siehe hier - wird klar, dass es sich hierbei um
Regionalflugzeuge mit einer Kapazität bis zu 117 Passagieren
handelt. Diese Flugzeuge werden in München II nicht am
Terminal für die allgemeine Luftfahrt abgewickelt, sonder
über die Terminals 1 und 2. Die Streichung der Formulierung
"... Entlastung von München II ..." lässt nicht
beruhigen. Damit ist die Gefahr der massiven Stationierung der
Verkehrsluftfahrt lediglich nicht mehr im LEP erwähnt, jedoch
nicht wirkungsvoll beseitigt.
Die gebetsmühlenartige Wiederholung der CSU
nach wirkungsvollen Entlastungsfunktionen entpuppen sich als
gezielte Desinformation der Bürgerinnen und Bürger durch die
Regierungspartei. Die wiederholt als "Horrorvisionen des
Vorsitzenden Möller" gebrandmarkten Pläne zur
Entlastung des Flughafens München II durch die Stationierung
der Geschäftsflieger (gem. Geschäftsbericht der Flughafen
München GmbH sind 47% der Passagiere Geschäftsreisende) in
Oberpfaffenhofen leiten sich durch die im LEP nachzulesenden
Formulierungen direkt ab. Hierfür trägt die CSU und
Staatsregierung die Verantwortung.
| 19. Mai 2006:
Gesellschafter des Münchner Flughafens fordern 784
Millionen EUR zurück |
Die Presse berichtet, dass der Bayerische
Finanzminister Kurt Falthauser die angekündigten 784
Millionen EUR von der Flughafen München GmbH (FMG) zur
Zahlung an die Gesellschafter (Bund, Freistaat Bayern, Stadt
München) zurückfordert. Die FMG soll diese Summe über eine
Großbank finanzieren. Insgesamt beläuft das
Gesellschafterdarlehen 4,3 Milliarden EUR, deren Tilgung wohl
in den Sternen steht. So viel zum Thema "Subvention der
Luftfahrt" und "Jobmaschine Flughafen".
| 18. Mai 2006:
Weichen für dritte Start- und Landebahn in München II
sind gestellt |
Die Presse berichtet, dass die Flughafen
München GmbH einen Antrag zur Genehmigung der 3. Start- und
Landebahn einreichen wird. Die Start- und Landebahn soll
nordöstlich der Nordbahn angelegt werden. "Um die
Erfolgsgeschichte des Münchner Flughafens fortzuschreiben,
müssen rechtzeitig die Weichen für den Airport von Morgen
gestellt werden", so Geschäftsführer Dr. Kerkloh.
| 17. Mai 2006:
Industrie will Transrapid nicht finanzieren |
Die Presse berichtet: Die Finanzierung der
1,85 Milliarden EUR teuren Transrapidstrecke vom Münchner
Hauptbahnhof zum Flughafen wackelt mehr denn je. Die
Hersteller des Transrapids Thyssen und Siemens werden sich an
der Finanzierung nicht beteiligen.
Der wirkliche Nutzen des Transrapids und
dessen Wirtschaftlichkeit ist heute völlig ungeklärt. Es
sieht so aus, dass der Steuerzahler zu den bereits 4,3
Milliarden nochmals fast 2 Milliarden EUR für die Luftfahrt
zahlen muss, ohne hierfür einen rellen Gegenwert zu
bekommen.
| 15. Mai 2006:
Flughafen Oberpfaffenhofen soll für Firmenjets
geöffnet werden |
Die Presse berichtet über einen Teilerfolg
der Bürgerinitiativen (BI) zum Ausbau der Flugplätze in
München-West. Der Landtag befasste sich am 11. Mai mit dem
Landesentwicklungsprogramm und der Thematik der Flugplätze im
Westen von München. Entsprechend eines Antrags der
CSU-Abgeordneten soll der Sonderflughafen Oberpfaffenhofen
nicht mehr den Fluhafen München II entlasten. Der Ausbau des
Sonderlandeplatzes Jesenwang ist vom Tisch.
Es heißt weiter, "die CSU habe sich
zwar bewegt, aber die Öffnung des Flughafens für
Geschäftsflieger könne deshalb keine Entwarnung geben".
Die Formulierungen im LEP lasen immer noch die massive
Ansiedelung der allgemeinen Luftfahrt zu. Dies wird sie
Entwicklung des Standorts mit Hightech-Unternehmen erheblich
stören, weil diese Unternehmen eine Infrastruktur mit einer
leiden Umgebung benötigen.
| 13. Mai 2006:
Zukunft des Militärflugplatzes FFB offen - besseres
Nutzungskonzept hat Vorrang |
Die Presse berichtet über die Beratungen
des Landtags zum Landesentwicklungsprogramm (LEP). Nach
Angaben des Landtagsabgeordneten Reinhold Bocklet gibt es im
LEP keine zwingende Vorgaben zur Nachfolgenutzung des 240 ha
großen Geländes des ehemaligen Fliegerhorstes. "Sollte
es ein besseres Nutzungskonzept als einen zivilen
Verkehrslandeplatz für Kleinflugzeuge geben, dann hält Herr
Bocklet es für möglich, dass die Staatsregierung auch eine
Lösung ohne Flugplatz akzeptieren könne".
Nachdem die seitens der für die Planung der
Nachfolgenutzung
zuständigen Gemeinde Maisach noch keine konkrete Planung ohne
Luftverkehr vorgelegt hat, wird die Überplanung des frei
werdenden Geländes für eine nicht-fliegerische Nutzung des
Geländes unter sozial- und wirtschaftspolitischen
Aspekten umso dringender. Durch das Fehlen eines
"besseren" Nutzungskonzepts haben die Befürworter
des Flugbetriebs in FFB, Betreibergesellschaft und
Sportfliegergemeinschaft in der Öffentlichkeit gepunktet,
obwohl die österreichischen Investoren vom Bau einer
Flugzeugfabrik in FFB nichts wussten.
Der von den Befürwortern des Flugbetriebs
immer wieder vorgebrachte Nutzung der Landebahn als wertvolle
volkswirtschaftliche Investition ist offensichtlich nicht
klar, dass an anderen Stellen erhebliche volkswirtschaftliche
Investitionen, wie das Volkskammergebäude in Berlin, entsorgt
werden. Für Fürstenfeldbruck stehen jedoch alternative
Nutzungen, die im öffentlichen Interesse stehen, zur
Verfügung, wie eine Ortsumgehungsstraße und ein
Solarpark.
Der Bau einer großen Solarstromanlage, wie
sie vor Kurzem in Pocking (Lkr. Passau) und in
Tauberbischofsheim erstellt wurden, kommen zur Nutzung der
großflächigen Landebahn und Rollbahnen in Betracht. Die
Ost-West-Ausrichtung fördert den Nutzungsgrad der Anlage, die
sich bereits nach 12 Jahren amortisiert und danach
hoch-profitabel ist. Projekte dieser Art sind häufig privat
finanziert, schaffen in Deutschland viele Arbeitsplätze und
sind umweltfreundlich. Die bereits existierende Start- und
Landebahn erlaubt die kostengünstige Aufstellung der
Photovoltaik-Module und erleichtert deren Wartung. Beispiele
für eine erfolgreiche Umsetzung von Solarkraftwerken gibt es
im Internet:
http://www.pocking.de/?Umwelt:Solarpark
und
http://www.solarserver.de/solarmagazin/anlagemai2005.html
| 12. Mai 2006:
Luftfahrt-Messe ILA bleibt in Berlin |
Die Presse meldet, dass die Internationale
Luftfahrtausstellung (ILA) voraussichtlich in
Berlin-Schönefeld bleiben und nicht nach Oberpfaffenhofen
umziehen wird. Oberpfaffenhofen wurde von den Veranstaltern in
Betracht gezogen, weil die Politik die für die ILA notwendige
Infrastruktur während des Baus des Verkehrsflughafens
Berlin-Brandenburg nicht sicherstellen konnte.
Das Angebot des Flugplatzbetreibers EDMO zur
Stationierung der ILA in Oberpfaffenhofen zeigt, dass
offensichtlich seitens des Flugplatzbetreibers ein Interesse
an dieser Veranstaltung besteht, die bisher nur an
Verkehrsflughäfen stattfand.
| 11. Mai 2006:
Info-Veranstaltung zur rechtlichen Fluglärm-Situation
in Oberpfaffenhofen |
Am 11. Mai 2006 fand in der Stadthalle
Germering eine geschlossene Veranstaltung zur rechtlichen
Situation des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen statt. Wie aus
der Presse bekannt gibt es Klagen am Verwaltungsgericht wegen
der Planfeststellung des Sonderflughafen, durch die der
massive Ausbau der Rollbahnen, des Vorfelds und der Bau von
Gebäuden genehmigt wurde. Dieser Ausbau vergrößert die
Kapazität des Sonderflughafens beträchtlich und hat
entsprechende Auswirkungen auf den Fluglärm.
Bei der Genehmigung wurde ein
Umweltverträglichkeitsgutachten nicht in Auftrag gegeben, das
für die Genehmigung einer Flugplatzerweiterung zwingend
vorgeschrieben ist. Dagegen klagt eine Privatperson, dessen
Haus sehr nahe an der Start- und Landebahn liegt. In der
ersten Instanz war diese Klage erfolgreich. Nach der Berufung
durch die Regierung von Oberbayern und des Flugplatzbetreibers
liegt dieses Verfahren nun beim Bayerischen
Verwaltungsgerichtshof.
Die aus der Planfeststellung resultierende
Genehmigung der Flugplatzerweiterung ohne Lärmgutachten wurde
geschickt eingefädelt, um spätere Ansprüche von betroffenen
Bürgerinnen und Bürgern auf Unterlassung des den
Lärmgrenzen überschreitenden Luftverkehrs oder
Schadenersatzklagen aus dem Weg zu gehen.
Das Verfahren des Privatklägers ist
insoweit von öffentlichem Interesse, weil zu einem späterem
Zeitpunkt die Einhaltung von Lärmgrenzen nicht mehr
eingeklagt werden kann. Der Grund ist so einfach, wie
erschreckend: Da heute keine Lärmobergrenzen und Prognosen
für den Luftverkehr, der diese Lärmgrenzen erreicht, gemacht
wurden, kann auch zu einem späteren Zeitpunkt kein
Rechtsmittel zur Einhaltung der Flugfrequenzen bzw. im
Umweltgutachten festgelegten maximalen Lärmpegel genutzt
werden. Denn wenn ein Vergleichswert fehlt, kann dieser nicht
überschritten werden.
Aus diesem Grund
ist es für die Bürgerinnen und Bürger in und um
Oberpfaffenhofen herum besonders wichtig, dass dieses
Verfahren in allen Instanzen gewonnen wird. Ansonsten hat der
Sondeflughafen Oberpfaffen die Lizenz, unbegrenzt Lärm zu
verursachen. Mehr Informationen zu diesem Thema gibt es hier:
http://www.germeringer-gegen-fluglaerm.de/
| 11. Mai 2006:
Petitionen werden im Bayerischen Landtag behandelt |
Frust bei vielen
Fluglärm-Gegnern. Der Landtag hat alle Petitionen gegen den
Ausbau des Sonderflughafen Oberpfaffenhofen und der
Flugplätze Jesenwang und Fürstenfeldbruck als
"erledigt" abgelehnt.
Die Bayerische Staatsregierung hatte tags
zuvor eine "mündliche" Regierungserklärung
abgegeben, nachdem das Landesentwicklungsprogramm (LEP) zu den
Flugplätzen im Westen von München umformuliert werden soll.
Der Landtag betrachtete unsere zahlreichen Petitionen durch
diese (nicht in Schriftform vorliegenden !!)
Regierungserklärung als erfüllt an.
Im Einzelnen wurde folgender Passus für
Oberpfaffenhofen aufgenommen:
Der
Sonderflughafen Oberpfaffenhofen soll in seinem Bestand
gesichert werden. Die Möglichkeiten für einen
bedarfsgerechten Ausbau und für seine Nutzung durch den
Geschäftsreiseflugverkehr sollen offen gehalten werden (wie
bisher).
Begründung:
Der
Sonderflughafen Oberpfaffenhofen ist ein wichtiger Standort
der Luft- und Raumfahrtindustrie und der Luft- und
Raumfahrtforschung in Deutschland. Er dient durch die
Abwicklung von Forschungsflugbetrieb insbesondere auch für
das am Standort ansässige Deutsche Zentrum für Luft- und
Raumfahrt (DLR) unmittelbar dem allgemeinen Wohl. Er soll für
die Luft- und Raumfahrtindustrie und -forschung dauerhaft zur
Verfügung stehen. Darüber
hinaus liegt die Aufnahme von Luftverkehr begrenzt auf Flüge
zur Instanthaltung von Luftfahrzeugen sowie auf qualifizierten
Geschäftsreiseflugverkehr im unmittelbaren öffentlichen
Interesse. Linien- und touristischer Charterflugverkehr sowie
Frachtflugverkehr - mit Ausnahme des Werkluftverkehrs - sind ausgeschlossen. Das Nachtflugverbot
gilt fort. Die Beschränkung des zusätzlichen Nutzerkreises
stellt sicher, dass nur ein enges, höherwertiges Segment des
Geschäftsreiseflugverkehrs, insbesondere mit größeren
Flugzeugen in Betracht kommt und Flugzeuge der Allgemeinen
Luftfahrt unter 2 Tonnen auch künftig ausgeschlossen bleiben.
Der
Standort ist Produktionsstätte für Airbus-Bauteile und für
das Regionalflugzeug Dornier 328. Er kommt für die Ansiedlung
von Betreibern und Anwendern des Satellitennavigationssystems
„Galileo" in Betracht. Neben seiner forschungs- und
verkehrspolitischen Bedeutung hat der Sonderflughafen
Oberpfaffenhofen im mittelbaren öffentlichen Interesse auch
erhebliche industriepolitische Bedeutung mit entsprechenden
Auswirkungen auf den Erhalt und die Schaffung
hochqualifizierter Arbeitsplätze. Der Sonderflughafen
Oberpfaffenhofen ist durch andere zivile Flughafenstandorte
insbesondere aus Kapazitätsgründen nicht ersetzbar.
Die neue Formulierung
sieht so aus, als hätten unsere Proteste eine nachhaltige
Wirkung erreicht. Das Gegenteil ist der Fall:
- Der Begriff
"qualifizierter Geschäftsreiseflugverkehr" ist
weder im LEP noch juristisch definiert. Genauso wenig ist
der "nicht-qualifizierte" oder
"unqualifizierte" Geschäftsreiseflug definiert.
Definiert ist in der Luftfahrt allerdings der
"Geschäftsreisende". 47% aller Passagiere am
Münchner Flughafen sind nach Angaben der FMG (Flughafen
München GmbH) Geschäftsreisende, also ein
beträchtlicher Anteil der 29 Millionen Fluggäste pro
Jahr. Ein "enges und höherwertiges Segment des
Geschäftsreiseflugverkehrs" ist genauso wenig
definiert, wie der qualifizierte
Geschäftsreiseflugverkehr.
- Die neue Formulierung
bremst die Verlagerung von Luftverkehrskapazitäten von
München nach Oberpfaffenhofen nicht aus. Wenn es dort eng
wird werden halt Flüge mit Geschäftsreisenden in
Oberpfaffenhofen abgewickelt. Bis dann wird der
Bayerischen Staatsregierung bestimmt einfallen, wie der
qualifizierte, höherwertige Geschäftsreisende aussieht.
- Es gibt keine
Begrenzung der Flugzeuge (z.B. maximalen Startgewicht)
oder Flugfrequenzen. Damit steht der Sonderflughafen nach
wie vor für große Verkehrskapazitäten offen.
- Hätte die Bayerische
Staatsregierung anstelle des qualifizierten
Geschäftsreiseflugverkehrs den "individuellen
Geschäftsreiseflugverkehr mit Firmenflugzeugen oder
gemieteten Flugzeugen" in das LEP eingestellt, dann
hätten sich die Zusicherungen der Herren Erwin Huber,
Reinhold Bocklet und Edwin Grabherr nach der Abwicklung
von Firmenflügen in Oberpfaffenhofen wiedergespiegelt. In
der jetzigen Formulierung steckt immer noch die
Verlagerung von Luftverkehr von München nach
Oberpfaffenhofen.
Wir protestieren gegen diese
Neufassung im LEP. Mit dieser Formulierung wird auch die
Verlagerung des Luftverkehrs von München nach
Oberpfaffenhofen abgedeckt.
| 11. Mai 2006:
CSU-Landtagsfraktion beschließt Änderungsanträge zum
LEP |
Herr Reinhold Bocklet
(Landtagsabgeordneter - CSU) berichtet in der Presse, dass die
CSU-Landtagsfraktion einen Änderungsantrag zu den
Flugplätzen Oberpfaffenhofen, Jesenwang und Fürstenfeldbruck
beschlossen habe, die das Landesentwicklungsprogramm (LEP)
betrifft.
- Der Sonderflughafen
Oberpfaffenhofen und der Sonderladeplatz Jesenwang werden
nicht zu Flugplätzen der allgemeinen Luftfahrt
umgewandelt.
- Der Sonderflughafen
Oberpfaffenhofen soll nur noch im begrenzten Umfang für
den qualifizierten Geschäftsreise-Flugverkehr geöffnet
werden. Der Linien- touristischer Carterflugverkehr und
Frachtflugverkehr wird ausgeschlossen. Die Tonnage wird
auf 2 bis 20 Tonnen begrenzt.
- Für Jesenwang ist der
Ausbau des Sonderlandeplatzes vom Tisch.
- Für den stillgelegten
Militärflugplatz in FFB habe die CSU-Fraktion darauf
verzichtet, einen Änderungsantrag zu stellen.
Der Zeitungsbericht lobt
Herrn Bocklets Bemühungen zur Einbringung von Änderungen im
LEP, die auf weniger Fluglärm hoffen lassen. Seine Arbeit in
allen Ehren. Ohne die zahlreichen Aktivitäten der beiden
Oppositionsparteien (SPD und Grüne), Bürgerinitiativen und
Umweltorganisationen hätte sich Herr Bocklet kaum die Mühe
gemacht, sich für uns zu engagieren.
Wir sind dennoch der
Meinung, das dieser Beschluss der CSU-Fraktion aus folgenden
Gründen eine Mogelpackung ist:
- Der Beschluss spiegelt
nicht die Zusicherungen von Herrn Bocklet nach
individuellen Geschäftsreisen mit Firmenjets und
gemieteten Flugzeugen wieder. Der im LEP genannte
"qualifizierte Geschäftsreiseflug" ist nicht
als solcher, sondern nur allgemein als Geschäftsreiseflug
definiert. Der qualifizierte Geschäftsreiseflugverkehr
ist das Einfallstor für die Stationierung der
Verkehrsluftfahrt.
- Die CSU-Fraktion
spiegelt in Bezug auf den Flugplatz FFB wieder, dass der
Flugbetrieb ohne Rücksicht auf bessere
Nutzungsmöglichkeiten wichtiger als alternative Lösungen
ist.
| 8. Mai 2006:
Presse berichtet über beseren Trinkwasserschutz für
Germering |
Die Ausbaupläne des
Sonderflughafens in Oberpfaffenhofen wecken Erinnerungen an
einen Vorfall in den 80er-Jahren, der eine Verseuchung von in
der Nähe des Sonderflughafen liegenden Brunnen der Stadt
Germering wach. Obwohl der Sonderflughafen Auflagen zur
Einhaltung des Grundwasserschutzes der Zone III B hat, sind
wir nicht davon überzeugt, dass z.B. das Abwasser von der
Landebahn und des Vorfeldes konsequent kanalisiert ist, um ein
Eindringen von Frostschutz- und Enteisungsmittel in das
Grundwasser zu verhindern.
| 3. Mai 2006:
Plakat zur Werbung für Flughafen Oberpfaffenhofen,
Terminal 1 |
| In
der Nähe des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen wurde am
3. Mai 2006 ein Plakat für ein Terminal des
"Verkehrsflughafens Oberpfaffenhofen"
fotografiert.
Nebenstehendes Bild zeigt dieses
Plakat.
Diese Plakat lässt
nichts Gutes vermuten. So kann in der Zukunft die
Beschilderung in der Nähe von Weßling,
Oberpfaffenhofen, Gilching und Germering aussehen. Die
Formulierungen im Landesentwicklungsprogramm (LEP)
lassen diesen Schluss durchaus zu. Dies ist der Grund
für unsere Aufklärungsarbeit und den Protest gegen
diese Entwicklung des Sondeflughafens. |

|
| 30. April 2006:
Flugzeug-Magazin wirbt für Unterschriftenaktion für
den Erhalt von Fürsty |
Die Bürgerinitiative "Aufsteigen mit
Fürsty" wirbt in Flugzeug-Magazinen für die Eingabe von
Unterschriften (deutschlandweit) zur Unterstützung der
Aktivitäten zur Stationierung der allgemeinen Luftfahrt in
Fürstenfeldbruck.
| 27. April 2006:
Internationale Luftfahrtmesse (ILA) will nach
Oberpfaffenhofen umziehen |
Die ILA, eine
internationale Messe für Luft- und Raumfahrt findet alle
Jahre in Berlin-Schönefeld statt. Nachdem dieser Flughafen
zum neuen interkontinentalen Flughafen Berlin-Brandenburg
ausgebaut wird, steht dieser Flughafen in den kommenden Jahren
nicht mehr zur Verfügung.
Als Alternative wird nun Oberpfaffenhofen
ins Visier genommen. Brisant ist die Tatsache, dass die ILA
bisher nur an Verkehrsflughäfen stattfand (Hannover und
Berlin-Schönefeld). In der Wahl für Oberpfaffenhofen sehen
wir ein weiteres Zeichen dafür, dass die
Flugplatzbetriebsgesellschaft EDMO und die Bayerische
Staatsregierung die Stationierung der Verkehrsluftfahrt in
Oberpfaffenhofen plant.
| 24. April 2006:
Streit um 3. Startbahn in München II |
In einen umfangreichen
Artikel berichtet der Münchner Merkur über den Bau der 3.
Start- und Landebahn in München II. Zu Wort kommen
Bürgerinitiativen und vom Fluglärm betroffene Bürger. Nach
den derzeitigen Plänen liegt Attaching nur 1200 m vor der 3.
Startbahn. Damit wird das Dorf in weniger als 100 m Höhe (80
m bei Ostwind) überflogen. Dies sind Zustände wie damals in
München-Riem.
Die Bürgerinitiative
bestreitet, dass für eine 3. Start- und Landebahn kein Bedarf
vorhanden ist. Der Ausbau des Flughafen ist ein reines
Prestigeprojekt der CSU. Auch ist der Flughafen keine
Jobmaschine. Ein Großteil der Arbeitsplätze sind Mini-Jobs.
Bereits vor dem Bau des Flughafens hatten Freising und Erding
niedrige Arbeitslosenzahlen.
| 13. April 2006:
Flugplatzchef Andreas Boehl haut Landkreispolitiker in
die Pfanne |
Der Geschäftsführer der
Flugplatzbetriebsgesellschaft FFB - Herr Andreas Boehl -
kritisiert in einem Leserbrief den Ladrat Karmasin und
Fürstenfeldbrucker Bürgermeister Kellerer. Sie verhindern
die Schaffung von wertvollen Arbeitsplätze durch die
Luftfahrt in der Region. Herr Boehl betont, dass sich kein
Politiker gegen die Schaffung von Arbeitsplätzen stellen
kann. Er spricht die von ihm, der IHK und Befürwortern des
Flugplatzes FFB ins Gespräch gebrachte An- bzw. Umsiedelung
des österreichischen Flugzeugbauer Diamond Aircraft in
Fürstenfeldbruck an.
Falsch liegt Herr Boehl
mit seiner Annahme, dass man die in FFB startenden und
landenden Flugzeuge an der B471 nicht mahr hören kann. Dies
stimmt nur für Teile der 471, die mindestens 3 km vom
Flugplatz entfernt liegen. Ansonsten werden die Bürgerinnen
und Bürger der Flugplatzanrainergemeinden kräftig durch den
Fluglärm gestört. Ansonsten gäbe es keine
Bürgerinitiativen mit mehreren Tausend Mitgliedern im
Landkreis.
Mittlerweile ist der
Ansiedelungsplan der Diamond Aircraft geplatzt. Es stellte
sich heraus, dass dieser Plan nur bei den Befürwortern des
Flugplatzes FFB existierte. Die Diamond Aircraft wusste von
diesem Plan nichts.
| 11. April 2006:
Diamond Aircraft bleibt in Wien |
Die Presse berichtet,
dass der Wiener Flugzeugbauer den Umzug und die Ansiedelung
eines Betriebes in FFB dementiert hat. Die Pressesprecherin
dieses Unternehmens ist "allen Wolken gefallen, als sie
davon hörte".
Der von den
Unterstützern eines Verkehrsflugplatzes FFB in die Welt
gesetzte Plan zur Errichtung eines Flugzeugwerkes mit 200 bis
600 zusätzlichen Arbeitsplätzen ist jetzt wie eine
Seifenblase zuplatzt. Der Plan war offensichtlich frei
erfunden.
Wir halten derartige,
medienwirksame Auftritte, die frei erfundene Tatsachen
verbreiten nicht nur für eine Zumutung den Politikern
gegenüber, die sich täglich mit den Problemen / Lösungen
der Arbeitslosigkeit beschäftigen, sondern eine glatte
Unverschämtheit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern
gegenüber, bei denen Hoffnungen auf einen sicheren
Arbeitsplatz geschürt wurden.
In diesem Zusammenhang
wurden in der Presse der Geschäftsführer der FFB
Flugplatz-Betriebsgesellschaft (Andreas Boehl), der
Vorsitzendes der IHK FFB / Dachau (Michael Rosenheimer) und
der Flugplatzbetreiber in Jesenwang (Max Walch) genannt.
Max Walch habe den Wiener
Flugzeughersteller Diamond Aircraft in einer Gremiumssitzung
der IHK FFB / Dachau einen entsprechenden Bericht über die
Entwicklung des Flugplatzes in FFB abgegeben. Auch Herr
Rosenheimer hatte sich positiv über die Ansiedelung des
Flugzeugherstellers geäußert, wobei er skeptisch in der
Beurteilung war, wieviel Arbeitsplätze tatsächlich
geschaffen werden können.
Es ist nichts Neues, dass
Herr Walch medienwirksame Nachrichten ohne Substanz
verbreitet. Seine Glaubwürdigkeit tendiert gegen den
Nullpunkt. Es ist erstaunlich, dass Herr Rosenberger als
IHK-Vorsitzender nichts von der Diamond-Finte wusste, obwohl
die IHK-München Gesellschafter der Betriebsgesellschaft am
Flugplatz Fürstenfeldbruck ist.
| 10. April 2006:
Karmasin und Kellerer gegen Ansiedeung eines
Flugzeuzgbauers |
Die Presse berichtet
über die ablehnende Haltung des Landrats Thomas Karmasin und
des Oberbürgermeisters von FFB - Sepp Kellerer. Her Kellerer
betrachte das Angebot der Wiener Diamond Aircraft als ein
Lockmittel, den wirtschaftlichen Betrieb des defizitären
Verkehrslandeplatz zu ermöglichen. Der Preis für die
Schaffung von 200 Arbeitsplätzen ist mit 50.000 Starts und
Landungen viel zu hoch. Kellerer ist überzeugt, dass auf dem
250 ha großen Gelände auch weniger problematische
Unternehmen angesiedelt werden können.
Auch Thomas Karmasin
bezweifelt den "großen Vorteil", den ein
florierender Verkehrslandeplatz dem Landkreis bringen soll.
Eine Nutzung des Flugplatzes ohne Flugbetrieb hat Vorrang. Er
kann nicht glauben, dass eine Wiener Firma in ein
Höchstlohnland umziehen will.
| 5. April 2006:
Flugzeugbauer soll Arbeitsplätze nach FFB bringen |
Die Presse berichtet
über den Plan der FFB Flugplatz-Betriebsgesellschaft, die
Wiener Firma Diamond Aircraft auf dem Flugplatz FFB
anzusiedeln. Der Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft
Andreas Boehl und der Sprecher der Betriebsgesellschaft (im
Wirklichkeit Angestellter der IHK-München) haben die
Verhandlungen mit Diamond Aircraft bestätigt.
Die FFB
Flugplatz-Betriebsgesellschaft verfüge derzeit über die
luftrechtliche Genehmigung zur Mitbenutzung des
Fliegerhorstes. Sie ist am Erwerb eines 80 ha großen
Teilstücks interessiert, um einen Zivilflugplatz zu
betreiben. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn die
Gesellschaft Gewinne erwirtschaftet. Dies ist bisher nicht der
Fall.
Der Luftfahrt-Experte und
Fugplatzbetreiber Max Walch hat sich auch in die Diskussion
eingeschaltet. Mit einer Firma wie Diamond Aircraft sei ein
florierender Flugplatzbetrieb gesichert. Es sei allerdings
schwierig ausländische Betrebe in Deutschland anzusiedeln.
Ein Erfolg könne sich nur dann einstellen, wenn der Grund
verschenkt, die Infrastruktur kostenlos zur Verfügung
gestellt und mindestens 10 Jahre Steuerfreiheit gewährt
würde.
Aus
der Sicht des Steuerzahlers und der vom Fluglärm Betroffenen
halten wir diese Einstellung für absolut undiskutabel. Das
aufgelassene Flugplatzgelände muss nicht an ein
ausländisches Unternehmen verschenkt werden, um
- noch
zusätzlich eine Infrastruktur aus Steuermitteln bezahlen
zu dürfen,
- dem
Unternehmen 10 Jahre Steuerfreiheit zu gewähren und
- dafür
völlig kostenlos den Fluglärm der Flugzeugwerft und
Privatflieger kassieren zu dürfen.
Es
wird Zeit, das aufgelassene Fliegerhorstgelände so zu
überplanen, dass Arbeitsplätze auch ohne das Verschenken von
Immobilien oder Steuerfreiheit von 10 Jahren geschaffen
werden. Wir sind davon überzeugt, das dies ohne fliegerische
Nutzung des Flugplatzgeländes besser funktioniert, als mit
Fluglärm.
| 4. April 2006:
IHK fordert "unpopuläre Entscheidung" zur
Nutzung des Flugplatzes FFB |
Nach Presseberichten hat
der IHK-Vorsitzende Michael Rosenberger zur Nachfolgenutzung
des aufgelassenen Fliegerhorstgeländes "unpopuläre
Entscheidungen" verlangt. Zunächst sollen sich die
Gegner an einen Tisch setzen und das "Für und
Wider" genau abklopfen. Die Lärmbelastung, wie sie von
Kritikern immer wieder angeführt werden, sei ein
"Totschlagargument". Zwar zweifle er selbst noch an
der von den möglichen Flugplatzbetreibern genannten Zahl von
600 neuen Arbeitsplätzen rund um den Flugplatz.
Herr Rosenheimer sollte
eigentlich als zuständiger IHK-Vorsitzender im Landkreis
wissen, dass der Flugbetrieb in FFB defizitär ist (IHK-München
ist Gesellschafter der Betriebsgesellschaft) und an einem
chronischen Nachfragemangel an Flugfrequenzen leidet und trotz
der fast 40.000 Flugbewegungen im Jahr in Jesenwang nur eine
geringe Zahl an Arbeitsplätzen geschaffen wurde. In Jesenwang
und umliegenden Gemeinden fehlt z.B. ein Gewerbegebiet. So
viel zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen durch die
allgemeine Luftfahahrt.
Der Skepsis von Herrn
Rosenberger, ob 600 neue Arbeitplätze durch die Ansiedelung
eines Luftfahrtbetriebes geschaffen werden können, teilen wir
mit Herrn Rosenberger. Die Zahlen der in Deutschland
zugelassenen Flugzeuge mit einen Abfluggewicht unter 14 Tonnen
ging in den letzten Jahren ständig zurück. Warum sollte ein
Flugzeughersteller sich ausgerechnet in der München - einer
Höchstlohnregion - niederlassen wollen.
Herr Rosenheimer hat sich
mit diesen Aussagen nicht mit Ruhm bekleckert. Der Plan zur
Ansiedelung des österreichischen Flugzeugbauers hat sich als
Finte erwiesen, frei erfunden und ohne Substanz. Der
Flugzeugbauer selbst wusste gar nicht, dass er in FFB im
Gespräch war. Herr Rosenheimer ist gut beraten, sich darum zu
kümmern, wie der Flugplatz wirtschaftlich sinnvoll auch ohne
Fluglärm genutzt werden kann.
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